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Kultur

Eingerüstet – in Schwarz-weiß

Dienstag, 29. August 2017 | Text: Dirk Gebhardt | Bild: Eusebius Wirdeier

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Zweieinhalb Jahre war die Severins Kirche im Herzen der Kölner Südstadt für die Gemeinde geschlossen. Es wurde ausgeräumt und nicht nur die wertvollen Kunstschätze, auch kirchliche Alltagsgegenstände wie Messgewänder und Gebetsbücher mussten den Kirchenraum verlassen. Die Sanierung stand an – innen wie außen war die Kirche eingerüstet. Jetzt nach der aufwändigen Sanierung und dem festlichen Neubeginn steht vieles wieder an seinem Platz, vergessen der Lärm, die eingerüstete Fassade und der staubige Innenraum.

 

Am südlichen Obergaden werden neue Bleiverglasungen in die Maßwerkfenster eingebaut. Häuserzeile am Severinskirchplatz und Severinstorburg.
3. Januar 2017 / Foto: Eusebius Wirdeier

In den ungefähr 1600 Jahren ihrer Existenz hat die ehemalige Stiftskirche Sankt Severin viele Um- und Neubauphasen durchlebt. Von kaum einer gibt es noch ausführliche Dokumentationen. Das Buch „Severin renoviert“ des Kölner Fotografen Eusebius Wirdeier hält den Prozess der Renovierung aus verschiedenen Perspektiven fest. Nicht nur die Bauarbeiten in und auf der Kirche werden gezeigt, auch die Restaurierung der Kunstschätzte, die Veränderung des Stadtbildes durch die eingerüstete Basilika und das Leben der Gemeinde im Provisorium sind Thema des Buches. Die 64 dokumentarischen schwarz-weißen Fotografien sind von einer lakonischen Authentizität, die den Leser unmittelbar in das Geschehen eintauchen lässt.

 

Messfeier in der Osternacht. 16. April 2017 / Foto: Eusebius Wirdeier

 

Die Bilder von einem Gottesdienst in der Krypta oder im Friedenspark schildern das Leben einer Gemeinde ohne Hauptsitz. Akribisch schaut man den Restauratoren bei der Arbeit an Gemälden, und Kapitellen zu.  Einen erweiterten Kontext erhalten die Bilder durch 8 Texte. Die AutorInnen sind alle der Severins Kirche verbunden, als Pastor, Restauratorin oder Gemeindemitglieder. Ihre Texte sind Schilderungen der Bauarbeiten, Erfahrungen der zweieinhalbjährigen Renovierung – oder persönliches Erlebnis mit einer Fledermaus im Kirchenschiff.

Eusebius Wirdeier und die Katholische Kirchengemeinde St. Severin, Köln haben eine Dokumentation erarbeitet, die technische und emotionale Aspekte dieser Renovierung festhalten. In dieser Mischung wird deutlich, dass Erneuerung auch Neuanfang bedeutet. Dieser wird für viele Menschen im Vrings-Viertel im Verborgenen stattgefunden haben. Das Buch „Severin renoviert“ macht diesen Neuanfang und seine Auswirkungen transparent.

 

Im Sommer 2017 erschien „Severin renoviert“.
Ein Fotobuch von Eusebius Wirdeier mit Texten von Rosemarie Amberge, Barbara Ellerbrok/Jens Kratzheller, Joachim Oepen, Anna Pawlik, Johannes Quirl, Ingrid Rasch und Christoph Schaden.

 

Das Buch (ISBN 978-3-00-056589-2) kann bestellt werden bei der Katholischen Kirchengemeinde St. Severin Köln, Im Ferkulum 29, 50678 Köln.
 

Text: Dirk Gebhardt

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