Aufgeschnappt: Die zwanzigste LitCOLOGNE – schnell sein lohnt sich! +++ Bäume auf der Bonner – Neuer Versuch: Ganz vielleicht klappt es ja diesmal +++ Parkstadt Süd: Stadtteilbüro öffnet +++ Schönhauser-Platanen bleiben stehen. Vorerst. Wahrscheinlich. +++ „Liebes Publikum,… +++

Wochenend-Freuden

Wochenendfreuden

Donnerstag, 6. Januar 2011 | Text: Aslı Güleryüz | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Mit Pauken und Trompeten, mit Glanz und Gloria haben wir das Neue Jahr empfangen, haben Sektkorken knallen lassen und gefeiert bis in die frühen Morgenstunden! Jedes Jahr an Silvester schleicht sich auch ein wenig Wehmut auf die Feier ein. Man wird ein wenig melancholisch und lässt das alte Jahr vor dem geistigen Auge ablaufen. Insgeheim gestehen wir uns Fehlverhalten, falsche Entscheidungen und noch viel mehr ein und geloben Besserung! Jedes Jahr gibt es neue Vorsätze: Zum achten Mal in Folge nehmen wir uns vor, das Rauchen abzugewöhnen. Wir wollen seit mindestens 10 Jahren mehr Sport treiben, weniger Geld ausgeben, unser Leben endlich strukturieren, morgens früher aufstehen, weniger fernsehen und mehr „Quality-Time“ mit der Familie und Freunden verbringen. Alles schon da gewesen! Ende des Jahres stellen wir dann wehmütig fest, dass es schon wieder nicht geklappt hat mit den guten Vorsätzen. Und – schwupp – haben wir ein schlechtes Gewissen!

 

Neue Vorsätze
Ich will nächstes Silvester auf alle Fälle kein schlechtes Gewissen haben und setze mir zwei neue Vorsätze, die ich bestimmt auch einhalte! Also, ich möchte jeden Tag mindestens einer fremden Person ein Lächeln schenken! Müsste doch zu schaffen sein, oder? Unter uns: ich habe das schon einmal versucht und festgestellt, dass ich es immer mal wieder vergessen habe und die Schwerkraft meine Mundwinkel in die Waagerechte gezogen hat oder sogar nach unten! Ja, und mein zweiter Vorsatz? Ich möchte mich mehr um mein schwer vernachlässigtes Nachtleben kümmern. Ich will Glamour und Vergnügen! Das Ganze habe ich mir so vorgestellt: Essen –  Tanzen – Trinken – eventuell wieder Essen. Schau’n wir mal. Und am Tag danach etwas Kultur bitte! Macht Ihr mit?

Stärkung – Grundlage schaffen
Vier Restaurants fürs Wochenende habe ich mir für Euch einmal rausgepickt: Heute könnt Ihr Euch im Mainzer Hof vom Fisch des Tages überraschen lassen. Jeden Freitag schlendert Gudrun Goerke über den Markt und sucht frischen Fisch für Euch aus. Silvester waren die Gäste so begeistert vom Fondue, dass man jetzt weiterhin zu zweit oder in einer Gruppe gemütliche Fondueabende genießen kann. Das gemischte Fleischfondue mit Dips, Salaten und Folienkartoffeln kostet € 22,- pro Nase. Ganz neu ist das Restaurant Südwind, jedoch schon ein kleiner Geheimtipp. Probiert doch mal das Lachsfilet auf Spinat (€ 12,50) oder das Kürbis-Maronen-Risotto für € 10,50 und sagt mir, ob Ihr zufrieden wart. Eine Rheinische Kartoffelrahmsuppe für € 7,50 oder den über die Veedelsgrenzen bekannten Höhnburger servieren Euch Monika und Klaus Höhn in Höhn’s Dom Brasserie. Im Haus Müller gibt es unter anderem bis 23 Uhr die Französische Fischsuppe mit Aioli – Croutons und Emmentaler (€ 6,50) oder die geschmorte Lammhaxe an Lavendeljus. Und vor allem in der Wartezeit ein kühles Kölsch oder Pils an der Theke.

Tanzbein schwingen

Foto: Junta Colonia

 

Nachdem wir uns fürstlich gestärkt haben, ist es Zeit, das Tanzbein zu schwingen! Hier gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten: Ihr könnt an einer Theke stehen und mit der Fußspitze wippen. Oder Ihr macht aktiv mit, wenn die LMS-Casting-Bands auf Tour durch die Südstadtkneipen gehen. Am Freitag legen die „Junta de Colonia“ im U-Bier-Ding (20 Uhr) los. Da können wir schon einmal ein bisschen für Karneval üben. Um die Ecke im Chlodwig Eck spielt „Bernd Gast“ sich ein und präsentiert seine neuen Lieder op Kölsch. Im Severin kann man seinen Body zu anderen Rhythmen wiegen: „Chris Revon“ erzählt dort düster melancholische Geschichten und singt poetische Balladen. Wir können den Kreis wieder schließen und tanzen in die Ubierschänke. „Rubbel die Katz“ nimmt uns mit auf eine Zeitreise durch Köln. Sie singen von Köln auf Kölsch – was sonst?! – mal witzig, mal etwas nachdenklich stimmend. Und wer am Freitag Abend in einer der Kneipen hängen geblieben ist und die anderen Konzerte verpasst hat, der muss nicht traurig sein, denn auch am Samstag wird in den vier Kneipen ein ähnliches Programm durchgezogen! Meine Kollegin Antje Kosubek wird darüber für „Meine Südstadt“ berichten – für alle, die es doch verpassen sollten. Wer sich mehr bewegen will, schlendert einfach über den Ring in den Kartäuser Wall in die Lotta. Hier gibt es Adrenalinschübe, die Herz und Kopf berühren – „Heartaches & Headaches“. Beyond Daydreams & Glampower from Teen America mit gesTorben aka gehirnWesche. Ich verstehe gar nichts! Da muss ich wohl hin um 22 Uhr.
Oder Ihr könnt auch über den Chlodwigplatz ins Ferkulum rüber. Denn im Tsunami gibt es ab 23 Uhr coole Mucke von den Koma-Kino-DJ’s unter dem Titel „Attaque Surprise“! Mit 5 Euro seid Ihr dabei und könnt Ihr Eure Körper zu einem Musik-Gemisch aus New Wave, Post Punk, Elektro und Indie bewegen. Am Samstag dann gibt es Livemusik von „The Moriartees“ mit Unterstützung von „Louderdale“. Sie versprechen durchtanzte Schuhe mit Twist, Boogaloo, Shake und noch viel mehr. Sie spielen alle Hymnen der letzten 45 Jahre und auch selbst geschriebene Songs. Danach geht nahtlos weiter mit Musik aus den 60’er Jahren. “Get Up!“ heißt die Party und Moreno, Rubio & Doc Cyrus lassen die Plattenteller heiß werden.

Theater, Theater

„Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner“ Foto: Meyers Originals

 

Anlässlich des Kleist-Jahres 2011 wird in der Comedia um 19 Uhr „Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist aufgeführt. Sowohl am Freitag als auch am Samstag öffnet sich der Vorhang im FWT für „Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner“. Ein Stück mit aktueller Thematik, das uns den Spiegel vorhält? Gleichzeitig beginnt im Theater der Keller die sozialkritische Dreiecksgeschichte „Meier, Müller, Schulz oder nie wieder einsam!“ (Freitag und Samstag). Im Comedia Theater erinnert uns das 4-Mann Kabarett Griess, Konejung, Nitschke & Sieber in ihrem Programm „Schlachtplatte“ mit spitzer Zunge an die Höhepunkte des gerade vergangenen Jahres. „Benefiz“ und „Schlachtplatte“ werden am Freitag und Samstag aufgeführt!

Die schönen Künste

„River Crossing“, Lothar Baumgarten, Galerie Thomas Zander

 

Wenn wir uns dann aus dem Bettlager geschält und uns nach einem stärkenden Frühstück wieder gesellschaftsfähig gemacht haben – dann könnten wir die eine oder andere Galerie in unserem wunderschönen Viertel besuchen und den Tag sanft beginnen. In der Galerie Thomas Zander auf der Schönhauser Straße können wir die Arbeiten des Künstlers Lothar Baumgarten betrachten. In der Ausstellung „River Crossing“ werdet Ihr Fotografien, ein Hörstück, Chromogenic Prints aus der Serie „Kultur Natur“ und Wandzeichnungen finden. „River Crossing“ wird erstmalig in Europa ausgestellt. Gerade die 16 schwarz-weiß Fotografien sind sehr beeindruckend und zeigen „das archaisch, menschliche Drama der Überquerung eines Flusses, der Bewegung zwischen zwei Ufern“. Fast wie in Köln….

 

Fleisch
Am Samstag geht es im Spielplatz los mit der „Wild & Wicked-Show“ von den Pepperellas. Es wird gespielt, es wird wild und es wird – wie soll ich sagen? – burlesque! Das heißt die Ladies werden sich ihrer Kleidung entledigen, aber nicht der gesamten (!) und dabei wird gesungen und getanzt. Ich als Mutter würde auf alle Fälle sagen: nicht frei unter mindestens 18 Jahren!
    
Und was machen wir nächste Woche? Schont Euch bis dahin, Eure Asl?

PS: Alle Termine des Wochenendes findet Ihr übrigens in unserem Terminkalender (Freitag, Samstag, Sonntag).

 

Text: Aslı Güleryüz

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