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Kultur

Torburg: den Blues feiern

Dienstag, 22. Januar 2019 | Text: Jeannette Fentroß | Bild: Klaus Dieter Claßen

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Schnell war das Konzert von Kozmic Blue ausverkauft – kein Wunder, denn eingefleischte Fans feiern die Band rund um Maggie Mackenthun immer begeistert.

Die Torburg war somit proppenvoll zum Konzert der Band und zum Einstieg gab es erstmal ein Ständchen. Nee, nicht von der Band, sondern vom Publikum für die Band – der treueste Anhänger von Kozmic, Wolfgang, hielt eine Rede anlässlich des 60. Geburtstags von Sängerin Maggie. Nur Eingeweihte registrierten dabei jede Pointe, von Zahnimplantaten über die Schlacht von Worringen bis hin zum ‚Betreuten Trinken‘. Auch ihre wilde Hippie-Zeit auf dem Düsseldorfer Bauwagenplatz blieb natürlich nicht unerwähnt. Ob der Vergleich zur Berliner Kommune 1 tatsächlich passend gewählt war, blieb allerdings offen…

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Persönliche Note

Nachdem die Rede auch Maggies – die eigentlich Ingeborg heißt – Qualitäten als Yoga-Domina hervorgehoben und ihr beständiges Auszeitziel Formentera genannt hatte, schloss Wolfgang mit dem abgewandelten Zitat aus dem kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry „Man singt nur mit dem Herzen gut“. Und gibt als Alt-Fan noch den Hinweis: auch Janis Joplin hätte ab Mitternacht Geburtstag gefeiert, nämlich ihren 76.
Nun aber kam endlich Maggie ans Mikro und bedankte sich für die rührende Ansprache. Sie versprach ihren Gästen im Anschluss an das Konzert ein – oder mehrere – Freibier, Gulasch- und Ingwer-Möhrensuppe sowie Käse und Wurst in der Torburg-Küche. Was für ein Fest mit persönlicher Note!
Kozmic Blue Maggie Mackenthun in Aktion in der Torburg

Torblues

Und dann gab es ja auch noch die Musik von Kozmic Blue. Gitarrist und Drummer Gerhard Sagemueller zählte an, Justus am Bass und Wulf an der zweiten Gitarre stimmen mit ein, Maggie sang passend das erste Stück „Thank you“. Es folgten mit „It’s all for you“ und vielen bekannten Stücken aus dem Repertoire der Band eine rund zweieinhalbstündiges Bluesrock-Session mit der unverkennbaren Stimme von Frontfrau Maggie. Wie ihr Idol Janis Joplin, mal laut, mal leise – und dann mit wiederholter Bitte um Stille und Aufmerksamkeit – aber immer mit enthusiastischer Rock-Röhre sang sich Kozmic Blue noch tiefer in die Herzen der Fans. Ganz klar, dass sie auch mit ihren Soli an Mundharmonika und Querflöte das Publikum in den Bann zog.

Und spätestens beim gemeinsamen Kölsch (mit noch einem Geburtstagsständchen) hatten Maggie und Kozmic Blue das Publikum mit allen Sinnen auf ihrer Seite.
Besonders erwähnenswert bei einem Konzertbesuch in der Torburg sind das stets freundliche Torburg-Team und der perfekte Service, auch bei großem Andrang: einfach Torblues am Kartäuserwall.

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Bluesgrößen im Veedel

Ganz neben bei hat sich die Torburg am Chlodwigplatz gegenüber vom Severinstor inzwischen zur der angesagten Blueskneipe Kölns entwickelt.
Neben kölschen Bands wie Kozmic Blue, Wolfgang Antons De Familich oder The Breezers spielen in der Torburg auch namhafte internationale Bluesgrößen, wie Balta Bordoy, Kris Pohlmann oder der in Köln lebende Matthew Robb. Für Mai hat sich bereits mit der Latvian Blues Band ein absoluter Top Act angesagt.
Jeden Monat gibt es außerdem die Torblues Jam Session-Abende für Bluesbegeisterte vor und auf der Bühne, die improvisieren, mit-jammen und schlicht den Blues feiern. „Ein Abend für Fans und Musiker, die den Blues und seine nahen Verwandten hautnah erleben wollen“, so das Torburg-Team rund um Hülya & Martin Wolff mit der Hausband Brother Snakeoil.
Unser Fazit: Nicht verpassen und unbedingt hingehen!

Text: Jeannette Fentroß

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