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Kolumne

Von süßen Kindern und grausamen Zwergen

Donnerstag, 24. Juni 2010 | Text: Kathrin Rindfleisch

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Smilla & Paul sind süß. Natürlich sind sie das, sie sind unsere Kinder! Bis auf vereinzelte kranke Fälle gibt es wohl niemanden, der sein eigen Fleisch und Blut nicht süß findet, es über alles liebt.

Smilla & Paul sind süß. Natürlich sind sie das, sie sind unsere Kinder! Bis auf vereinzelte kranke Fälle gibt es wohl niemanden, der sein eigen Fleisch und Blut nicht süß findet, es über alles liebt. Und das ist von der Natur aus gut gemacht, geradezu nachhaltig (um mal nonchalant ein It-Wort unserer Zeit zu benutzen), denn andernfalls wären Kinder mit spätestens zweieinhalb Jahren eltern- und heimatlos denn womit sonst als mit der von der Natur aufoktroyierten bedingungslosen Liebe zur eigenen Brut, ist zu erklären, wieso wir kleinen Terroristen Unterschlupf gewähren, die schreien, kreischen, Augen ausstechen, zwicken, beißen und wirklich ALLES, einschließlich dem, was sie NICHT können (und das ist, aber so viel nur am Rande, eindeutig die ganze Welt minus ein paar Basics) „Alleeeeiiiine!“ machen wollen?!

Und am Schlimmsten dabei ist gar nicht der hysterische Schreianfall Smillas im PLUS, neuerdings NETTO, weil sie im WagenSITZ sitzen möchte und nicht im Wagen, Paul den Platz aber unschuldig (oder doch triumphierend?!) besetzt, nein, das ist harmlos…! Ich mach mir auch nicht sooo viel aus den Blicken der Beobachtenden die, da bin ich mir ganz sicher, ganz genau gucken, wie die Mutti-von-heute die Situation wohl in den Griff bekommt – nur ein bisschen…! Was mich WIRKLICH fertig macht und mein Gefühl zu meiner doch so süßen Smilli – und wenn das jetzt ein Tabu-Thema ist, dann hat das Thema halt jetzt mal kurz Ausgang – echt auf eine harte Probe stellt, ist die grausame Art, mit der sie Paul zwei Finger in die Augen sticht, nochmal nachfasst, das augenblicklich einsetzende Schmerzgebrüll Pauls UND die um drei Sekunden zeitversetzte Schimpftirade von einem von uns lächelnd übergeht um dann, geschäftig wie immer ihrem wichtigem Tageswerk nachzugehen (was wahlweise aus dem Beenden des kurz vorher angefangenen Puzzles – jetzt ist das fehlende Puzzlestück ja wieder da – oder dem – noch grausamer! – Anlegen der Puppa an ihre Brust besteht).

Wenn man, wie Josh und ich, erzogen wurde in dem Glauben, dass aggressive Menschen entweder die Nachbarn sind, die an der Kirmestheke einen über den Durst getrunken haben oder Assis, die in Molochs wie Berlin oder dem Busbahnhof von Jülich abhängen und nur darauf warten, einem zwei Finger in die Augen zu stechen, lässt einen das Verhalten des eigenen ihr wisst schon, schwer noch schlafen nachts. Und immer wieder hämmert diese Frage im Kopf, die Frage, die wohl ALLE Eltern innehaben (quasi auch mal wieder so `ne nachhaltige Besserwisser-Tour der Natur) „Was haben wir nur falsch gemacht?!“.

Und, bevor jetzt die alten Hasen im Eltern-Geschäft zum Hörer greifen, ich weeeiiiis, das ist ganz nooormaaaal. Das ist eben die Trotzphase. Da müssen sie alle durch. Die einen mehr, die anderen weniger.
Wisst Ihr was: scheiß auf Entwicklungspädagogik! Vergiss diese Das-ist-doch-nur-ne-Phase-Sprüche! (Ok, jetzt ist wenigstens klar, woher sie diese aggressive Ader hat…!) Ich KANN und möchte es nicht ertragen, zuzusehen, wie meine Tochter Paul grausam drangsaliert UND darüber lacht! Geht nicht! Gar nicht!!!
Und was mach ich?! Brüll sie an! Versuch ihr mit lauten Worten und aufgeregten Gesten klar zu machen, dass das böse ist! Sag ihr, dass das böse ist. Hab augenblicklich den Gedanken im Kopf, dass es pädagogisch völlig daneben ist, meine zweieinhalb jährige Tochter BÖSE zu nennen…und das zu denken! Wie kommt man nur jemals aus dieser Mutti-von-heute-Schleife heraus?! Ich weiß es nicht und derweil brüll ich zurück! Und find meine süße kleine Monster-Tochter manchmal schlimm! Und lieb sie trotzdem! Hilft ja nix, ist ja aufoktroyiert…!

Text: Kathrin Rindfleisch

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