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Auf ein Kölsch mit...

„Auf einen Kaffee mit Claudia Bousset“

Freitag, 11. Juni 2010 | Text: Gastbeitrag | Bild: Fulvio Zanettini

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Leicht war es nicht, sich mit Claudia Bousset zu treffen. Und viel Zeit konnte sie auch nicht entbehren. Die Dame ist aber weder im Vorstand eines mittelständischen Unternehmens noch Geschäftsführerin einer Handelskette. Claudia Bousset ist Kulturmanagerin beim KunstSalon Köln e.V.!

So wundert es auch nicht, dass sie ihre Verspätung beim Treffen im Römerpark-Cafe nicht mit dem Handy am Ohr und dem gehetzten Hinweis auf zahlreiche ungemein wichtige Termine begründet. Sondern mit einer unwiderstehlich charmanten Art sofort ins Gespräch einsteigt. Gute Kommunikation ist in ihrem Job gefragt – und Claudia Bousset beherrscht das auf eine selten unaufgeregte, natürliche Art. Vielleicht hat sie diese Gabe ihrer westfälischen Herkunft gemischt mit den Einflüssen aus der Wahlheimat Köln zu verdanken. Seit zehn Jahren betreut die freiberufliche Kulturmanagerin den KunstSalon, für den sie unter anderem die beiden renommierten Festivals „Literatur in den Häusern der Stadt“ und „Musik in den Häusern der Stadt“ jedes Jahr entwickelt.

Was magst du an diesem Ort?
Ich war schon als Studentin gerne hier. Das Römerpark-Cafe hat eine sehr entspannende, fast schon familiäre Atmosphäre. Hier kann ich in Ruhe meinen Kaffee trinken, Zeitung lesen, die Seele baumeln lassen. Außerdem trifft man hier immer wieder sehr nette Menschen. Wenn dann noch die Sonne scheint und du draußen sitzen kannst, direkt am Eierplätzchen mit Blick auf den Park – das hat Flair!

Warum wohnst du in der Südstadt?
Die Südstadt ist für mich ein Dorf in der Großstadt. Und das meine ich sehr positiv. Du hast das Gefühl, mittendrin zu sein im Veedel, mit den unterschiedlichen Menschen, den vielen Kneipen, dem Trubel, der Hektik. Und doch auch die Möglichkeit zu haben, schnell wieder raus zu kommen. Ein Spaziergang durch die Parks oder an den Rhein, mit dem Rad Richtung Süden – und schon bist du in einer ganz anderen Welt. Es ist zum einen alles sehr vertraut hier, zum anderen ist viel in Bewegung… nicht nur die Bagger. Auch kulturell hat die Südstadt ja einiges zu bieten.

Woran arbeitest du gerade?
Das Festival „Literatur in den Häusern der Stadt“ feiert vom 16. bis 20. Juni sein 10-jähriges Jubiläum. Ein Großteil der Arbeit liegt zwar schon hinter uns, aber natürlich gibt es noch viel zu tun: Pressefrühstück, Vorverkauf, Gastgeber- und Künstlerbetreuung. Zudem laufen auch bei meinem zweiten Großprojekt für den KunstSalon, dem Festival „Musik in den Häusern der Stadt“, die Vorbereitungen auf Hochtouren. Nach Köln, Berlin und Hamburg ist in diesem Jahr im November die Kulturhauptstadt Essen zum ersten Mal mit dabei. Das freut uns besonders. Es stellt aber auch eine große Herausforderung dar, mit einem kleinen Team ein ambitioniertes Programm mit über 100 Konzerten in vier Städten zusammenzustellen.

Was bewegt dich derzeit?
Am meisten liebe ich an meinem Beruf die Begeisterung und das Engagement für die Kultur, die ich mit meinen Kollegen, den Gastgebern und Künstlern teilen kann. Tag für Tag. Das ist ein sehr intensives Erlebnis. Die Absicht des KunstSalon, Kulturinteressierte und Kulturschaffende im privaten Raum zusammen zu bringen und den künstlerischen Nachwuchs zu fördern, hat mich immer fasziniert. Wir steuern mit diesem Ansatz gegen den Trend, Kultur im großen Stil, mit viel Show und pompösem Glamour zu veranstalten. Ich bin davon überzeugt, dass das Zukunft haben wird. Das Interesse vieler anderer Städte in Deutschland an unseren Festivals zeigt das. Sicher auch, weil wir ohne öffentliche Gelder auskommen. Aber in erster Linie, weil diese Idee so großartig ist. Das macht mich ein wenig stolz, dabei erfolgreich mitzuwirken.

 

Das Gespräch führte Heino Schütten.

 

Mehr Informationen zum Festival „Literatur in den Häusern der Stadt“ finden Sie unter: www.kunstsalon.de

Text: Gastbeitrag

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