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Politik

Der „echte Kehrl“ geht jetzt nach Düsseldorf

Montag, 15. Mai 2017 | Text: Stefan Rahmann | Bild: Meine Südstadt

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Das Ergebnis ist eindeutig. Den Wahlkreis Köln I, zu dem neben Rodenkirchen, Meschenich, Sürth, Weiß, Zollstock und Bayenthal auch die Neustadt-Süd gehört, hat Oliver Kehrl (CDU) gewonnen. Für ihn stimmten 29.691 Wählerinnen und Wähler. Ingrid Hack von der SPD, die seit der Wahl von 2012 im Landtag saß, bekam 24.818 Stimmen. Rund 5000 weniger als Kehrl. In den 44 Wahllokalen der Neustadt-Süd hatte allerdings Hack die Nase vorn. Sie erhielt 6286 Stimmen, Kehrl 5012. Für Schallehn stimmten dort 3968 Wählerinnen und Wähler, für Wienke (Linke) 2129, für Lorenz Deutsch (FDP) 1963, Dr. Marc Benecke (DIE PARTEI) 979, für Richard Majeweski (AFD) 496 und für Stehling (DKP) 36. Mit 2,35 Prozent erhielt Majewski in der Südstadt den geringsten Erststimmenanteil aller AfD-Kandadiaten stadtweit. Die Wahlbeteiligung in der Neustadt-Süd lag bei überdurchschnittlichen 72,06 Prozent. Im Stadtteil Altstadt-Süd, zu dem beispielsweise die Severinsstraße gehört, lag die Wahlbeteiligung bei 67,61 Prozent. Auch dort lag Ingrid Hack mit 4308 Stimmen vor Kehrl (3852). Schallehn erreichte 1939 Stimmen, Deutsch 1271, Gunda Wienke 1242, Dr. Benecke 682, Majewski 453 und Stehling 23.Im Stadtteil Altstadt-Süd, zu dem beispielsweise die Severinsstraße gehört, lag die Wahlbeteiligung bei 67,61 Prozent. Auch dort lag Ingrid Hack mit 4308 Stimmen vor Kehrl (3852). Schallehn erreichte 1939 Stimmen, Deutsch 1271, Gunda Wienke 1242, Dr. Benecke 682, Majewski 453 und Stehling 23.

Ingrid Hack nicht mehr im Landtag

Da Ingrid Hack auf einem der hinteren Listenplätze ihrer Partei für die Wahl stand, ist nach dem verlorenen Direktmandat im Wahlkreis das Kapitel Landtag für sie fürs Erste beendet. Die Freien Demokraten sind mit 28 Abgeordneten im neuen Landtag vertreten. Lorenz Deutsch steht auf Listenplatz 30. Sollte also der Parteivorsitzende Christian Lindner nach der Bundestagswahl nach Berlin gehen, wäre Deutsch der erste Nachrücker, falls noch ein Mitglied der FDP-Fraktion sein Mandat zurückgibt. Nicht unmöglich. Was die Direktmandate angeht, setzt sich im Wahlkreis Köln I das Wechselspiel zwischen den Kandidaten von SPD und CDU weiter fort. 2005 gewann Ingrid Hack, 2010 Andrea Verpoorten (CDU), 2012 wieder Hack und nun Kehrl.

Blutarmer Wahlkampf der SPD

Woran hat es gelegen? Der Wahlkampf von Mandatsinhaberin Hack wirkte ein wenig blutarm. Als stellvertretende Sprecherin der SPD-Fraktion für Familie, Kinder und Jugend hatte sie es aber auch schwer, mit ihren Themen Fuß zu fassen. Denn mit diesem Spektrum landet man im Wahlkampf schnell beim Thema Schule und damit war nun wirklich kein Blumentopf zu gewinnen. Und erst recht kein Mandat.

Innere Sicherheit und Verkehr

Kehrl hatte Hack voraus, dass seine Themen innere Sicherheit und Verkehr diesmal einfach „dran“ waren. Auch wenn seine Standpunkte etwa in Sachen Flüchtlingspolitik („Obergrenzen“), Videoüberwachung auf dem Chlodwigplatz und konsequenter Weiterbau der Nord-Süd-Bahn bis in die südlichen Stadteile Kontroversen im Veedel auslösten, hat ihm das offensichtlich nicht geschadet. Im Gegenteil: Er hat die Themen gesetzt, die SPD hätte reagieren müssen. Sie blieb seltsam still. Dazu kam ein professionell geführter Wahlkampf, in dem den CDU-Kandidaten eine Werbeagentur unterstützte.

 

Kehrl hat in den vergangenen Wochen die sozialen Netzwerke bespielt wie kein anderer der Kandidaten, die in der Südstadt zur Wahl standen. Im öffentlichen Straßenraum kam an Kehrl auch niemand vorbei. Allein auf dem Chlodwigplatz hing an fast jedem Baum ein Plakat mit seinem Konterfei. Hinzu kam ein Vielzahl von Terminen an Wahlkampfständen. Man darf wohl sagen, dass sich Oliver Kehrl im wahrsten Sinne des Wortes für dieses Mandat den Arsch aufgerissen hat. Und dann ist es am Ende eben kein Zufall, dass er in unserem eher nicht der CDU zugeneigten Veedel zwar unterlag, den Wahlkreis insgesamt aber deutlich gewann.

Text: Stefan Rahmann

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