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Umwelt

An alle: „Keep the Ocean clean!“

Mittwoch, 13. Juli 2011 | Text: Sonja Alexa Schmitz | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Hin und wieder kommt es ja vor, dass uns Menschen auf der Straße ansprechen, weil sie irgendwas von uns wollen. ‚Nen übrigen Cent, die Uhrzeit, einen Weg oder unsere Unterstützung für ein soziales Unterfangen. Wenn ich darauf aufmerksam gemacht werde, dass der Tiger in Indonesien ausstirbt, Regimegegner in Ägypten gefoltert werden und die Aidshilfe auf Geldspenden angewiesen ist, dann antworte ich meistens: „Es ist toll, was ihr macht, aber das ist mir zu weit weg.“

 

Was ich damit sagen will ist, dass ich es bevorzuge in meiner eigenen, kleinen Welt möglichst ein „guter Mensch“ zu sein. Ich möchte zu denen, die in meinem direkten Umfeld sind gut sein, helfen wo es nötig ist, hin und wieder mal zivilcouragiert sein und auf mein Konsumverhalten achten. Das ist, was mir entspricht. Das ist für mich sichtbar und greifbar. Grosse Aktionen und Projekte haben sicherlich einen größeren Wirkungsgrad, aber das ist nichts für mich.

 

So ähnlich dachten wohl auch Tuula und Philipp, als sie ihr kleine, unspektakuläre Aktion starteten, die sie noch nicht mal „würdig“ hielten, daraus einen Artikel für „Meine Südstadt“ zu machen. „Uns geht’s aber eigentlich nur darum die Botschaft so weit wie möglich herumzutragen, weil jeder privat seinen eigenen Beitrag leisten kann und soll,“ schrieb mir Philipp. Und was ist die Botschaft? Lasst keinen Abfall am Strand zurück. Hebt mal eine Zigarettenkippe oder eine Plastikflasche auf, so erweisen wir der Natur einen großen Dienst. Komme als Fremder, bleibe als Gast und hinterlasse nichts außer Freude an der Natur!

 

Die beiden Südstädter sind leidenschaftliche Surfer und verbringen jeden Urlaub am Meer. Meistens fahren sie nach Südfrankreich, in die Camargue. Da mussten sie dann immer wieder dreckige Strände vorfinden, und im Meer schwimmen ihnen Plastikflaschen, aufgeweichte Abfälle und aufgeschwemmte Kippen entgegen. All das kommt über die Nahrungskette letztlich auch über den Fisch zu uns. Es könnte so einfach sein, denkt man sich, wenn man das sieht. Wenn nur jeder seinen Abfall mitnehmen würde. Das kann doch nicht sein, da muss man doch was machen können! Am liebsten würde man die Leute darauf hinweisen. Freundlich, nicht klugscheißend und erziehend.

 

Die Idee: Ein Flyer. Einen kleinen, freundlichen Hinweis, einen Denkanstoß für jeden Strandbesucher. Und so setzten sich die beiden in ihr Wohnmobil und überlegten sich einen Text. Auf vier Sprachen, die ihnen Freunde übersetzt haben, erinnern sie daran, dass das Meer keinen Abfluss hat, wo der Müll einfach abfließen kann. Ein Appell an den Respekt gegenüber der Natur. Sie verbreiten die Botschaft mittels der Flyer bei ihren Freunden, und die wiederum bei ihren Freunden und sie werden die kleinen, schwarz-weißen Zettel dieses Jahr erstmalig in ihrem Urlaub am Strand verteilen. Und sie würden sich wünschen, dass das auch andere gerne tun möchten.

 

Die beiden könnten sich vorstellen, dass ihr kleiner Denkanstoß auch in Schulen bestens untergebracht wäre. Als letzten Hinweis an die Schüler bevor sie in die Ferien aufbrechen: Kinder können manchmal doch die besten Erzieher sein. Außerdem könnte es noch weiter um sich greifen, so dass sich im Unterricht nicht nur mit der Sauberkeit der Strände beschäftigt wird, sondern auch mit unseren Grünflächen. Warum nicht mal in diesem Zusammenhang eine Säuberung des Rheinufers oder des Volksgartens!?

 

Wer Philipp eine E-Mail schreibt, bekommt einen Vordruck für die Flyer im pdf-Format. Sensibilisiert für diese Aktion hat sie vor allem ihr Freund Laurenz Ewald. Leider ist er vor ein paar Wochen, viel zu früh, verstorben. Er hat das  „Clean Ocean Project“ unterstützt. Die Initiative von Tuula und Philipp ist sozusagen ein Nachruf – das Versprechen an ihn, in seinem Sinne aktiv zu sein. Also an alle, die nun bald in die Ferien aufbrechen: Egal wohin, für den Wald und auf der Picknickwiese gilt: Seht zu, dass unsere Welt schön bleibt! Es ist ein schwererer Weg, den Tiger zu retten, als dafür zu sorgen, dass hinter mir die Welt nicht vermüllt.

 

Flyer-Vordruck anfordern bei philsurfer@gmx.de

oder Ihr ladet euch den Flyer hier runter, druckt ihn aus und verteilt ihn!

Text: Sonja Alexa Schmitz

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