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Südstadt

„In einem Jahr sind wir das Non-Plus-Ultra“

Dienstag, 4. September 2018 | Text: Markus Küll | Bild: Oliver Köhler

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Beim Ortstermin mit Jonas haben wir versucht zu verstehen, warum ein globaler Anbieter, dessen Exit im letzten Jahr mehr als eine Milliarde Dollar wert war, in Köln einen guten Markt sieht. Und wir haben bei der Stadt Köln nachgefragt, wie sie den Leihrad-Boom beurteilt.

Trifft man Jonas Meynert, den für Köln zuständigen Operations-Manager von Mobike, merkt man: der ist begeistert. Begeistert von Köln, begeistert vom Thema „Urbane Mobilität“ und von Mobike, dem chinesischen Leihrad-Anbieter, der mit seinen orangenen Fahrrädern jetzt auch in der Südstadt vertreten ist. Von den „nachhaltigen, pragmatischen“ Mobike-Fahrrädern, wie Jonas die Mobikes beschreibt, gibt es weltweit einige: Laut Aussage des Unternehmens betreibt Mobike schon jetzt mehr als 6 Millionen Leihräder in zweihundert Städten weltweit.

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Globale Power für die Südstadt

Genau diese globale Power sieht der 28-jährige, der in London und in Hangzhou Business studiert hat, als den großen Vorteil des internationalen Anbieters: „Wenn Touristen nach Köln kommen, finden sie hier ein Rad, das sie aus vielen anderen Städten weltweit kennen!“ Also ungefähr so, als würde Starbucks als Marke statt Kaffee Leihräder anbieten…

Und bei Leihrädern soll es laut Jonas nicht bleiben. Beim Spaziergang über den Chlodwigplatz schwärmt der Neu-Kölner von den Innovationen, die aus China kommen: E-Bikes oder auch Elektroroller. Und in der Tat sollen in China bald die ersten E-Bikes rollen – das Design stammt von einem Amsterdamer Design-Büro.

mobike Köln

Wenn das Kölner Experiment für Mobike erfolgreich, also profitabel sein soll, muss es gelingen, den anderen Anbietern Kunden auszuspannen. Am Fahrrad-Stellplatz am Kreisverkehr sieht Jonas dementsprechend sehr viele Bikes der anderen Kölner Anbieter, vor allem Fordpass. Und natürlich weiss Jonas, dass die lokalen Anbieter für KVB-Abonnenten und Studenten zumindest in den ersten 30 Minuten kostenlos sind. „Kein Problem“, findet Jonas, der glaubt, dass der bessere Service und die „Überall-Verfügbarkeit“ für Mobike den entscheidenden Unterschied machen werden. „Wir stellen die Fahrräder da hin, wo die Leute sie brauchen“.

Stadt Köln sieht Leihrad-Situation entspannt

Kein Problem – das findet auch die Stadt Köln, die wir nach ihrer Einschätzung der aktuellen Leihräder-Situation rund um Chlodwigplatz, in der Innenstadt und in Ehrenfeld gefragt haben. „Als radverkehrsfördernde Maßnahme werden Fahrradverleihsysteme positiv bewertet. Es ist darauf zu achten, dass die Anzahl an Leihrädern in der Stadt in einem verträglichen Maße bleibt, damit die öffentliche Ordnung und somit die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmenden aufrecht erhalten bleibt.“, sagt Jürgen Müllenberg vom Presseamt auf die Anfrage von meinesuedstadt.de Er geht davon aus, dass zumindest mittelfristig keine weiteren Anbieter dazu kommen:“ Aktuell liegen keine Anfragen vor.“

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Wieviel Räder braucht die Stadt?

Aber wie viele Leihräder verträgt denn die Südstadt oder Köln insgesamt? Hier gibt es von der Stadt keine genauen Vorgaben: „ Genaue Zahlen lassen sich hier nicht beziffern. Dies hängt von vielen Faktoren ab, bspw. der Kfz- und Fahrradbesitzquote der Haushalte oder der Touristenzahl. Auf der anderen Seite sorgen die Ausgestaltungen der Tarifstruktur der einzelnen Anbieter zu unterschiedlichen Nutzungseffekten, die die Verwaltung nicht beeinflussen kann.“ Aktuell, so Jürgen Müllenberg, sieht die Stadtverwaltung die reine Anzahl der Leihräder nicht kritisch.

Gute Nachrichten für Jonas Meynert, der für Köln noch große Pläne hat und den ersten Standort in Deutschland als Vorbild nimmt. „In Berlin sind wir schon Marktführer – das ist auch für Köln unser Ziel! Ich fände toll, wenn die Kölner in einem Jahr sagen, daß wir das Non-Plus-Ultra sind.“ Sein persönliches Ziel ist aktuell aber, seine neue Heimat kennenzulernen. meinesuedsadt.de konnte dabei schon mal helfen: seit dem Spaziergang rund um den Chlodwigplatz weiss Jonas, was sich hinter dem zuvor für ihn rätselhaften Begriff „Veedel“ verbirgt.

Sagt uns, wo Ihr Leihräder braucht!

Liebe Leser/innen von meinesuedstadt: wo fehlen Euch aktuell Leihräder? Wann und wo würdet ihr gerne die Räder von den Kölner Anbietern zur Verfügung haben? Postet Eure Vorschläge – wir leiten das an die Anbieter weiter.

Text: Markus Küll

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Kommentare

  • Dominik sagt:

    An sich sind die Leihräder eine gute Sache, die die zukünftige Mobilität durch verschiedene Verkehrsmittel schon heute etwas erlebbar machen. Klar, es gibt an manchen Ecken ein Platzproblem. Hier muss die Stadt durch die Umwidmung von Parkplätzen eventuell mehr Platz für Abstellmöglichkeiten schaffen. Die Konzepte von KVB sind Ford werden aber schon eine Herausforderung für mobike sein, die meistens nicht einmal eine Gangschaltung haben. Auf die Stationen vom Fordbike kann man sich mehr verlassen als auf überall stehende KVB Bikes oder mobikes. Jedoch muss man dann auch immer schauen, wo die nächste Station ist – was wiederum unflexibel ist. Vom Preis her sind alle ja mehr oder weniger gleich, weshalb ich gespannt bin, ob es wirklich diese eine Firma gibt, die sich in Zukunft durchsetzen wird.

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