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„Polterovend en d‘r Elsaßstroß“ – Neues Brauhaues „Johann Schäfer“

Montag, 30. Oktober 2017 | Text: Antje Kosubek | Bild: Tamara Soliz

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Die Südstadt wird demnächst um ein weiteres Brauhaus reicher sein. In der ehemaligen Spedition „Johann Schäfer“ in der Elsaßstraße 6 entsteht das neue gleichnamige Brauhaus. Dabei hat das „Johann Schäfer“ auch schon als Feierort eine lange Tradition, denn die Spedition öffnete früher für Polterabende in der Südstadt ihre Tore. Die Bläck Föss schrieben später darüber das Lied „Polteroven en d‘r Elsaßstroß“. 1974 fand erstmalig auf Initiative der Anwohner der Elsaßstraße ein kleines Straßenfest, die „Elsaß-Kirmes“ statt. Mitveranstalter damals ebenfalls die Spedition „Johann Schäfer“.

Für Till Riekenbrauk – Gastro-Unternehmer mit „Laden ein“ im Agnesviertel und frisch ausgezeichneter Preisträger für das beste „Gastronomie Konzept 2017“, sowie Gründer des „Street Food Festivals“ in Köln und Organisator diverser Street-Food-Festivals in Deutschland – und seine Mitstreiter Thomas Borninkhof und André Niediek mehr als ein Grund genug, hier inmitten der Südstadt ein Brauhaus zu etablieren.

 

„Meine Südstadt“ hat für Euch schon mal die Baustelle im denkmalgeschütztem Backsteinhaus von 1886 besichtigt: Durch die frühere Toreinfahrt der Spedition ist der Schankraum hell und groß. Die lange Theke umrandet die offene Küche und den Tresen. Auf der linken Seite führt eine Treppenleiter nach oben. Dort wird es einen weiteren kleinen Raum für private Feiern geben. Die Innenwände der Braustube wurden mit Sandstrahlern behandelt, so dass das alte Mauerwerk wieder sichtbar wurde. So wirkt das Brauhaus wie eine gelungene Mischung aus Modernität und alten Gemäuern.?

 

Was genau sich in Zukunft dort abspielen wird, erzählt Till Riekenbrauk.
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Zuerst die wichtigste Frage: Wann eröffnet ihr?
Wir planen, beziehungsweise hoffen, zum 11.11. aufzumachen. Nicht als offizielle Eröffnung, aber der 11.11. ist ja ein Samstag, und dann wäre es schön, wenn wir hier schon Karneval feiern könnten. Es hängt einfach davon ab, wie die Abnahmen der Stadt dann hier erfolgen. Ich habe in den letzten Monaten viel über die diversen Brandschutzvorschriften gelernt. Es ist immerhin ein denkmalgeschütztes Haus von 1886, da gelten besondere Anforderungen.
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Wer steht hinter dem Projekt Brauhaus „Johann Schäfer“?
Wir, das sind Thomas Borninkhof vom Cafe Bo in Klettenberg, André Niediek vom Maison Blue und ich. Wir wollten das zu dritt machen und jeder bringt seine Kompetenzen ein. Thomas war früher einmal Bauleiter und hat sich daher viel um den Umbau gekümmert, bei André dreht sich alles um die Küche und das Thema Bier brauen und ich bin für die Finanzen und das Marketing zuständig.
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Wie lange dauerte das Projekt von der Idee bis jetzt?
Zwei Jahre von der Idee an. Eigentlich suchte ich ein Lokal für unser Konzept ‚Laden ein‘. Dabei bin ich auf diese Immobilie gestossen. Wir haben viel Liebe und Engagement in das Projekt gesteckt und innen quasi alles neu und umgebaut. So lassen wir beispielsweise jeweils die Fliesen aus dem Hausflur und der Aussenfassade nachmalen und verlegen diese dann im Schankraum, damit der ursprüngliche Charakter des Gebäudes wiederhergestellt wird. Mitten im Raum gibt es eine Luke aus Panzerglas mit Sicht in den Keller, dort kann man dann die eigene Brauanlage sehen. Da fließen demnächst 500 Liter feinstes Kölsch direkt in die Gläser der Gäste. Denn wir brauen unser Bier selbst. Es wird aber auch Gaffel-Kölsch geben und eben das „Johann Schäfer Weizen“ oder ein „Johann Schäfer (Pils)“.
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Was ist das neue oder besondere an diesem Brauhaus?
Wenn wir uns beide in irgendeinem Brauhaus verabreden würden, dann könnten wir jetzt schon überlegen, was wir essen, ohne in die Speisekarte geguckt zu haben. Weil es doch überall gleich ist. Das wird bei uns anders sein. Klar, wird es auch traditionelle, kölsche Gerichte geben. Zudem wollen wir wissen, wo unser Fleisch herkommt und auch viel saisonal kochen. Die Tische werden im Schankraum hoch sein, damit man in gleicher Höhe wie am Tresen sitzt. Das wirkt sich dann insgesamt kommunikativer aus.
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Wie werden die Öffnungszeiten sein?
Wir planen zu Beginn wochentags um 17 Uhr zu öffnen und Samstag und Sonntag wollen wir schon vormittags mit einer netten Frühstückskarte starten. Aber auch nach den Küchenzeiten soll man bei uns noch ein Bierchen und leckere Kleinigkeiten aus der Fritteuse bekommen.
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Was ist mit dem FC? Verzichtet ihr auf Fußball und Fernsehen?
Ja, dazu haben wir uns bewusst entschieden. Es soll ein Brauhaus sein und keine Fußballkneipe. So gern ich selbst den 1. FC Köln gucke, finde ich es beim Essen dann doch störend, wenn der Nachbartisch im Fußballmodus ist. Außerdem gibt es im Viertel schon wirklich sehr schöne Fußballkneipen.
?(Bild rechts: Antje Kosubek)

Werdet ihr auch selbst hinterm Tresen stehen?
Keine Sorge, ich werde nicht kochen! Aber ich habe mir fest vorgenommen, jede andere Schicht immer mal wieder selbst zu belegen. Dabei fallen einem am besten Fehler oder Details auf, die man verbessern kann. Außerdem gibt es kein besseres Feedback, als direkt am Gast zu sein.
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Was für Biersorten wird es sonst noch geben?
Wir wollen uns da noch überhaupt nicht festlegen. André braut schon seit Jahren ‚hobbymäßig‘ sehr leckere Sude. Jetzt kann er sich auf unserer Mini-Anlage kreativ austoben.
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Gibt es auch Aussengastronomie? Wie viele Tische sind geplant?
Wir hoffen circa 20-30 Außengastronomieplätze genehmigt zu bekommen. Aber auch das liegt leider nicht ganz in unserer Hand. Wir haben auf jeden Fall ein bisschen Platz vor der Tür und die Abendsonne auch.
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?Wir danken für das Gespräch!

 

Text: Antje Kosubek

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