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Politik

„Bin wieder da!“

Freitag, 20. November 2015 | Text: Judith Levold | Bild: Tamara Soliz

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Das war die Botschaft Henriette Rekers bei ihrem ersten Auftritt als Kölns neue Oberbürgermeisterin. Im Museum Ludwig sprach sie zu zahlreich erschienenen  Presseleuten, begrenzt auf eine Stunde und abgeschirmt von ihren Mitarbeitern aus dem Presseamt.
Mein Fazit nach dieser persönlichen In-Augenscheinnahme: Ja, sie ist wieder da, jetzt erst recht!

Dieses Attentat und die damit verbundene Krise habe sich auf sie so ausgewirkt, dass es sie noch bestärkt habe, erzählt sie einleitend, die Gewalterfahrung habe ihre innere Entschiedenheit gefestigt und sie weiche von keiner ihrer Überzeugungen ab.
„Es hatte schon etwas Surreales“ gibt sie zu, „als mir mein Mann am Donnerstag nach der Wahl erzählte, dass ich sie gewonnen hätte.“ Das sei für sie keineswegs selbstverständlich gewesen und in dem Moment auch irgendwie „in den Hintergrund gerückt“, weil sie stark mit sich selbst zu tun gehabt hätte. Aber ihre Leidenschaft für Köln sei noch gewachsen, „die Flamme ist größer geworden“, so Reker. Und sie dankt ihren Mitarbeitern, die sie schützend vor noch Schlimmerem bewahrt hätten und teilweise bei dem Anschlag auf sie am 17. Oktober, einen Tag vor der OB-Wahl, ebenfalls verletzt worden waren. „Ich habe wirklich großes Glück gehabt. Mein nagelneuer Mantel, den ich nur fünfzehn Minuten anhatte, liegt zwar jetzt in der Asservatenkammer der Polizei, aber es ist ein Glücksmantel!“ erzählt sie lachend.
Sie sieht stabil und optimistisch und auf eine Art erholt aus, auch wenn man ihr anmerkt, dass das viele Sprechen noch anstrengt und auch das Schlucken ihr noch schwerfällt -immerhin hatte das Messer des Attentäters ihre Luftröhre durchtrennt-, aber oft hat ja so eine gewissermaßen durch Unglück erzwungene Pause als Nebeneffekt auch Positives.

Und so dankt sie mit großer Herzlichkeit all´ den vielen KölnerInnen, die ihr während ihres Krankenhausaufenthaltes Briefe, E-Mails und Geschenke zugesandt haben, „Das hat mir sehr geholfen. Hier hat Köln wieder sein wirkliches Gesicht gezeigt und dass Köln nicht nur ein Gefühl ist, sondern Mitgefühl. Das macht mich stolz und zukunftsfroh!“

Über ihren politischen Fahrplan will sie noch nicht allzu viel verraten, sie nehme das Erst-Informationsrecht für die politischen Gremien sehr ernst und werde sich erst bei der offiziell ersten Ratssitzung dazu äußern. Ihre festliche Amtseinführung am 15. Dezember könne man, wie sie gewohnt unprätentiös hinzufügt, knapp halten „Die Amtskette darf ich aktuell sowieso noch nicht umhängen!“

Ein paar Eckpfeiler ihres Wirkens gibt sie aber dennoch preis, wie etwa die Einführung eines neuen Politik-Stils, weg vom Blockdenken und die Sache im Auge behaltend, mit viel Transparenz und Beteiligung für die Bürger, aber auch bei der Reform der Verwaltung. Denn für letztere wolle sie deren Mitarbeiter nicht bloß „mitnehmen“, sondern beteiligen, auf dass da mehr Entscheidungsfreude und beschleunigte Verfahren entstünden und „Hierarchien keine Verschiebebahnhöfe“ mehr seien. Die Bezirksvertretungen wolle sie stärken, denn „wir sind ja mit den Bezirken mehrere Großstädte in einer!“ und die Gemeindeordnung werde sie sehr ernst nehmen: „Ratsbeschlüsse werden umgesetzt und einE OB bereitet die Entscheidungen des Rates vor – das ist die zugewiesene Unabhängigkeit der Verwaltung und das werde ich nutzen!“ so Reker entschlossen.

Wie schon im Wahlkampf und auch bei früheren Gelegenheiten, ließ sie ihre Schwerpunkte Wohnraumschaffung und menschenwürdige Flüchtlingspolitik als ihr besonders am Herzen liegend anklingen, insgesamt solle Köln im Ranking der Großstädte auch wieder den Platz einnehmen, an den es gehöre. Nämlich nach vorne.
Das ist Balsam auf die Kölner Seele, klingt aber auch nach Lust auf Arbeit im neuen Amt: „Wenn man dafür einen so hohen Preis zahlen musste, wie ich dann will man auch die Früchte einbringen!“
 

Text: Judith Levold

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