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Lükes Liebes Leben

Gelangweilte Würste

Montag, 26. September 2022 | Text: Reinhard Lüke

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Ach nö, solch ein Scheißwetter wünscht man ja keinem Veranstalter. Was immer man von „Da längste Desch“ halten mag, aber zwei Tage nahezu Dauerregen wie am vorletzten Wochenende, sind für eine Open-Air-Sause doch eine Katastrophe.

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Am Samstag ging´s ja noch halbwegs und ab dem frühen Nachmittag setzte denn auch der Strom der Flaneure ein, die nach zwei Jahren Corona-Pause der Severinstraße mal wieder einen Besuch abstatten wollten. Natürlich kann man die Mixtur aus Futterkrippen, Bierständen und Nippesbuden als absurden Trash wahrnehmen, aber seit einem Friseurbesuch vor ein paar Jahren hat sich meine Wahrnehmung diesbezüglich doch ein wenig verändert. Da saßen mehrere Damen vorgerückten Alters mit mir im Salon, die sich, so erschloss es sich mir aus ihren Gesprächen, unmittelbar vorm „längste Desch“ alle die Haare schön machen lassen wollten. Dazu erzählten die Ladies, wer von ihren Freundinnen und ehemaligen Nachbarn aus der Südstadt auch wieder kommen wolle. Auf ein paar Kölsch mit Rievkoche und für zum Klönen über alte Zeiten. Da habe ich jedenfalls kapiert, dass der zweitägige Rummel für alteingesessene Veedelsbewohner ein echtes Hochamt ist, auf das sie sich schon Wochen vorher freuen. Und zumindest für die frisch ondulierten Damen tut es mir leid, dass in diesem Jahr das Wetter nicht so mitgespielt hat.

Mega-Event mit Hüpfburg

Der „Veedelsmarkt“, den die IG Severinstraße nun am letzten Samstag auf dem Severinskirchplatz veranstaltete, dürfte für die Damen jedenfalls kaum eine Alternative gewesen sein. Auch wenn die Frisuren sicherlich noch bestens in Schuss waren. Ein Kölsch- und ein Weinwägelchen, ein KVB-Infostand, ein Zelt, in dem sich ein paar Würste auf dem Grill langweilten und eine Hüpfburg für die Kinderchen. Mehr war da nicht. Die Zahl der Menschen, die sich auf bereitgestellten Bierbänken dieses spektakuläre Event nicht entgehen lassen wollten, hielt sich zumindest am Nachmittag auch ohne Regen doch arg in Grenzen. Was die Organisatoren eigentlich kaum verwundert haben dürfte. Schließlich hatten sie diese armselige Party mit dem komplett sinnfreien Titel „Markt“ vor Wochen mit ähnlichem Erfolg schon einmal veranstaltet.

Teelichtöfen gegen den Kältetod

Der Herbst ist da und schon droht der Winter. Spekulatius und Dominosteine lassen sich in den Supermärkten bereits käuflich erwerben, aber mit denen lässt sich ja kaum heizen. Und der drohende Kältetod treibt das Volk offenbar mächtig um. Unlängst ist ein Mann im Harz beim Versuch, seinen Tischkamin in Gang zu setzen, ums Leben gekommen. Eine Hauswand soll dabei auch noch zur Hälfte weggeflogen sein. Wie zu lesen stand, soll es sich bei dem explodierten Gerät um einen Ethanol-Kamin gehandelt haben. Die Dinger waren vor Jahren mal schwer in Mode und ich dachte eigentlich, sie seien längst verboten. Gibt´s aber immer noch zu kaufen. Beim Betrieb soll man aber wegen entfleuchender Gase unbedingt die Fenster weit aufmachen. Bringt also in puncto wohlige Wärme in der Bude eher wenig. Aber es vergeht kaum ein Tag, an dem mir nicht via Netz oder Druckerzeugnissen neue Survival-Tipps verabreicht werden. Um beim Kochen Strom zu sparen, rät man mir verstärkt zum „One-Pot-Cooking“. Kannte ich schon. Hab´s bisher nur uncool Eintopf genannt.

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Desweiteren soll ich mir eine Kochkiste bauen oder im Handel erwerben. Darin ließen sich, heißt es, allerlei Gerichte vom Risotto bis zum Gulasch nicht nur warmhalten, sondern nach kurzem Aufkochen ohne weitere Energiezufuhr fertig garen. Was ich zumindest bei diesen beiden Gerichten jetzt einfach mal nicht glaube. Und als der neue heiße Scheiß in Sachen Zimmerbeheizung werden jetzt überall Teelicht-Öfen angepriesen. Kann man sich als Bausatz kommen lassen oder aus zwei tönernen Blumentöpfen plus feuerfestem Untersatz selbst basteln. Das Prinzip: Man stelle vier bis fünf brennende Lichter unter die Töpfe und schon hat man die Bude über Stunden muckelig warm. So eine Art Kachelofen im Miniaturformat. Eine schöne, aber energietechnisch komplett unsinnige Vorstellung. Zudem habe ich mal auf einer Party erlebt, wie ein Tablett mit zwanzig bis dreißig Teelichtern durch übertretende Gase in einer Stichflamme zum Höllenfeuer wurde.

Cola in Flaschengärung

Aus der Rubrik „Lernen dank Wladimir“ habe ich jetzt mitbekommen, dass auch der Mangel an Kohlensäure der westlichen Welt indirekt mit dem knappen Gas zusammenhängt. Das wird massiv bei der Produktion von Düngemitteln benötigt und Kohlensäure entsteht dabei quasi als Nebenprodukt. Weshalb Bierbrauer, Brausefabrikanten und Sektproduzenten jetzt in Not sind. Kann ich persönlich mit leben. Nehme ich alles nicht zu mir. Wobei ich mich allerdings schon frage, wie es künftig um die Cola-Giganten bestellt sein wird. Hefe zusetzen und auf Flaschengärung umstellen? Dann all die Millionen Flaschen täglich per Hand umdrehen? Aber auch dafür gibt’s ja inzwischen Maschinen. Vermutlich werden die Unternehmen aber einfach ihre Produktionsstätten in Russland und China auf Hochtouren laufen lassen.

Text: Reinhard Lüke

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