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Lunch Time

Bewegungsaufzeichnung in der Südstadt – Die Wochenend-Freuden 12. – 14. April 2013

Donnerstag, 11. April 2013 | Text: Aslı Güleryüz

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Telefunken Magnetophon auf dem Flohmarkt/ Foto: Amanda Vincent-Rous/ Wikimedia

Telefunken Magnetophon auf dem Flohmarkt/ Foto: Amanda Vincent-Rous/ Wikimedia

Zart kann man endlich so etwas wie „Frühlingserwachen“ wahrnehmen. Mit viel Phantasie & Hoffnung zwingen wir den Frühling nun herbei – indem wir die diversen Frühlings-Flohmärkte indoors & open-air besuchen. Am Samstag findet der traditionelle Frühlings-Flohmarkt in der Lutherkirche statt. Zwischen 11 und 16 Uhr gibt es in der Kirche, im Saal und im Atrium jede Menge Stände, die alles anbieten, was Ihr braucht oder auch nicht braucht. Jeder wird fündig – ob er/sie will oder nicht. Außerdem gibt es Musik, Kaffee, Kuchen & Snacks. Für Kurzentschlossene unter Euch, die jetzt inspiriert worden sind: Ihr könnt auch noch einen Stand aufbauen für 7 Euro pro Meter plus 1 Kuchenspende. Den Tisch bringt Ihr bitte selber mit. Anmelden könnt Ihr Euch per Mail an suedstadt.leben@koeln.de oder telefonisch unter 3762990.
Wer nun ein Frühlingsmarkt-Fieber verspürt, darf sich freuen! Denn gleich am Sonntag lockt der nächste Markt. Der Bauspielplatz im Friedenspark lädt wieder zum Frühlingsmarkt und –café „Marie“ ein. Es gibt Stände, an denen neue und gebrauchte Waren angeboten werden: Auf dem Kinderflohmarkt findet Ihr die Schätze aus diversen Kinderzimmern und auf dem Markt der selbstgemachten Produkte findet Ihr Gestricktes, Genähtes, Gewerkeltes, Gefilztes und vieles mehr! Im Café könnt Ihr Euch mit selbstgebackenen Köstlichkeiten stärken. Und für die Kids gibt es eine Bastelaktion im Café. Falls Ihr kurz entschlossen auch einen Stand eröffnen möchtet, dann könnt Ihr eine Mail schicken an bauifoerdern@web.de. 5 Euro kostet die Standmiete. Kinder können kostenlos einen Flohmarktstand aufbauen. Am Sonntag geht’s los um 12 Uhr und endet um 18 Uhr. Der Erlös aus Kaffee-, Kuchenständen & Standmieten fließt in die Kinder- und Jugendarbeit des Bauspielplatz Friedenspark.
Unter freiem Himmel könnt Ihr Euch auch am Samstag im Ausland tummeln. An der Eigelstein Torburg wird es zwischen 12 und 15 Uhr eine Kundgebung mit Bühnenprogramm geben. Thema? Ein wichtiges Anliegen: UmFAIRteilen statt kopflos kürzen. Je mehr teilnehmen, desto wirkungsvoller sind die Aktionen. Mehr Infos gibt es hier.
 
Neue Entdeckung

Und jetzt erfahrt Ihr, was es mit „Bewegungsaufzeichnungen in der Südstadt“ auf sich hat! „Bewegung“ heißt auf Griechisch κίνημα kinēma und „zeichnen“ heißt γράφειν graphein. So nannten die Brüder Lumière ihre Erfindung Cinématographe. Bewegungsaufzeichnung. Und wir sagen einfach kurz „Kino“ dazu. Der erste lange Spielfilm mit Ton wurde 1926 aufgeführt. Und an diesem Wochenende gibt es jede Menge Bewegungsaufzeichnungen in der Südstadt zu sehen. Die Initiative „Wir machen Weltwirtschaft“ hat sich mit einem Spruch von Banken beschäftigt: „Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten“. Geld kann nicht arbeiten, das können Menschen, Tiere oder Maschinen. Was meinen die Banken also konkret? Was ist ein „Geldkreislauf“? Wer verliert, wenn einer gewinnt? Was macht die Bank also, wenn wir unser Geld auf ein Konto einzahlen? Unterstützen wir womöglich Waffengeschäfte oder den Bau von Atomkraftwerken im Ausland? Aus diesen Überlegungen entstand der Film „let’s make money“. Der österreichische Dokumentarfilmer Erwin Wagenhuber hat den Film gedreht und bereichert uns am Ende auch mit einer bitteren Wahrheit: Unsere Gier nährt auch die Krise. Der wird am Freitag um 20 Uhr im Pfarrsaal von St. Maternus auf der Alteburgerstr. 74 gezeigt. In Anschluss kann es eine Diskussionsrunde geben. Eintritt frei. Zu diesem Thema möchte ich Euch eine außerordentliche Organisation ans Herz legen: Urgewald. Sie beschäftigen sich mit dem Weg unseres Geldes und bezeichnen sich als „Anwalt für Mensch und Umwelt“. Ein Zitat von ihnen möchte ich Euch nicht vorenthalten, das mich zu einem Bankenwechsel bewegt hat: „Wer das Geld gibt, trägt Verantwortung für das Geschäft“.
Und noch einen sehenswerten Film gibt es an diesem Wochenende, meine lieben Cinéasten! Unser Veedel-Kino Odeon lädt regelmäßig einmal im Monat sonntags zu der Filmreihe „Kölsche Filmmatinée ein. Gezeigt werden besondere Schätzchen aus der Kölner Filmszene. An diesem Sonntag heißt es „Film ab“ für „Die fabelhafte Wimmer-Rolle“. Wir begeben uns in das Jahr 1973 zur Aufstiegsrunde des SC Fortuna Köln in die erste Bundesliga. Der Filmer Hein Wimmer hat die Mannschaft nicht nur auf dem Spielfeld mit seiner Kamera begleitet. Worauf die Organisatoren der kölschen Film-Matinée besonders stolz sind, ist, dass Martin Lupen, der Trainer der Aufstiegsmannschaft des SC Fortuna Köln von damals, sein Kommen zugesagt hat! Auch Torwartlegende & ehemaliger Nationaltorwart Wolfgang Fahrian, Friedhelm Otters, Gerd Zimmermann & Hans-Günter Neues werden sich den Film am Sonntag anschauen. Wenn das nicht fabelhaft ist!

Stärkung – Grundlage schaffen
Das Bistro im Gästehaus St. Georg „Bi-Pi’s Bistro“ macht nicht nur guten Kaffee sondern auch gute Musik. Am Sonntag verwöhnt Euch das Hahnentor Trio Köln bestehend aus Ulrike Warnecke (Klarinette), Beate Starken (Violoncello) und Monika Böhmer (Klavier) mit ungewöhnlicher Kammermusik, während Ihr Euch das Frühstücksbuffet des Bistros schmecken lasst. Das verspricht ein unterhaltsamer Sonntagmorgen zu werden. Das Büffet eröffnet um 11 Uhr. Konzert und Frühstück kosten 15 Euro.
Die Brasserie Capricorn i Aries lädt immer wieder gerne zu außergewöhnlichen Kochkursen ein. Judith & Martin Kraeber bieten einen Einblick hinter die Kulissen ihrer Lokalität und schaffen bei den Kochkursen eine familiäre Atmosphäre. Am Sonntag geht es um 11 Uhr mit einer Tasse Kaffe & einem frisch gebackenen Croissant los. Doch dann heißt es ab in die Küche! Diesmal werden die Geheimnisse der französischen Bistroküche gerne verraten. Kochkurs, alle Getränke, Menü & Wein kosten Euch 85 Euro. Um Reservierung wird gebeten, da die Kurse gut besucht sind und es eine begrenzte Teilnehmerzahl gibt. Das könnt Ihr bequem telefonisch unter: 3975710.

„Patrick Anderthalb“ in der Comedia Theater/ Foto: Meyer Original

 

Pänz, Pänz, Pänz
An diesem Wochenende gibt es natürlich auch Bewegungsaufzeichnungen für Pänz in unserer Südstadt! Wer ein Kind im Grundschulalter hat, kennt ihn! Ritter Rost. Es gibt ihn als Buch im Musicalformat mit CD und auch im Kino ist er zu sehen. Der neueste Film heißt „Ritter Rost – Eisenhart und voll verbeult“. 80 Minuten dauert der Film, ist am Samstag um 15 Uhr im Odeon zu sehen und ist empfohlen ab 5 Jahren. Ich habe den Film mit meiner gerade 7-jährigen Tochter gesehen und würde das Alter als Maßstab nehmen, da es schon rasant zugeht in dem Film. Aber: Jeder Jeck ist ja anders!
Im Comedia Theater können Eure Kids (13+) am Freitag & Samstag eine Komödie sehen, die sie zum Nachdenken bringen wird: „Patrick Anderthalb“ beschäftigt sich mit dem schwierigen Thema Adoption. Die schwedische Komödie stammt von Michael Druker, der bereits 1994 über homosexuelle Partner als Adoptiveltern schrieb. Seit 2002 ist dies in Schweden auch möglich. Patrick soll adoptiert werden. Bei seiner Adoption läuft so einiges falsch und bringt die drei Beteiligten dazu, sich und ihre vorgefertigten Meinungen zu überlegen. Lasst Euch überraschen! Mehr über dieses Stück erfahrt Ihr in dem Artikel von meinem Kollegen Stephan Martin Meyer („Brokeback Chicken für homophobe Jugendliche„). Freitag & Samstag, um 19 Uhr.
Für ein etwas jüngeres Publikum lohnt sich ein Besuch des Blauen Hauses am Sonntag um 16 Uhr. Die Märchenerzählerin Kathrin Sonza-Reorda entführt alle Kinder ab 4 Jahren auf eine Reise in den Orient. Ich hatte die Gelegenheit, sie einmal live zu erleben. Sehr einfühlsam geht sie auf ihr Publikum ein und lädt auch zur Interaktion ein. Kurze kostet der Besuch der 30-minütigen Veranstaltung 4 Euro, Große zahlen 5. Mehr Infos gibt’s auch telefonisch 4713239.


Theater, Theater und mehr
Sagen Euch die Namen Hermann Harry Schmitz und Frank Meyer etwas? Mir bis vor Kurzem auch nicht. Hermann Harry Schmitz kam 1880 in Düsseldorf auf die Welt. Nach seiner Ausbildung zum Bürokaufmann (sein Vater war Fabrikdirektor) entdeckte er sein Talent für skurrile Geschichten und begann als Autor tätig zu werden. Allerdings litt er an Tuberkulose und konnte nicht geheilt werden, was ihn dazu veranlasste, sich 1913 das Leben zu nehmen. Frank Meyer ist ein Kölner Schauspieler und Sprecher, der die Texte von Hermann Harry Schmitz zu schätzen weiß. Und Elke Heidenreich hat Stück und Darsteller in den höchsten Tönen gelobt. Schmitz’ Stück „Verzeihen Sie, ich bin eine Stricknadel“ ist am Freitag im Theater am Sachsenring um 20 Uhr zu sehen. Karten gibt es für 12 bis 16 Euro und mehr Infos unter der Telefonnummer 315015.
Am Samstag ist Frank Meyer auch im TAS zu sehen. Diesmal mit dem Stück „Frauen fallen aus dem Fenster“ des Russen Daniil Charms. Charms hat ein bewegtes, kurzes Leben geführt. Er wurde zensiert, verboten, schließlich verhaftet und ist in Haft vermutlich verhungert. Die inszenierte Lesung ist für ein Trio bestehend aus Literatur, Musik & Pistole.

Roman Babik und Band im Pfandhaus./ Foto: Künstler

 

Maestro, Musik!
Das Alte Pfandhaus ist bekannt für grandiose Konzerte herausragender Künstler. Am Sonntag könnt Ihr dort den in Remscheid geborenen Pianisten Roman Babik ab 20 Uhr hören & sehen. Der viel ausgezeichnete Musiker Babik tritt gemeinsam mit dem Saxophonisten Dimitrij Markitantov auf. Seit nunmehr 20 Jahren spielen die beiden gemeinsam. Sie nahmen den polnischen Schlagzeuger Bodek Janke & den mazedonischen Bassisten Martin Gjakonovski hinzu. Wie sich die internationalen Musiker anhören, könnt Ihr hier erfahren.
Die Kulturwerkstatt Tenri versteht sich nicht nur als Ausstellungsort. Am Samstag gibt das lädt Duo Martina und Michael Glock zur „Musikalischen Reise“ ein. Ihr Programm ist abwechslungsreich und beinhaltet romantische Lieder, Chansons & Balladen in Deutsch, Französisch, Englisch & Japanisch! Das klingt sehr interessant. So könnte es sich anhören. Das Konzert beginnt um 19 Uhr, der Eintritt kostet 10 Euro.

Die schönen Künste
Ich hatte Euch ja schon über die Serie von Performances der chilenischen Künstlerin Janet Toro an dieser Stelle informiert. Am Freitag gibt es die vierte Performance-Installation in der Serie „Dibujar El Limite“ (Grenzen zeichnen) in der Galeri O in der Mainzerstraße. Toro war auch Mitglied der Gruppe APJ und führte politisch motivierte Street Art durch, die nicht ungefährlich war.  Sie beschäftigt sich nach wie vor mit politischen, existenziellen und sozialen Themen. Um 17 Uhr geht es los. Vermutlich bis 24 Uhr geöffnet.

Was für ein prall gefülltes Wochenende, meine lieben Wochenend-Falter! Ich hoffe, Ihr findet ein ausgeglichenes Maß an Muße, Unterhaltung, Kunst & Aktivismus. Wir hören uns nächstes Wochenende. Erholt Euch bis dahin, Eure Aslı

PS: Noch viel mehr Termine des Wochenendes findet Ihr übrigens in unserem Terminkalender

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Text: Aslı Güleryüz

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