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Gesellschaft Politik

Total beknollte Wegbiertrinker?

Freitag, 18. November 2016 | Text: Stefan Rahmann | Bild: Pixabay CC0 Public Domain

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Können wir uns bald das Fuß-Pils in die Haare schmieren? Steht am Ende gar das Faust-Kölsch vor dem Aus? Es geht hoch her in der Stadt. Sogar die meisten Volksvertreter sind empört. Grund ist Paragraf 11a der jüngst von der Verwaltung vorgeschlagenen neuen Stadtordnung. 11a will im Umkreis von 100 Metern rund um Schulen das Biertrinken im öffentlichen Raum verbieten. Der Kölsche schäumt. Wegbier, so heißt die Kaltschale To Go in den Amtsstuben, ist doch bei uns Kulturgut und Grundrecht sowieso. Freie Entfaltung der Biersönlichkeit ist stadtweit mehr als Religion. Welcher FC-Fan erreicht denn noch das Stadion, wenn diese Verordnung in Kraft tritt? Die liegen doch alle durstig röchelnd vor dem „Marienbildchen“. Das taktische Zwischenbier an der Tanke am Alten Militärring ist ja schon seit Jahren gestrichen, weil der Nachfolger-Mäckes da nur noch Cola fett und light ausschenkt. Und wer es trotz allem – Drama, Geißbock – völlig entkräftet bis zur Hauptkampfbahn geschafft hat, bleibt immer noch schwach wie Flasche leer: 80 Meter entfernt liegt die Sporthoch“Schule“. Und nach dem Spiel die gleiche Bierquälerei auf dem Heimweg.

Es soll Ausnahmen geben

Paragraf 11a also als größtmöglicher Korinthenkackeralschaden der Verwaltung? Nein, denn der Herr, der größer ist als alles, was der Verwaltung nicht gelingt, denkt in seiner unermesslichen Güte gerade darüber nach, uns ein paar Wunder zu schenken: Es wird Ausnahmen geben. Wir sind schließlich in Köln. Da sind Ausnahmen die verlässlichsten Begleiter von erbarmungsloser Konsequenz. Außengastronomie etwa soll nicht betroffen sein. Vielleicht wird man aber über den Rosenmontagszugweg nachdenken müssen. Immer gebührend Abstand von den Bildungsanstalten. Sonst heißt es nämlich: Wegbierfrei die Narretei. Vielleicht kann man ja für einen Tag die Rodenkirchener Brücke inklusive einiger Autobahnkilometer sperren. Da gibt es in unmittelbarer Umgebung nur eine Baumschule.

Überdachtes Kölsch

Und die Südstadt? Bei uns wäre der Bereich zwischen Eierplätzchen und Trude-Herr-Park betroffen. Schluss mit dem Wegbierreich im Veedel. Geht mit Eurem Bier heim. Und lasst den Kronkorken auf der Flasche. Werden wir zahlen, wenn wir uns im Frühjahr mit einem Fläschchen Kölsch auf dem dann beinahe autofreien Chlodwigplatz erwischen lassen? Dr. Eva Kaiser, städtische Ordnungsamtsjuristin, zeigt mit einem Satz auf den ominösen Punkt: „Wir wollen natürlich nicht jeden Wegbiertrinker beknollen.“ Ja uff erstmal. Man wolle lediglich Übertreibungen ahnden. Darüber, wann die anfangen, können wir jetzt alle mal auf unseren Sofas zu Hause bei kühlen hellen, blanken obergärigen Vollbieren  – Hiesige und Zugereiste nennen es Kölsch – nachdenken. Überdachtes Kölsch bleibt – Stand jetzt – unter Dächern unbeknollt. Wir finden: Neue Stadtordnung, knolle Idee! Verwaltung! Auf Dein spezielles.
 

Text: Stefan Rahmann

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