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Südstadt

Mit Glühwein wandern im Veedel

Donnerstag, 3. Dezember 2020 | Text: Kendra Dana Roth | Bild: Noémi Itgen

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Die Weihnachtsmärkte fallen aus, das Kölsch gibt es nur noch zu Hause statt in der gewohnten Lieblingskneipe, und die Welt steht still. Doch was wäre die Corona-Zeit ohne kreative Ideen? Besonders Selbstständige, zum Beispiel die Gastronomen, leiden stark unter der Pandemie:

Neben der Miete für den Laden und den MitarbeiterInnen, die bezahlt werden müssen, bleiben noch die privaten Lebenshaltungskosten. Und die so genannten Novemberhilfen lassen auf sich warten. Doch hier im Veredel gibt’s aktuell einen weiteren Lichtblick, auch im Sinne von „Support your locals“-: Die Glühweinwanderung, auf die man sich sogar in mehreren Stadtvierteln machen kann.

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Das neue Konzept wird gut angenommen und an den kommenden Wochenenden weiter gewandert. Zwar ersetzt das nicht die kölsche Kneipenkultur, gibt uns aber dennoch Hoffnung, Freude, ein kleines Beisammensein inklusive Umtrunk und: Wir können unsere GastronomInnen unterstützen!

Kein Spaß ohne Regeln

Doch natürlich gelten auch weiterhin die Corona-Schutz-Regeln. Hier nochmal eine kurze Zusammenfassung für ein korrektes Corona-Verhalten in bezug auf das Glühweinwandern:

Treffen in der Öffentlichkeit mit einem weiteren Haushalt. Maximal fünf Personen, Kinder bis einschließlich 14 Jahren zählen nicht. Maskenpflicht: Drinnen und draußen, wo Menschen lange zusammen verweilen. Zum Beispiel vor Geschäften, öffentlichen Plätzen und auch Parkplätzen.
Mindestabstand von 1,5 Meter

Lasset das Wandern beginnen!

Wir sind an einem Samstag um 18 Uhr mal selbst wandern gegangen, um uns ein Bild von der aktuellen Lage zu verschaffen. Unsere erste Station war die Bagetelle. So leer wie an diesem Samstag ist es am Tag zuvor nicht gewesen. Schon einen Abend nach der Eröffnung der Glühweinwanderung beschloss daher das Team der Bagetelle, den Verkauf wieder einzustellen. Hier ein kleiner Auszug aus dem Facebookpost des Gastronomen Daniel Rabe:

Eine Mitarbeiterin erzählte uns von einer Schlange, die von der Bagatelle-Eingangstür die Darmstädter Straße entlang bis hin zum Lokal Libelle ging. Dabei wurde die 5 Personen-Regel gerne mal missachtet. Der Verkaufs-Stopp folgte laut Bagatelle also, damit sich die Lage beruhige. Ob und wann der Glühweinverkauf wieder aufgenommen werden kann, bleibt abzuwarten.

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Doch es kann auch funktionieren! In der Nähe des Mainzer Hofs haben wir zwei Ehepaare zur aktuellen Lage befragt. Hier wurde sich an die Zwei-Haushalte-Regel gehalten und der Glühwein wurde zwar nicht beim Wandern getrunken, aber mit genügend Abstand zu anderen Passanten und in mehr als 50 Metern Entfernung zum jeweiligen Lokal. Man spürte die Begeisterung für die Idee der Glühweinwanderung und die Dankbarkeit, da den Menschen das „Südstadtwochende“ mit den ganzen Kneipen, schon sehr stark fehle.

Gegen 19 Uhr beim Coellner an, wo noch fleißig aufgebaut und dekoriert wurde. Auch hier haben wir uns mit den MitarbeiterInnen unterhalten, die vom Bagatelle-Szenario des Vortags bis dato noch gar nichts wussten. Doch auch hier war das Entsetzen groß, auch aus Angst, dass weitere GastronomInnen den Verkauf einstellen müssen, wenn die Leute die Regeln weiter missachten.

Abstand bitte!

Vor der ELSA gab es eine lange Schlange, ein paar Menschen ohne Maske beim Anstehen, und auch die 50 Meter-Abstand-Regel wurde auch nicht von allen eingehalten. Wandern sieht anders aus. Eins steht fest: Die Südstadt benötigt sogenannte Ordner. Das Schnörres ging am Samstag mit einem guten Beispiel voran und positionierte einen Ordner direkt vor dem laufenden Betrieb. Es gab auch mittlerweile drei Fenster, damit eine große Schlange an nur einem Fenster vermieden wird. Der Ordner erklärte uns, dass sein Job nicht der angenehmste sei, aber notwendig. Man wolle nicht den „Spielverderber“ spielen.

Das Wochenende danach

Einwegbecher in der Kölner Südstadt soweit das Auge reicht und Mülleimer, die überquellen. Zurzeit ist kein Pfand beim To-Go-Betrieb erlaubt. Doch es gibt immer noch die Möglichkeit, seine Becher bis zum nächsten Mülleimer zu behalten, sie zu Hause zu entsorgen oder seinen eigenen Becher mitzunehmen.

Flammender Appell

Unser Fazit: Lasst uns aus einer gemütlichen Wanderung mit unseren Liebsten kein Happening wie offenbar am vergangenen Freitag veranstalten. Nehmt Eure eigenen Becher mit, tragt eure Maske überall (außer beim Trinken) und nehmt die Idee ernst und: Wandert! Geht gemütlich spazieren oder sucht eine Bank, die mindestens 50 Meter vom Lokal entfernt ist, und haltet vor allem einfach Abstand zu euren Mitmenschen!

Text: Kendra Dana Roth

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