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Kultur

Kölns schönstes Märchen

Donnerstag, 9. April 2015 | Text: Gastbeitrag | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Kölns schönstes Märchen ?metropol Theater-Intendantin Mareike Marx lebt mit ihrer Spielstätte einen realen Traum??.

 

Am 12. März 2011 trat Mareike Marx mit dem ersten Stück ihres metropol Theater in die Öffentlichkeit. Als jüngste Theaterintendantin Deutschlands wagte die damals 26-jährige Schauspielerin, Regisseurin und Neu-Unternehmerin den Schritt auf das dünne Eis der freien Theaterszene, die innerstädtisch zwar hohe Beachtung, in Relation zu den Bühnen der Stadt Köln jedoch eine geringe Förderung erhält. So stellt die Kommune ihrer Oper, dem Schauspielhaus und dem Puppentheater ein jährliches Budget von rund 52 Millionen Euro zur Verfügung. Vergleichsweise gering fallen dagegen die Fördermittel für die mehr als 40 freien Theater und freien Ensembles aus, die zusammen circa 1,8 Millionen Euro erhalten.

 

Um  Illusionen und Abhängigkeiten frühzeitig den Korb zu geben, entschied sich Marx zu einem Verzicht auf derartige Zuwendungen. Darüber hinaus initiierte das Team die Reihe „Kunst ist Lebensmittel“, um Kindern aus einkommensschwachen Familien einen  kostenlosen Theaterbesuch zu ermöglichen. Neben Märcheninszenierungen für junge Gäste erweiterte das Haus sein Repertoire sukzessive um Erwachsenenproduktionen und kann mittlerweile auf ein treues Publikum zählen. Bezahlt werden die aktuell elf Ensemble-SchauspielerInnen sowie das technische Personal und Musiker Michi Hendrix ausschließlich aus den Einnahmen über die Eintrittskarten (Preise für Kinder von 8€ bis Erwachsene 16€) und Vermietungen der Spielstätte. Generell arbeiten MitarbeiterInnen in der freien Theaterszene für deutlich geringere Löhne als die Akteure an den städtischen Bühnen – Idealismus und Herzblut spielen hier die Hauptrollen.

 

Meine Südstadt unterhielt sich mit der Theaterleiterin unmittelbar nach der Premiere zum neuen Stück „Mina und das Kugelrüh“ über die Realität in der häufig als romantisch verklärten Theater-Welt.

Meine Südstadt: Herzlichen Glückwunsch zum vierten Geburtstag der Spielstätte, Mareike.?

Mareike Marx: Danke schön!?

 

Meine Südstadt: Euer neues Stück setzt die Tradition einfühlsam erzählter Produktionen fort, die Humor und Tiefgründigkeit besitzen. Wie lange habt ihr an Umsetzung gearbeitet?

?Mareike Marx: Das freut mich, zu hören. Es waren ungefähr vier Wochen, die in die  Produktion eingeflossen sind.

 

? Da habt ihr nicht viel Zeit gehabt. Umso erstaunlicher ist die Qualität der Inszenierung. ?

Danke für diese Einschätzung.?

 

Um allzu hohe Produktionskosten zu vermeiden, macht ihr vieles in Eigenregie, stellt beispielsweise die Kostüme selbst her und macht die szenische Ausstattung. War das auch diesmal der Fall?

?Richtig. Wir haben alles selbst gebaut und genäht, natürlich auch das Kugelrüh. Die Gestaltung der Puppe war dabei die größte Herausforderung.

 

?Du hast neulich auf Facebook gepostet, dass du überwältigt davon bist, mit der Spielstätte das vierjährige Bestehen zu feiern. Wie fällt deine Bilanz für die letzten Jahre aus??

Ich bin einfach glücklich, so glücklich und stolz auf meine Mitarbeiter, die alle an einem Strang ziehen.

 

?Gibt es neben all den positiven Erlebnissen auch Enttäuschungen??

Nein. Bislang eigentlich nicht.

 

Wirst du auch zukünftig auf das Konzept der vollständigen Eigenfinanzierung setzen??

Ja. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass sich dieses Prinzip immer mehr verfestigt. Auch heute waren wieder viele Leute bei der Vorstellung, die schon ganz oft bei uns waren. Das bestätigt mich in meiner Auffassung, dass unser Theater auch ohne den finanziellen Support der Stadt existieren kann. Jetzt sogar mehr denn je.

 

Ein wesentliches Element eurer Stücke ist das Wesen des Märchens. Dennoch kam es auch schon zu experimentellen Inszenierungen, wie beispielsweise „Prometheus“. Wie offen bist du für neue Einflüsse?

?Ich bemühe mich, da flexibel zu sein. Aber ich schaue genau hin, ob die Stoffe zu unserem Leitfaden passen. Wir sind ja kein großes Haus, das viele verschiedene Sparten anbieten kann. Im Gegenteil sind wir eine kleine Stätte. Ich möchte hier nicht alle Dramen-Bereiche abdecken. Als Schauspielerin macht es mir dagegen Spaß, auch vollkommen  abgefahrene Rollen zu spielen, aber das würde ich nicht unbedingt hier machen. ?

 

Was können die Zuschauer zukünftig vom metropol Theater und dir erwarten??

Zum einen möchte ich meiner Linie treu bleiben und in den Stücken die Nähe zu den Theatergästen aufrechterhalten. Ein ganz wichtiges Projekt und zudem eine große Herausforderung wird die Übernahme der Freilichtspiele auf Burg Satzvey ab im kommenden Sommer darstellen. Darauf freue ich mich riesig. Dort spielen wir „Dornröschen“ in einer ausgedehnten Fassung, die nicht vergleichbar mit der kammerspielartigen Produktion im metropol Theater ist.?

 

Herzlichen Dank für das Gespräch, Mareike.?

Sehr gerne.

 

Thomas Dahl

Text: Gastbeitrag

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