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Gesellschaft Umwelt

Sieben Jahre Glück in der Bananenrepublik

Montag, 26. September 2016 | Text: Stefan Rahmann | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Seit sieben Jahren gibt es die Bananenrepublik auf dem Kreisel mitten auf der Kreuzung von Teutoburger und Bonner Straße. Am Mittwoch wird das gefeiert. „Meine Südstadt“ gratuliert dem Präsidenten. Fast ganz unkritisch.

Ist das jetzt wirklich schon sieben Jahre her? Man mag es kaum glauben. So lange existiert die Bananenrepublik schon. Damals hatte „El Presidente“, in seinem vormals bürgerlich-demokratischen Leben als Michael Kiefer bekannt, damit begonnen, die Auto-umtoste Fläche aufzuhübschen. Mit Bananenpflanzen, wie es sich für eine Republik gleichen Namens gehört. Sehr geehrter Herr Präsident, gibt es so etwas wie ein Staatsziel? Seine Exzellenz ist um die Antwort nicht verlegen: „Ich habe hier keine politischen, kulturellen oder sozialen Absichten. Ich mache das einzig und allein für ein Lächeln der Menschen.“ Das ist ein Alleinstellungsmerkmal. Denn viel zu lächeln haben die Menschen in anderen Bananenrepubliken ja eher nicht.

Aber was ist denn eigentlich eine Bananenrepublik? Das weiß Wikipedia. Bananenrepublik ist die abwertende Bezeichnung für „Staaten, in denen Korruption und Bestechlichkeit vorherrschen, deren Rechtssystem nicht funktioniert, wirtschaftliche oder politisch-moralische Verhältnisse von Ineffizienz und Instabilität geprägt sind oder in denen staatliche Willkür herrscht oder denen diese Eigenschaften zugeschrieben werden.“ Ja, Uff! erstmal. Das sitzt. Aber passt es auch?  Das Rechtssystem in der Südstadt-Bananenrepublik funktioniert ausgezeichnet. Alle Streitigkeiten mit den örtlichen Einzelhändlern wegen der ästhetischen Gestaltung der Insel wurden bislang im Vorfeld von Prozessen einvernehmlich beigelegt. Ineffizienz? Von wegen. „El presidente“ opfert sich von Beginn an ehrenamtlich. Das ist effizient. Für die Republik und das Volk. „El presidente“ hat sogar die bislang mehr als 80 geklauten Gießkannen mit eigenem Geld ersetzt. Und die Stauden bezahlt, wenn sie nicht gespendet wurden. Politisch-moralische Verhältnisse? Gibt es in dieser Republik nicht. Sind damit also so indiskutabel wie staatliche Willkür. Kann doch jeder sehen, dass auf dem Kreisel niemand irgendwelchen Repressalien ausgesetzt ist. Korruption, Bestechlichkeit? Der Präsident erzählt. Engstirnig die, die glauben, es sei verwerflich, dass Bayer die Bienenweide rings um die Republik bezahlt hat und der Konzern an anderer Stelle mit seinen Neonikotinoiden ganze Völker auslöscht. Bienenweide – sieht gut aus, macht keine Arbeit und das Volk lächeln. Effizienz, was willst Du mehr?  

Am Mittwoch, 28. September 2016, wird Geburtstag gefeiert! Ab 19 Uhr erwartet „El presidente“ seine Gäste und sündhaft überteuerte Geschenke etwa in Form von Stauden und Palmen. Man trifft sich an der Insel. Und dann kann man mal in Ruhe über alles reden bei ein, zwei oder mehr Gläschen. Dazu der Präsident: „Kommt darauf an, wie viele Ihr mitbringt.“
 

Text: Stefan Rahmann

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