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Lükes Liebes Leben

Darth Vader auf Glühwein

Montag, 30. November 2020 | Text: Reinhard Lüke

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Maradona ist tot. Okay, kann passieren. Aber jetzt hat auch David Prowse das Zeitliche gesegnet. Und dessen Karriere lief auch nicht immer schön. Der fast zwei Meter große britische Schauspieler verkörperte mehrfach einen der berühmtesten Bösewichte der Filmgeschichte und blieb dennoch weitgehend unbekannt. Weil er als Darth Vader nunmal in einem Ganzkörperkostüm steckte, in dem er nicht zu erkennen war. Und nicht mal seine Stimme durfte Prowse dem galaktischen Tunichtgut leihen. Für das legendäre röchelnde Keuchen kam ein anderer Schauspieler zum Einsatz. Und sollte der Hühne gehofft haben, am Ende der Star-Wars-Trilogie dürfte er endlich mal Gesicht zeigen, war´s auch wieder nix. Als Luke Skywalker seinem sterbenden Widersacher die Maske abnahm, kam da das Anlitz eines Darsteller-Kollegen zum Vorschein, der eigens für diese Szene engagiert worden war. Irgendwie dumm gelaufen für den Briten. Hoffen wir mal, dass George Lucas ihn wenigstens ordentlich bezahlt hat.

Ich hab´s klein

Und sonst? Schönes Wetter heute. Wie eigentlich seit Wochen schon. Ich kann mich nicht erinnern, je einen solch sonnigen und trockenen November erlebt zu haben. Ist das jetzt Klimawandel oder Petrus´ Entschädigung für Corona? Vielleicht ist es an der Zeit, mal die positiven Seiten der Pandemie ins Visier zu nehmen. Wozu gehört, dass ich seit dem Lockdown light wieder mehr Geld im Portemonnaie habe. Da ich mich zu den Bargeld-Romantikern zähle, gibt’s beim Einkaufen Wechselgeld zurück. Ein-, Zwei-Euro-Münzen und natürlich das ganze Kleingemüse. Normalerweise landet das in der (Außen-)Gastronomie. Hier ein Espresso, da ein Gläschen Wein. Geht aber derzeit nicht.

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Und da ich nicht zu den Menschen gehöre, die Kassiererinnen gern mit der Ankündigung „Ich hab´s klein!“ zur Verzweiflung treiben, sammelt sich das Kleingeld halt. Seit gut einer Woche gäbe es in der Südstadt allerdings eine feine Möglichkeit, es in Alkohol zu investieren. In Glühwein!!! Leider habe ich diese heiße Plörre, egal ob vom Discounter oder vom Winzer, noch nie gemocht, aber mit dieser Aversion gehöre ich offenbar einer Randgruppe an. Ich finde es einfach irre, auf welche Resonanz dieses aus der Not geborene Angebot unserer Gastronomen stößt. Ab dem späten Nachmittag versammeln sich selbst an Werktagen An der Eiche rund hundert Menschen, um sich an einem jener dampfenden Becher zu erwärmen, die im Schnörres ausgeschenkt werden. Am Wochenende gibt’s den Trunk schon ab 12 Uhr mittags und von Donnerstag bis Sonntag zusätzlich auch bei Haus Müller.

Klebrige Geselligkeit

Und soweit ich das Geschehen vor meiner Tür überblicken kann, läuft das alles auch einigermaßen friedlich ab. Man steht in Kleingruppen beieinander und hält gebührenden Abstand zum nächsten Trüppchen. Und wenn meine Fensterbank gelegentlich ab Abstellfläche benutzt wird, kann ich damit leben. Bislang hat zumindest noch keiner das klebrige Gesöff darauf verteilt. Und so lange die Betreiber der beiden Kneipen nicht auf die Idee kommen, den Platz mit „Last Christmas“ oder anderem Süßstoff zu beschallen, soll es mir recht sein. Wetter spielt ja auch mit.

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Vor der Bagatelle ist´s ja offenbar anders gelaufen. Da haben Bedürftige auf Entzug scheinbar versucht, den ausgefallenen 11.11. nachzuholen. So sehr ich den gebeutelten Gastronomen dieses kleine Zubrot gönne, erklären kann ich mir diesen Glühwein-Hype nicht. Was jetzt nichts mit meiner Abneigung gegen das Getränk zu tun hat. Was treibt die Leute? Gab es da einen derartigen Überdruck durch untersagte Geselligkeit, der nun unbedingt raus muss? Dabei war es hierzulande doch nie verboten, sich in Kleingruppen selbst mit Alkohol draußen zu treffen. Oder ist es die in diesem Jahr noch stärkere Sehnsucht nach vorweihnachtlicher Heimeligkeit, die das Volk massenhaft zum Glühwein greifen lässt? Keine Ahnung.

Kauft Kühlschränke!

Aber es gibt ja noch mehr positive Corona-Erscheinungen. Der schon mal insolvente Modellbahn-Produzent Märklin verzeichnet wie sämtliche Spiele-Hersteller Rekordumsätze und auch die lokalen Buchhändler freuen sich über eine neue Leselust. Fein. Sorge macht mir indes die Lebensmittelversorgung vor dem Fest. Heilig Abend fällt auf einen Donnerstag. Das heißt, dreieinhalb Tage lang gibt es nix zu kaufen! Wenn ich davon ausgehe, dass Weihnachten in Anbetracht der Lage in vielen Familien diesmal zur veritablen Fressorgie ausarten wird und mir zudem die Hamstermentalität der Konsumenten vor Augen halte, könnte es vor und in den Supermärkten zu dramatischen Szenen kommen. Zumal ab morgen die Zahl der zulässigen Kunden auf einer Verkaufsfläche verringert wird, dürfte es da in den nächsten Wochen zu langen Schlangen kommen. Unschöne Aggressionen inklusive. Aber vielleicht deckt sich das Volk ja auch sicherheitshalber mit zusätzlichen Kühlschranken und Gefriertruhen ein. Wäre ja auch der blanke Horror. Es weihnachtet ganz allerliebst und man hat nichts zu essen und zu trinken.

Text: Reinhard Lüke

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