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Kultur Neuigkeiten

Sprudelzeit…

Montag, 6. Juni 2011 | Text: Judith Levold | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Endlich hat sie es geschafft: Baudezernent Bernd Streitberger höchstselbst findet den Weg in die Südstadt, genauer gesagt ins Schokoladenmuseum, wohin Judith Grümmer, gebürtige Südstadtpflanze und Tochter des 2008 verstorbenen Kölner Künstlers GRÜMMER, zusammen mit Museumsdirektorin Maria Mrachacz eingeladen hatte. Der Anlass sollte Herrn Streitberger Anlass zum Nachdenken geben, hat doch Frau Grümmer in Eigenregie und mit viel Hartnäckigkeit und Einfallsreichtum bereits 6000,- Euro gesammelt, um den vergammelten Opernbrunnen, 1966 von ihrem Vater als urbane Skulptur geschaffen, wieder sanieren zu lassen. In einer kleinen Feierstunde überreichte Judith Grümmer Bürgermeisterin Angela Spizig einen Scheck über die Summe, nicht ohne auf die Zweckgebundenheit hinzuweisen: während der geplanten Sanierung des Opernquartiers muss der Brunnen natürlich eingehaust, spricht geschützt, anschließend aufwändig restauriert werden. Verkalkte und inzwischen farblose Mosaike müssen gereinigt, die Lichtanlage erneuert und beschädigte Stellen repariert werden.

Opernbrunnen von Jürgen Hans Grümmer vor der Oper Köln.

 

Der Stadt fehlt für solcherlei Instandhaltung das Geld, und das betrifft nicht nur den Opernbrunnen, sondern einen Großteil der städtischen Brunnen, auch in der Südstadt. Zwar hatte Dezernent Bernd Streitberger noch vor Beginn der diesjährigen Brunnensaison im April am Rande der Ratssitzung vom 6. März gesagt: „Alle Brunnen sollen wieder sprudeln!“ (EXPRESS, 6.3.11) – seinerzeit war der Zustand des Kunstwerks Opernbrunnen desolat und der vieler anderer Brunnen ebenfalls. Doch daran hat sich bislang fast nichts geändert. Laut der jüngsten Brunnenliste von Mitte Mai, herausgegeben vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln, sind schon mal 20 der insgesamt 81 städtischen Brunnen „aktuell nicht betriebsfähig“, will heißen, dass sie so baufällig oder sanierungsbedürftig sind, dass dafür zur Zeit gar keine Mittel da sind.

 

Karl-Berbuer-Brunnen im Severinsviertel, von dem Bildhauer Bonifatius Stirnberg errichtet

 

Von den 61 Brunnen, die grundsätzlich betriebsfähig sind, sprudeln gerade mal 40, nur die Hälfte davon von der Stadt selbst betrieben – das restliche Sprudeln finanzieren Sponsoren. In der Südstadt gibt es sieben städtische Brunnen, zählt man den am historischen Rathaus dazu, der in der Liste jedenfalls zur Altstadt-Süd gehört. Ansonsten sechs, davon laufen drei: An der Eiche durch Sponsoring, Karl-Berbuer-Platz, dito, und die Fontäne im Volksgarten, da zahlt die Stadt.

 

In der Südstadt finanziert die Stadt demnach nur ein Sechstel ihrer Brunnen, stadtweit immerhin ein Viertel. Da hilft es zumindest für diesen Brunnensommer kaum, dass der Finanzausschuss kürzlich beschloss, zügig Mittel aus der sogenannten Kulturförderabgabe bereitzustellen: kurzfristig wird das wohl nur zwei Brunnen in repräsentativer Lage zum Leben erwecken, den vor dem Stadtmuseum und den am Ring, Höhe ehemaliges Residenz-Kino.

 

 Brunnen an der Eiche, von Jürgen Schreiber entworfen.

 

Und dass der Opernbrunnen zukünftig pfleglich behandelt wird, ist im Wesentlichen dem bürgerschaftlichen und natürlich töchterlichen Engagement Judith Grümmers zu verdanken, die das Werk ihres Vaters in Ehren halten und ins Bewusstsein der Kölner rücken will. Artig kaufte Baudezernent Streitberger denn auch vergangene Woche bei der Scheckübergabe im Schokomuseum eine Tafel der Opernbrunnen-Schokolade – vom Preis für das wirklich edle Naschwerk, verpackt in Papier mit GRÜMMER-Motiven, geht jeweils ein Betrag für die Sanierung des Opernbrunnens ab. Bis zum 13. Juni kann sie noch im Schokomuseum gekauft werden, so lange, wie auch die dortige GRÜMMER-Ausstellung gezeigt wird.

Der Künstler lebte bis zu seinem Tod 2008 in der Brunostraße unweit des Chlodwigplatzes, arbeitete bis zuletzt intensiv in und für die Kartäuserkirche, auch hier sind seine Werke bis zum 23.06. zu sehen.

Weitere Infos:

Über die Geschichte der Kölner Brunnen hier.
www.stadt-koeln.de, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, Stichwort Brunnen
www.opernbrunnen.de
www.juergenhans-gruemmer.de

 

Text: Judith Levold

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