×
In eigener Sache

Dir gefällt unsere Arbeit?

meinesuedstadt.de finanziert sich durch Partnerprofile und Werbung. Beide Einnahmequellen sind in den letzten Monaten stark zurückgegangen.
Solltest Du unsere unabhängige Berichterstattung schätzen, kannst Du uns mit einer kleinen Spende unterstützen.

Paypal - danke@meinesuedstadt.de

Aufgeschnappt: DPSG sucht Personal für Tagungs- und Gästehaus +++ Kartause sucht sozialpädagogische Fachkraft (w/m/d) in Vollzeit +++ Das Mahal wird 2! +++

Kultur

Unter sieben Brücken

Donnerstag, 6. April 2023 | Text: Reinhard Lüke | Bild: Reinhard Lüke

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Die Fotoausstellung „UnterBrücken“ im Rhenania

Die Kölner Rheinbrücken haben wir ja vermutlich alle schon einmal überquert. Zu Fuß, mit dem Auto oder Zug. Und drunter durchgegangen sind die meisten Anwohner sicher auch schon mal. Aber wie die sieben Brücken von unten aussehen, wüsste kaum einer zu sagen. Allenfalls wenn mehrere Züge gleichzeitig über die Hohenzollernbrücke rumpeln, richtet man mal einen besorgten Blick nach oben.

Anzeige

Meine Südstadtpartner
Privatpraxis für Physiotherapie Frauke Stöber
Mitten der Südstadt hat sich Frauke Stöber mit ihrer wunderschönen Physiopraxis niedergelassen. Hier behandelt die gebürtige Berlinerin seit…

So wie in der Ausstellung der Fotografin Anja Schlamann hat man die Unterseiten der Kölner Rheinübergänge jedenfalls noch nie gesehen. Schließlich hat sie nicht nur die Ränder der Bauten, die man von den Fußwegen aus sehen kann, abgelichtet, sondern vom Wasser aus die Brücken in ihrer gesamten Länge.

Rheinquerungen auf Stoffbahnen

Die Ergebnisse ihrer Arbeit hängen nun im Ausstellungsraum des Kunsthauses Rhenania von der Decke. Auf einen transparenten Stoff aufgebracht lassen sich da die sieben Kölner Rheinquerungen von der Rodenkirchener bis zur Mühlheimer Brücke im Großformat 3 x 2,5 Meter bestaunen. Die beiden Eisenbahnbrücken erkennt man durch ihre besondere Konstruktionsweise relativ leicht, bei den anderen fällt die Identifizierung schon schwerer.

Detailansichten auf transparentem Gaze (Foto: Reinhard Lüke)

So erscheinen die Bilder von der Rodenkirchener und Severinsbrücke ähnlich. Was nicht nur mit ihrer Farbgebung im klassischen Kölner Grün zu tun hat, das seit 1929 von Bayer exklusiv für die Kölner Brücken produziert wurde. Vielmehr weisen beide eine kleinteilige Struktur von Rechtecken auf, die die Bilder aus der Ferne wie grafische Arbeiten aussehen lässt. Wer näher herangeht, erkennt die Unterschiede und bisweilen auch rätselhafte Details. Was ist das für ein brauner Querbalken unterhalb der Severinsbrücke? Ein Brett? Möglich. Aber wozu wurde es dort angebracht? Und was sind das für helle Streben, die beim Blick auf die Hohenzollernbrücke erscheinen? Bahnschwellen aus Beton? Mitnichten. Das Weiße ist der Himmel, der zwischen den Schienen zu sehen ist.

Blick fürs Detail

Warum fotografiert man Brücken von unten? Als ausgebildete Architektin hat Anja Schlamann ohnehin ein Faible für Bauten aller Art. Somit auch für Brücken. Die Idee für diese ungewöhnliche Sicht auf die Flußübergänge kam ihr nach eigenem Bekunden beim Rudern, ihrem Hobby. Während einer Tour auf Main und Rhein bis nach Köln sei sie unter unzähligen Brücken durchgekommen, habe dabei immer wieder den Blick nach oben gerichtet und dabei eine zunehmende Faszination für deren verschiedene Unterseiten entwickelt.

Anja Schlamann in ihrer Ausstellung (Foto: Reinhard Lüke)

Bei der praktischen Umsetzung ihrer Idee war die Künstlerin allerdings auf Jochen Vetter angewiesen. Der Mann betreibt eine Segel- und Motorbootschule und ist oft mit an Bord, wenn angehende Hobby-Kapitäne im Becken des Rheinauhafens ihre Runden drehen. Vetters Job bei Anja Schlamanns Projekt bestand darin, ein Boot gegen die Fließgeschwindigkeit des Rheins unter den Brücken quasi zum Stillstand zu bringen, damit die Fotografin ihre Bilder machen konnte.

Anzeige

Meine Südstadtpartner
Stadtgeschichten Köln – Besondere Stadtteilführungen
Kulinarische Stadtführungen durch die Südstadt mit Jevöhl und kölsche Hätz Ihr wollt die Südstadt mal aus einem anderen Blickwinkel erkunden…

Und weil sie eine Brücke in ihrer Gesamtlänge natürlich nicht auf einmal ins Bild nehmen konnte, musste das Manöver jeweils viele Male wiederholt werden. Immer ein paar Meter weit nach links oder rechts. So entstanden schließlich pro Brücke rund 150 Einzelaufnahmen, die dann am Computer in mühevoller Kleinarbeit zusammengesetzt wurden. Das Ergebnis ist eine faszinierende Ausstellung, deren Besuch sich wunderbar mit einer kleinen oder großen Brückenrunde verbinden lässt.

 

AKTUELLE AUSSTELLUNG
1.04. – 23.04.2023
geöffnet:
Do, Fr, Sa, So + Ostermontag je 14:00 – 18:00 Uhr
Kunsthaus Rhenania, Bayenstrasse 28, 50678 köln

Donnerstag, 6. April 2023 um 18:00 Uhr: Artist Talk
Mit Anja Schlamann und der Künstlerin und Kuratorin Lisa Klosterkötter

Donnerstag, 20. April 2023 um 18:30 Uhr: Brücken-Dialog
Mit Anja Schlamann, Reinhard Thon, ehem. Leiter des Amtes für Brücken- und Stadtbahnbau der Stadt Köln, Rolf Sachsse, ehem. Professor für Designgeschichte sowie Karin Kutsch, Künstlerin Farbmalerei
Es moderiert der Historiker und Journalist Martin Stankowski.

Text: Reinhard Lüke

In eigener Sache

Dir gefällt unsere Arbeit?

meinesuedstadt.de finanziert sich durch Partnerprofile und Werbung. Beide Einnahmequellen sind in den letzten Monaten stark zurückgegangen.

Solltest Du unsere unabhängige Berichterstattung schätzen, kannst Du uns mit einer kleinen Spende unterstützen.

Paypal - danke@meinesuedstadt.de

Artikel kommentieren

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur Beantwortung meiner Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an kontaktnoSpam@meinesuedstadt.de widerrufen.

Meine Südstadt Partner

Alle Partner

Meine Südstadt Service


Parkstadt Süd

Parkstadt Süd – Info-Homepage der Stadt ist online

Eifelwall wird für Autoverkehr gesperrt

Parkstadt Süd: Stadtteilbüro öffnet

Aufgeschnappt

DPSG sucht Personal für Tagungs- und Gästehaus

Kartause sucht sozialpädagogische Fachkraft (w/m/d) in Vollzeit

Das Mahal wird 2!

Die Südstadt auf Instagram.