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Kultur

Der große Saal – ein nachdenkliches Stück

Donnerstag, 5. Mai 2011 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Der Donnerstag endete – vorerst – mit einer beeindruckenden Inszenierung des Theater mini-art aus Bedburg Hau. Puppen und Menschen auf der Bühne. Ein Altenheim. Eine Frau nach einem Schlaganfall. Und eine besorgte Tochter, die sich jedoch nicht lange um ihre Mutter kümmern kann, da sie in Paris lebt.

 

Der Donnerstag endete – vorerst – mit einer beeindruckenden Inszenierung des Theater mini-art aus Bedburg Hau. Puppen und Menschen auf der Bühne. Ein Altenheim. Eine Frau nach einem Schlaganfall. Und eine besorgte Tochter, die sich jedoch nicht lange um ihre Mutter kümmern kann, da sie in Paris lebt.

 



Tod und Sterben, das sind die Themen, die gern und oft aus dem Leben ausgeklammert werden. Dieses Stück stellt sie ins Zentrum. Die alten Menschen im Altenheim werden durch Puppen dargestellt, die beinahe lebendig wirken. Die beiden Schauspieler wechseln zwischen den Rollen hin und her, wobei die Geschlechtergrenzen ohne Hemmungen überschritten werden. Gleichzeitig bewegen und sprechen sie auch noch für ihre Puppen, nur leichte Nuancen in der Stimmlage weisen auf den Rollenwechsel hin.

Die Szenerie des Stückes nimmt das Ende früh vorweg, es ist klar, dass die alten Mutter in diesem Heim die letzten Tage verleben wird. Dass sie in diesen Räumlichkeiten, in denen sie sich alles andere als wohl fühlt, nicht mehr lebendig verlassen wird. Das Zeichen für ihr Ende ist der Umzug in den großen Saal, in dem die Sterbenden liegen. Jedes Recht auf Individualität und persönliche Selbstentfaltung ist der Hauptfigur genommen – eine Realität, die sich im täglichen Krankenhaus- und Altenheim-Alltag abspielt. Die Akteure nehmen kein Blatt vor den Mund, auch Jugendliche müssen sich irgendwann einmal mit dem Thema auseinandersetzen.

 

Die Inszenierung zog die Zuschauer in den Bann. Bei den meisten traten Erinnerungen an eigene Erfahrungen mit älteren Verwandten in den Vordergrund. Und sie waren mit der Vergänglichkeit des eigenen Seins konfrontiert. So ist es nicht verwunderlich, dass nach dem Applaus keine schnelle Bewegung aus dem Saal heraus stattfand, sondern viele noch eine Weile sitzen blieben, nachdenklich, vielleicht auch traurig, in sich gekehrt. Die leichte Befangenheit trug sich auch bis ins Foyer hinaus, der Wunsch nach einem kühlen Getränk war groß, nach und nach fiel die Erinnerung ab, wich neuen Themen.

Wenn das Herz wieder am rechten Fleck ist, dann kann heute Abend gefeiert werden. Denn der spätere Abend wird ganz im Zeichen der Festivalparty stehen. Auf geht’s!
 

Text: Gastbeitrag

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