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Südstadt

Archivkomplex: Das Buch zum Einsturz.

Donnerstag, 11. Mai 2023 | Text: Markus Küll | Bild: Markus Küll

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Seit 2011, zwei Jahre nach dem Einsturz des Stadtarchivs im März 2009, bemühen sich engagierte Kölner Bürger:innen der Initiative „Archivkomplex“ um einen Gedenkort, der dieser einmaligen Katastrophe gerecht wird. Die vielfältigen Ideen und Konzepte hat „Archivkomplex“ jetzt in einem Buch zusammengefasst und im Literaturhaus vorgestellt. Meine Südstadt hat mit Günter Otten von „Archivkomplex“ gesprochen

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Aus für die „Halle mit dem Knick“

Der Zeitpunkt hätte nicht besser – oder schlechter – gewählt werden können. Einen Tag vor der Buchpräsentation am im Literaturhaus hatte die Stadtverwaltung dem Rat vorgeschlagen, die Pläne für eine unterirdische Veranstaltungshalle im Baukörper der Einsturzstelle nicht weiter zu verfolgen – obwohl ein entsprechender Ratsbeschluss vorliegt. Noch im September 2021 hieß es in der Antwort auf eine Anfrage an den Rat: „Die Planungen für das K3 werden Bestandteil einer notwendigen Gesamtprojektstruktur, die der Koordinierung und Synchronisierung der ressortübergreifenden und zum Teil komplexen Entwicklungen für das Areal dient. Die Gesamtprojektstruktur befindet sich noch in der verwaltungsinternen Abstimmung und soll zeitnah umgesetzt werden“ (https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=102989 ) Nun also die „Rücknahme des Ratsbeschlusses“ – ein nicht ungewöhnlicher Vorgang im komplexen Verhältnis zwischen Kölner Politik und Verwaltung.
„Das kommt für uns nicht überraschend“, sagt Günter Otten, einer der Vertreter von „Archivkomplex“ im Gespräch mit Meine Südstadt im Literaturhaus. „Wenn man die Diskussionen der letzten Monate verfolgt hat, war klar, dass eine solche Entscheidung kommen würde. Das Argument, eine unterirdische Halle sei nicht geeignet, ist allerdings schwer nachvollziehbar. Es gibt eine Reihe von Beispielen, wo das sehr gut funktioniert.“

Günter Otten, hinten 2.v.l. mit seinen KollegInnen von Archivkomplex bei der Buchvorstellung

Komplexes Konstrukt: Archivgedenken

Otten und seine Mitstreiter*innen setzen jetzt auf die „Projektwerkstatt“, die von einer externen Agentur begleitet und moderiert wird. „Wir geben nicht so schnell auf und werden uns weiter mit unseren Vorschlägen einbringen.“ Die Mitglieder von „Archivkomplex“ warten nun auf die nächsten Schritte des Kölner Kulturdezernenten Stefan Charles, dessen Amt für die weitere Entwicklung des Erinnerungsortes zuständig ist. Angesichts der komplexen Projektstruktur mit mehreren beteiligten Ämtern und zahlreichen weiteren Akteuren bleibt fraglich, ob dieses Konstrukt schnell zu Ergebnissen kommen wird.

Rückblick, Ausblick und ein Stein

Im jetzt vorgestellten Buch haben auf 144 Seiten eine Vielzahl von Autor*innen „Stellungnahmen, Berichte, Bilder und künstlerische Interventionen“ zum Einsturz beigesteuert. 148 zum Teil verstörende Bilder dokumentieren nicht nur das Ausmaß der Zerstörung, sondern auch die vielfältigen Versuche, eine angemessene Erinnerung zu schaffen. Was bleibt, sind bohrende Fragen: nach den Ursachen, nach der richtigen Art des Erinnerns – und warum 14 Jahre nach der Katastrophe immer noch kein Ort der Würdigung am Waidmarkt entstanden ist. Zumindest auf eine Frage scheint die Stadt eine monokausale Antwort gefunden zu haben: Zeitgleich mit der Absage an die Pläne für die „Halle mit dem Knick“ wurde ein bereits 2016 gefundener Trachytblock präsentiert, der als Ursache für den Einsturz gesehen wird und ohne den, wie der Stadtanzeiger schreibt, „…das Archiv noch stehen würde“.
Für Günter Otten und die Aktivist*innen von „Archivkomplex“ ist klar: „Wir werden weiter auf das Thema Stadtarchiv aufmerksam machen. Für die nächsten Monate planen wir Aktionen an der Einsturzstelle.“ In der Zwischenzeit sei allen Kölner*innen das Buch und die sehr informative Webseite von „Archivkomplex“ dringend zur Lektüre empfohlen.

Links: Buch: Vertrieb: info@hyper-focus-books.com , ISBN: 978-3-948040-09-3, Schutzgebühr 10 Euro.
Webseite: https://www.archivkomplex.de/

Text: Markus Küll

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