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Sport

Blühende Bundesliga – der 3. Spieltag

Montag, 26. August 2013 | Text: Roger Lenhard | Bild: DesignWork, Köln

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Die Bundesliga feierte kürzlich ihren 50-jährigen Geburtstag. Von Midlife-Crisis und Altersbeschwerden keine Spur. Im Gegenteil. Die Bundesliga boomt und ist sicherlich eine der besten Ligen, wenn nicht die beste Liga der Welt in sportlicher Hinsicht. Sie ist wirtschaftlich auf jeden Fall die gesündeste Spielklasse mit phantastischen Arenen. Die Zuschauer strömen in Scharen zu den Begegnungen, und in den Derbys werden die Stadien zu wahren elektrisierenden Hexenkesseln. Anti-Aging, Botox oder Facelifting braucht die Bundesliga nicht, da bestens ausgebildete Talente aus den Nachwuchszentren der Vereine nicht nur in die 1. Mannschaft drängen, sondern sogar regelmäßig spielen.

 

Aber es gibt auch ernstzunehmende Befürchtungen. Noch nie zuvor stand mit Bayern München der Deutsche Meister und mit Greuther Fürth der erste Absteiger so früh fest wie in der abgelaufenen Saison. Uli Hoeness äußerte die Sorge, dass in Zukunft spanische Fußballverhältnisse drohen, also im Grunde nur zwei Mannschaften – Bayern München und Dortmund – die Meisterschaft unter sich ausmachen wie es in Spanien mit dem FC Barcelona und Real Madrid schon seit Jahrzehnten üblich ist. Die Anmerkung des Dortmunder Trainer dazu, es drohten eher schottische Verhältnisse mit Bayern München als Titelabonnenten, schien beängstigend realistisch. Wie realistisch, das zeigte sich nach dem Wechsel des besten deutschen Spielers und Ur-Dortmunders Mario Götze zu Bayern München. Es wurde aber ebenfalls die ganze Verlogenheit der bayerischen Sorge um drohende spanische Verhältnisse deutlich. Spätestens nachdem auch noch der Dortmunder Lewandowski abgeworben werden sollte, war klar, dass die Münchener schottische Verhältnisse wollen und spanische Verhältnisse fürchten mit einem Rivalen auf dauerhafter Augenhöhe.

Nach den ersten drei Spieltagen sind vier Mannschaften ungeschlagen. Bayern, Dortmund, Leverkusen und äußerst überraschend Mainz gewannen ihre Partien. Spielbeherrschend war München jedoch lediglich bei der Saisoneröffnung gegen Mönchengladbach, während Dortmund – mit Abstrichen gegen Braunschweig – und Leverkusen überzeugten und sich als ernstzunehmende Konkurrenten positionierten. Die als Mitbewerber um Platz drei oder gar um Platz zwei gehandelten Schalker sind nach nur einem Punkt aus den Bundesligaspielen und dem enttäuschenden Unentschieden in der Champions-League Qualifikation gegen PAOK Saloniki schon jetzt in einer tiefen Krise. Es fehlt an allem, was eine gute Mannschaft auszeichnet: Temperament, Laufbereitschaft, Handlungsschnelligkeit und Passgenauigkeit. Insbesondere die Leidenschaftslosigkeit und das erschreckende Abwehrverhalten aus der vergangenen Saison sollten durch die Neuverpflichtungen ( „Charakter vor Klasse“, Horst Heldt ) und zwei Trainingslagern verbessert werden, doch es ist fast noch schlimmer geworden. Da fragt man sich schon, was Trainer und Mannschaft in der langen Vorbereitung denn alles so getrieben haben. Die eigentliche Pointe ist, dass die Blauen gegen Saloniki antraten, dessen Trainer Huub Stevens ist. Der Holländer wurde als Trainer vor fast einem Jahr vor allem auf Betreiben der Spieler entlassen, die ihm mangelnde Kommunikation, Verbocktheit und veraltete Trainingsmethoden und Spielformen vorwarfen. Genau die selben Spieler standen am vergangenen Dienstag auf dem Platz und spielten den selben Quark wie unter ihrem alten Coach ein Jahr zuvor. Das alles ist eine Frage des Charakters, aber nicht immer des Charakters des Trainers, sondern eben auch der Spieler.

Die Saison ist jung und die abschließende Antwort noch lange nicht gesprochen.

Glück auf!

 

Die Ergebnisse des 3. Spieltages
Dortmund – Bremen 1:0

München – Nürnberg 2:0

Leverkusen – Gladbach 4:2

Hannover – Schalke 2:1

Hoffenheim – Freiburg 3:3

Mainz – Wolfsburg 2:0

Berlin – Hamburg 1:0

Braunschweig – Frankfurt 0:2

Augsburg – Stuttgart 2:1

Die Tabelle nach dem 3. Spieltag

1. Dortmund – 9 Punkte – 7:1 Tore

2. Leverkusen – 9 Punkte  – 8:3 Tore

3. München – 9 Punkte – 6:1 Tore

4. Mainz – 9 Punkte – 9:3 Tore

5. Berlin – 7 Punkte – 4:4 Tore

6. Bremen- 6 Punkte – 2:1 Tore

7. Hannover – 6 Punkte – 4:4 Tore

8. Hoffenheim – 5 Punkte – 10:6 Tore

9. Wolfsburg – 3 Punkte – 4:4 Tore

10. Gladbach – 3 Punkte – 6:7 Tore

11. Frankfurt – 3 Punkte – 3:7 Tore

12. Augsburg – 3 Punkte – 2:6 Tore

13. Nürnberg – 2 Punkte – 4:6 Tore

14. Freiburg – 1 Punkt – 5:8 Tore

15. Schalke 04 – 1 Punkt – 4:9 Tore

16. Hamburg – 1 Punkt – 4:9 Tore

17. Stuttgart – 0 Punkte – 3:6 Tore

18. Braunschweig – 0 Punkte – 1:5 Tore

 

Text: Roger Lenhard

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