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Südstadt

Keine Mettbrötchen mehr zum Frühstück

Dienstag, 29. Oktober 2019 | Text: Reinhard Lüke | Bild: Oliver Köhler

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Wer auf der Merowingerstraße seinen Hunger stillen will, hat kein Problem, allenfalls die Qual der Wahl. Eine überaus traditionsreicher Laden steht den Hungrigen seit kurzem allerdings nicht mehr offen.

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Der „Imbiss Schmidt“ hat dicht gemacht. Im Fenster bedankt sich Betreiber Pascal Schmidt für die lange Treue seiner Kunden und teilt mit, dass er ab sofort nur noch Catering- und Partyservice im Angebot hat. Der Dienstleister firmiert nach wie vor unter dem Namen „M. Schmidt“. Das M steht für Matthias Schmidt, der die Metzgerei vor 75 Jahren an einem anderen Standort in der Südstadt eröffnete.

„Gutbürgerlich“ verliert gegen „hip“

Seit 1955 befand sich das Geschäft dann in der Merowinger Straße. Zunächst als reine Metzgerei, irgendwann kam ein täglicher Mittagstisch hinzu. Die Küche bot, was man landläufig „gutbürgerlich“ nennt: Schnitzel, Braten, Frikadellen. Jahre später gab es dann auch Frühstück. Wer bereits zu seinem Morgenkaffee ein Mettbrötchen verputzen wollte, der war bei Schmidt richtig. Ab 2004 mussten die SüdstädterInnen dann am heimischen Küchentisch auf Fleisch und Wurst aus der Traditionsmetzgerei verzichten, die sich fortan auf den Betrieb des Imbisses konzentrierte. Der sah sich allerdings in den letzten Jahren zunehmend der Konkurrenz all´ der Edelbratereien ausgesetzt, die sich in der Südstadt breitgemacht haben. Bei Schmidt versuchte man zuletzt, sich dem Trend anzupassen, nahm Burger oder gar Vegetarisches ins Angebot auf, aber geholfen hat das nicht mehr.

Catering Schmidt nur noch übergangsweise

Den Coolness-Faktor für Hipster und Nerds konnte das Unternehmen offenbar nicht erreichen. Bei Schmidt traf sich morgens und mittags eine bunte Südstadt-Mischung aus Jung und Alt, die einfach nur ihren Hunger stillen wollte. Jakob Schmidt, Vater des aktuellen Betreibers, erklärte, dass es wohl auch das Catering-Unternehmen an dieser Stelle nicht mehr allzu lange geben werde: Sein Sohn wolle sich völlig neu orientieren. In die Geschäftsräume werde wahrscheinlich ein anderes Imbiss-Unternehmen der gehobenen Kategorie einziehen. Auch wenn da noch nichts unterschrieben sei.

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Steht also zu befürchten, dass im Veedel bald eine weitere Futterkrippe für den vollen Geldbeutel eröffnet wird. Mettbrötchen zum Frühstück sind an diesem Standort jedenfalls Geschichte.

Text: Reinhard Lüke

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