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Gesellschaft

Robert Habeck persönlich: Salon, made in Südstadt

Montag, 19. April 2021 | Text: Judith Levold | Bild: Verlag Kiepenheuer&Witsch/Judith Levold/dassalonfestival

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Claudia Bousset arbeitet als Geschäftsführerin des Salonfestival, ihr Büro liegt im Rheinauhafen

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Vor ein paar Jahren schon hatte sie den „Salon“ als Format für gesellschaftliche Debatten zu Politik, Kunst und Kultur wiederentdeckt und weiterentwickelt.

Claudia Bousset begrüßt zum Salon – irgendwann auch wieder so: Analog.

Spannende KünstlerInnen und Kluge Köpfe in heimischen Wohnzimmern, Gärten oder Küchen von salonwilligen GastgeberInnen: Das Salonfestival. Am Sonntagabend zu Gast im -natürlich- virtuellen „Salon“, einem Zoom-Meeting, für das es auch die Tickets im Netz gab: Robert Habeck, Bundesvorsitzender der GRÜNEN.

Robert Habeck live – die Arbeit als Bundesvorsitzender habe sein Leben verändert: „Journalisten mal am Küchentisch begrüßen“ – das gehe nicht mehr. Und auf Fragen, wie „Wie fühlen Sie sich jetzt“ antworte er nicht mehr!


Louise aus Göttingen, 19 Jahre alt und im Jugendformat des Salonfestivals aktiv

Dieser Salon digital war ausverkauft, mit dabei viele Jugendliche und junge Erwachsene, denn schon in die Organisation waren Mitglieder des Salon-Formats „Jugend im Dialog“ eingebunden. Und so sprach dann auch die 19jährige Louise Velsen-Zerweck, nach der Begrüßung durch Moderatorin Desirée Behrendt, den GRÜNEN-Chef als Erste an: Ein paar blitzschnelle A oder B-Fragen, die Habeck ohne Zögern beantwortete. Bei „Söder oder Laschet?“ kam sofort: „B“, statt Wein lieber „Flens“ und statt veganer Wurst eher gar keine.

Moderierte zusammen mit den jungen Erwachsenen diesen Habeck-Salon: Désirée Behrendt

„Aber wir stellen hier nicht die „K“-Frage und wollen Sie auch nicht durch das grüne Wahlprogramm hetzen“ machte Salonmoderatorin Behrendt schon zu Beginn klar, hier wolle man die Chance nutzen, „gesellschaftliche Fragen, die uns alle betreffen“ zu erörtern und auf Habecks neues Buch „Von hier an anders: Eine politische Skizze“ einzugehen

Paradox der politischen Moderne

Und genau das passierte dann auch reichlich. Schon zu Beginn der Corona-Pandemie, im Nachtzug von München nach Berlin, habe ihn dieser Satz „Die Krise ist die Stunde der Exekutive“ beschäftigt, und er habe mit dem Buch der Frage nachspüren wollen, wo Politik, die verändere, erfolgreich sein könne. Denn viele Probleme, die wir heute haben, vor allem mit dem Klimawandel, seien nicht deshalb da, weil zum Beispiel die Landwirte alles falsch machten, im Gegenteil: Weil sie so erfolgreich, so effizient, so leistungsstark seien, seien eben nachhaltige, System-immanente Probleme entstanden. Das „Paradox der politischen Moderne“ nennt er das in seiner Schrift.

Robert Habeck im Salon digital – vor Grün in der Parteizentrale sprach er anderthalb Stunden mit dem Salonpublikum im Netz

Weiteres Beispiel, das Habeck anführt: Wegen des Bildungserfolgs, also der Tatsache, dass seit Jahrzehnten zunehmend mehr Jugendliche eines Jahrgangs Abitur machten und studierten, habe man nun den misslichen Umstand, dass im Bundestag nur noch AkademikerInnen säßen – dies bilde aber nicht die Gesellschaft ab und als GRÜNER wünsche er sich deshalb auch unbedingt so genannte Bürgerräte, Gremien aus etwa 200 zufällig gelosten BürgerInnen, die dann eben über „Themen wie Mindestlohn oder: Wieviel Wahlbezirke sollen wir in Deutschland haben?“ debattieren und mit ihren Ergebnissen beraten können. Politik müsse genau so etwas neu ordnen, den Rahmen dafür geben, auch dafür, dass etwa Umwelt- und Naturschutz und Produktivität der Landwirtschaft keine Gegensätze mehr blieben.

Sofortmaßnahmen

Die Frage, welche Maßnahmen er denn für sofort, also JETZT! umsetzbar hielte, kämen die GRÜNEN im kommenden September in die Regierungsverantwortung, beantwortete Robert Habeck nicht nur mit „Tempolimit“, sondern auch zum Beispiel so: „Was sofort machbar wäre, ist, weitere Flächen für Erneuerbare-Energie-Produktion zu nutzen. Es gibt sehr großen Flächen, die bereits freigegeben sind genehmigungstechnisch, wo aber noch andere Interesse drüber liegen. Zum Beispiel von der Flugsicherung. Da geht es um bestimmte Kleinflugzeuge, damit die den Flughafen ansteuern können, solche Flieger gibt es aber fast gar nicht mehr, die das brauchen und die paar, die es noch gibt, die müssten dann, ginge es nach mir, eben am Boden bleiben – damit wir diese Flächen bekommen für die Herstellung von erneuerbaren Energie.“ Das sei direkt umsetzbar – für die größeren politischen Wandlungsprozesse brauche man aber tatsächlich mehr Zeit. Und egal, ob er oder Annalen Baerbock nun KanzlerInnenkandidatIn würden: Sie arbeiteten auch weiterhin als starkes Team gemeinsam für den Wandel mit den GRÜNEN – zusammen.

Salon für Kulturhungrige

Und auch das Salonfestival macht weiter, es will, so auf der Homepage zu lesen: Kultur leben. Gesellschaft gestalten.
engagiert // gemeinnützig // bundesweit
Schon am Dienstag, den 20.04. geht es in den nächsten Salon digital, diesmal für alle, die kulturhungrig sind. Eingeladen hat Südstädterin Claudine Engeser, zu Gast ist der Schriftsteller Dimitrij Kapitelman mit seinem neuen Buch: Eine Formalie in Kiew. In diesem Roman erzählt Dimitrij Kapitelman nicht nur seine eigene Geschichte und die seiner versuchten Einbürgerung. Er erzählt auch die Geschichte seiner ukrainischen Eltern, die einst hoffnungsvoll beschlossen, nach Deutschland auszuwandern, aber dort nie richtig heimisch geworden sind. Dabei zeichnet er mit grandiosem Wortwitz, viel Selbstironie und hintergründigem Humor das traurig-skurille Bild seiner Famile und den Versuch, Nationalitäten zu überwinden. Tickets sind noch zu haben.

Text: Judith Levold

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