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Gesellschaft Kultur

Sozialer Demokrat

Montag, 25. Februar 2013 | Text: Nora Koldehoff | Bild: Karsten Schöne

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Der Produzent, Musikverleger und Organisator der Initiative „Arsch huh, Zäng ussenander“ Karl-Heinz Pütz ist am vergangenen Freitag gestorben. Kritik und Fragen wurden ihm für sein jüngstes Anliegen entgegen gebracht, weil er sich mit anderen gegen den Bau eines Jüdischen Museums in der Innenstadt ausgesprochen hatte. Wer Karl-Heinz Pütz nur ein wenig kannte, wusste aber, dass dahinter weder – wie manche böswillig unterstellen wollten – linker Antisemitismus noch Kulturfeindlichkeit stand. Pütz ging es darum, auf die Folgen hinzuweisen, die weitere unkalkulierbare Großprojekte für das Kölner Gemeinwesen haben würden: Das Geld, das die Stadt dafür – auch für die Kultur – ausgibt, würde an anderer Stelle fehlen: beim Ausbau der Stadtgesellschaft als sozialer und demokratischer Gemeinschaft. Das war der Gedanke, der hinter so vielen seiner Projekte steckte: Wie kann es gelingen, in einer städtischen Gesellschaft, die immer stärker vom Gegensatz zwischen Arm und Reich geprägt ist, einen letzten Rest von sozialer Gerechtigkeit zu bewahren. Im Alter von 58 Jahren ist Pütz nun gestorben. Seine Aufgabe müssen andere fortsetzen, seine Fragen andere stellen.? 

 

?Als Wirt im Chlodwig-Eck hatte Pütz begonnen, wenige Zeit später führte es den Musikcklub „Luxor“. Er betrieb er das Plattenlabel „Chlodwig-Music“, organisierte das Kölner Ringfest und arbeitete zuletzt als Verlagsleiter eines Hörbuchverlags. Seine Affinität zur Musik, aber auch sien soziales Engagement trieben ihn an. Einer größeren Mehrheit wurde er vor allem durch die Organisation des Kundgebung „Arsch huh, Zäng ussenander“ bekannt. Diese war zunächst von Skepsis begleitet, erwies sich aber, auch in ihrer Wiederholung, noch einmal als ein Beleg dafür, dass es in einer deutschen Großstadt auch möglich ist, die sonst schweigende Mehrheit zum Sprechen zu bringen – oder wenigstens zum Singen. ?

 

Dass er Krebs hatte, wusste Pütz seit etwa einem Jahr. Noch kurz vor der Großkundgebung hatte er gehofft, die Krankheit sei besiegt. Sie war es nicht. Wegen einer Infektion musste er nun in ein Krankenhaus. Dort starb Karl-Heinz Pütz am vergangenen Freitag.

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Text: Nora Koldehoff

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