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Gesellschaft

„Keine besonderen Vorkommnisse!“ Polizei weiß nichts von ihrem Großeinsatz im Veedel

Montag, 18. Januar 2016 | Text: Stefan Rahmann | Bild: Stefan Rahmann

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Am Freitag (15.01.2016) gegen 22 Uhr war die Südstadt plötzlich voller Polizisten. Mannschaftswagen auf dem Chlodwigplatz und rund um die Bananenrepublik auf dem Kreisel Bonner/Teutoburger Straße. Was war los? Eine Gruppe von rund 20 jungen Erwachsenen zog singend über die Bonner Straße. Es hieß, auch das „Trömmelche“ sei mitgegangen. Das alles versetzte unsere Polizei in Alarmzustand. Ein Polizeisprecher fand am Sonntag in seinem Computer allerdings auf Nachfrage von „Meine Südstadt“ „beim besten Willen“ keinen Eintrag wegen eines Einsatzes am Freitagabend in der Südstadt. Wenn dort ein großer Polizei-Bus gesehen worden sei, wäre der wahrscheinlich eingesetzt worden, um Polizeieinheiten von A nach B zu transportieren. Ansonsten in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Südstadt: „Keine besonderen Vorkommnisse.“

Wir haben mit einer Südstädterin gesprochen, der das Ganze ziemlich merkwürdig vorgekommen ist. Die 18-jährige Schülerin eines Südstadt-Gymnasiums stand in einer Gruppe von sieben Freundinnen und Freunden an der Haltestelle Chlodwigplatz und wartete auf die Bahn. Hier ihr Bericht:

„Wir standen da und wollten in Richtung Ubierring fahren. Plötzlich wurden wir von etwa 15 Polizisten umringt. Wir mussten uns breitbeinig mit den Armen an die Wände der Unterstände stellen und wurden abgetastet. Wir Frauen auch an den Brüsten und zwischen den Beinen. Ich natürlich von einer Frau. Nichts gefunden. Das alles geschah in einer sehr feindseligen Atmosphäre. Danach wurde der Inhalt meiner Handtasche überprüft. Auf meine Frage, was das Ganze denn solle, schließlich hätten wir nichts gemacht, lautete die Antwort: ,Sie passen ins Täterprofil‘. Auf meine Frage, welche Straftaten 18-jährige Schülerinnen in der Südstadt denn typischerweise begehen, antwortete niemand. Ich habe gesehen, dass auf der anderen Seite des Bahnsteigs die Leute genau wie wir kontrolliert wurden. Jedem von uns wurde ein Schild mit einer Zahl in die Hand gedrückt. Wir wurden damit fotografiert, nachdem man unsere Personalien aufgenommen hatte. Das Ganze dauerte über eine Stunde. Als wir endlich alles überstanden hatten, kriegten wir alle noch Platzverweise. Die galten für die Südstadt und die gesamte Altstadt. Sollte man uns dort noch einmal antreffen, würden wir die Nacht in einer Arrestzelle verbringen.“

Und jetzt? Ich meine, wenn das keine besonderen Vorkommnisse sind, möchte man lieber nicht in der Nähe sein, wenn wirklich mal was vorkommt. Wie zum Beispiel Karneval? Da stehen wir alle auf der Straße und singen Lieder. Und die Prognose ist nicht sehr gewagt: Viele von uns sogar vermummt. Das kann ja heiter werden.
 

Text: Stefan Rahmann

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