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Gesellschaft Verkehr

Platz für Träume

Mittwoch, 14. September 2011 | Text: Doro Hohengarten | Bild: Tobias Dahm

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Der Chlodwigplatz kennt Dagmar Kutsch – das wird direkt klar, als ich die 53-jährige Pfarrerin zur Mittagspause im Ecco treffe. Kellner Stojan witzelt sie augenzwinkernd an, während er dampfenden Kaffee serviert, und von den Nachbartischen und Bürgersteigen grüßen ständig Gäste und Passanten herüber. Die Frau scheint die Richtige zu sein für ihren Job, denke ich und meine damit nicht die Kirchenkanzel und auch nicht das Berufskolleg im Zugweg, an dem Dagmar Kutsch Religion unterrichtet. Gemeint ist ihr ehrenamtlicher Job: Sie ist die Vorsitzende der Interessengemeinschaft Chlodwigplatz, die im Frühjahr 2011 gegründet wurde und mittlerweile über 40 Mitglieder zählt.

Frau Kutsch – wie kamen Sie auf die Idee, den Chlodwigplatz zu retten?
Ich wohne am Anfang der Severinstraße und muss den Chlodwigplatz jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit überqueren. Seit 2005 der Bau der U-Bahn begann, sind nach Fertigstellung der Rohbauten die anliegenden Straßen, also die Severinstraße und die Bonner Straße, deutlich verschönert worden. Nicht so dieser Platz – der sieht mittlerweile seit sechs Jahren alles andere als gut aus. Er ist kein Ort zum Verweilen mehr, sondern wird von den meisten Menschen nur noch möglichst schnell überquert, am liebsten ganz gemieden. Das war nicht immer so. Es gibt wunderschöne Bilder von früher.

Was sieht man auf diesen Bildern?
Es gab zahlreiche Sitzgelegenheiten. Man stand und saß dort, traf und unterhielt sich.

Wollen Sie das – eine Rückkehr in die gute alte Zeit?
Das nicht, aber es geht uns schon darum, diesen Gedanken wieder aufzugreifen. Unsere Vision geht in Richtung Umgebung Eigelsteintorburg oder Maternusplatz, den junge Studenten der Kunstgewebeschule und der Ingenieurschule mit frischen Ideen gestaltet haben.
Der Chlodwigplatz könnte ein Platz werden, der zum Beispiel nicht nur schwarz asphaltiert, sondern gepflastert ist, mit Bänken zum Hinsetzen, gerahmt von Straßencafés. Die Interessengemeinschaft setzt sich auch dafür ein, dass wieder ein Wochenmarkt stattfindet und dass es Feste, Großveranstaltungen auf dem Chlodwigplatz gibt, zum Beispiel auch einen Weihnachtsmarkt. Denkbar ist, dass wie einst auch wieder ein Gemüsestand an der Torburg steht – wie den „Finchen“-Stand, den es nach dem Krieg bis in die 80ern gab.

Reicht der Severinskirchplatz denn nicht aus – mit seinen
Weihnachtsaktionen und dem Öko-Markt?

Der ist nett, hat aber letztlich keine Treffpunktqualität. Der Chlodwigplatz als Knotenpunkt hingegen hat dieses Potenzial, wenn es dort erst einmal Ruheräume gibt, Sitzgelegenheiten, Orte, die zum Verweilen und Austausch einladen.

Es gibt sicherlich ein paar Einschränkungen für Ihr Vorhaben…
Auf einem Platz wie diesem müssen Flächen frei bleiben für den Notarztwagen, auch für den Rosenmontagszug, und die Sichtachsen von der Severinstraße durchs Tor stadteinwärts und stadtauswärts dürfen nicht eingeschränkt werden.

Das größte Hindernis ist aber die Zeitschiene der Stadt, die mit der Wiederherstellung der Oberfläche erst nach dem U-Bahn-Bau beginnen will. Während die KVB unterirdisch weiterarbeitet, wird oberirdisch schon an den meisten Orten der Stadt Verschönerung geleistet. Am Chlodwigplatz aber soll erst ab 2014 oder später die Oberfläche wieder hergestellt werden.
Das ist uns zu lang. Wir fordern, auch von der Politik, dass der Prozess beschleunigt wird. Der momentane Zustand ist nicht nur für die Menschen hier schlecht, sondern für die gesamte Infrastruktur und für die Geschäfte. Denn der Chlodwigplatz ist ein Eintrittstor in unsere Stadt. Zahlreichen Reisebussen vermittelt die Stadt den Eindruck einer Baustelle mit Campingidylle.

Wie sind Ihre Pläne für den südlichen Teil des Chlodwigplatzes, den
Kreisverkehr?

Noch in diesem Jahr beantragen wir eine Feinstaubmessung am Chlodwigplatz. Wenn sich der Verkehr die Bonner Straße hinunter bis bis zur Bananenrepublik oder sogar bis zum Großmarkt staut, dann hat das möglicherweise Folgen für die Luftqualität. Der Verkehr läuft aus unserer Sicht nach Rückbau des Kreisverkehrs nicht rund. Auch die Sicherheitslage muss verändert werden. Viele Passanten bemerken zum Beispiel nicht eine von rechts kommende Bahn, wenn gleichzeitig eine von links an ihnen vorüberfährt. Eine Bahn verdeckt die andere, und es gibt keinerlei Hinweise darauf – das ist extrem gefährlich.

Wie kann man die IG Chlodwigplatz unterstützen?
Indem man Ideen mit einbringt. Das geht per E-Mail, per Telefon, per Teilnahme an unseren Treffen. Demnächst gibt’s auch eine Website namens www.ig-gestaltungdeschlodwigplatzes.de. Und man kann unseren Verein als Mitglied unterstützen – mit 15 Euro im Halbjahr.

Text: Doro Hohengarten

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