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Kultur

„Tschick“ im Puff

Freitag, 22. Januar 2016 | Text: Judith Levold | Bild: Meyer Originals

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Immer wieder zeigt das Theater der Keller seine umjubelte Inszenierung von „Tschick“, der Geschichte einer Jugendlichen-Roadstory nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf (1965-2013, Anm. der Red.). Doch nicht nur in der Kleingedankstraße, im Stammhaus vom Theater der Keller, sind noch Vorstellungen zu sehen (am 20.02. die 100ste!), sondern auch auf der Bühne des Night-Club vom Pascha, Europas größtem Puff in Kölns Hornstraße. Anlass ist der 20. Geburtstag des Bordells, der mit 20 Festtagen begangen wird, u.a. eben auch mit Kultur im Nachtclub. Anrüchig?

„Nein“, finden Heinz Simon Keller, Chef des Theaters der Keller (Foto: Meyer Originals) und seine Pressefrau Tatjana Fernau. „Wir sind als Theaterleute total offen und wir machen „heutiges“ Theater. Wir beschäftigen uns mit Realität.“ sagt er.
Wie es denn überhaupt dazu gekommen sei, im Nachtclub des Pascha aufzutreten? „Wir haben völlig simpel die Anfrage zu einem Gastspiel vom Geschäftsführer, Herrn Müller, bekommen. Der war mal hier bei einer Theateraufführung und hat uns in 2015 auch mit einer Spende unterstützt. Und dann eben gefragt: wollt Ihr bei uns in der Kulturnacht auftreten?“. Da habe man diskutiert und dann zugesagt, fügt Tatjana Fernau hinzu, obwohl das ja ein heikles Thema sei, streitbar eben.

Und es dazu auch kritische Stimmen, etwa aus dem Förderverein, gegeben habe. „Aber wir wollten uns dem stellen.“ meint sie, gerade weil das Diskussionsstoff abgebe.

Nightclub im Pascha, Köln. / Foto: Pascha

 

Und warum ist die Wahl auf das Stück „Tschick“ gefallen? „In dem Stück geht es um Neugier, um Lebensgier, es ist mutig – das fanden wir passend zu diesem Ambiente und den Themen dort.“ erzählt Heinz Simon Keller. „Wir haben da wirklich inhaltlich debattiert, über die Jugendlichen Maik, Tschick und Isa aus dem Stück, die ja auch am Rande der Normalität leben. Und haben uns auch gefragt: wenn die Figuren die Gelegenheit gehabt hätten, in so ein Etablissement wie das Pascha zu gehen, würden sie das tun? Und wir fanden: Ja! Isa aus Tschick kennt solche Männer…“ erklärt Keller den Prozess der Stückauswahl für dieses Gastspiel.

Es sei ein Jugendstück, das aber bei Alt und Jung gleichermaßen ankomme, „da kommen Vater und Sohn, Oma mit Enkel und alle sind gleichermaßen mitgerissen, werden „erwischt“ von diesem Roadmovie und dieser Lebendigkeit.“ Das sei Gegenwart und Theater habe sich eben mit Gegenwart in allen Facetten auseinanderzusetzen. Sonst bliebe es, wie oft kritisiert, „Hochkultur“, die nur Wenige erreiche, so Keller.

 

„Tschick“ in der Inszenierung vom Theater der Keller/Anna-Lena Kühner, im Pascha-Nightclub in der Hornstraße 2, am Sonntag, 24.01.16, 20h, Einlass ab 19h, es gibt noch Karten für 25€, über koelnticket.de oder abends beim Einlass.
 

 

Mehr über das Theater der Keller erfahren Sie im „No risk, no fun!„.

Text: Judith Levold

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