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Südstadt

Einmaliges Bauprojekt in Zollstock kann bald starten

Montag, 25. Mai 2020 | Text: Susanne Wächter | Bild: Susanne Wächter

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Sie sind fast am Ziel. Das von der Mietergenossenschaft initierte und für Köln einmalige Projekt, 100 Prozent sozialen Wohnungsbau in Eigenregie zu stemmen, scheint kurz vor dem Finale zu stehen. Im Juni will die Stadt den Kaufpreis für das Baugrundstück benennen.

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Kurzzeitig herrschte großer Aufruhr in der Siedlung am Kalscheuer Weg, auch als Indianersiedlung bekannt. Auf deren Freiflächen soll neuer Wohnraum entstehen. Dafür gründete die Siedlergemeinschaft im Jahr 2017 eine weitere Genossenschaft, die Mietergenossenschaft, weil nicht alle Siedler das Projekt mittragen wollten. Der Kaufpreis für das Grundstück, das noch im Eigentum der Stadt ist, wurde laut eines externen Gutachters auf 4,4 Millionen Euro taxiert. Dann sei das Liegenschaftsamt mit der Summe von über 9 Millionen dahergekommen, doch dies scheint nun vom Tisch. Von dem Aus des Projekts war kurzzeitig die Rede. Dies aber stimme so nicht, bekräftigen sowohl die Stadt als auch die beiden Vorsitzenden der Mietergenossenschaft Georg Brombach und Ralf Leppin.

Siedler Ralf Leppin (li.) und Georg Brombach

Kaufpreis steht noch nicht abschließend fest

„Den genauen Kaufpreis kennen wir noch nicht“, erklärt Leppin. Und die Stadt antwortet auf Nachfrage, dass für die „Genossen nach wie vor das eingeräumte Erstandienungsrecht“ gelte. Dabei handelt es sich um die Zusicherung, exklusiv nur mit den Genossen und nicht parallel mit sonstigen Interessierten zu verhandeln, unterstreicht Stadtsprecherin Inge Schürmann. Auch habe der Liegenschaftsausschuss 2017 ausdrücklich beschlossen, dass eine Veräußerung zum Verkehrswert erfolge. Dieser liegt nach Angaben des eingeholten Gutachtens bei etwa 4,4 Millionen Euro. Es ist ein Gutachten, das die Genossenschaft bei einem privaten Gutachter in Auftrag gegeben hatte. „Dessen Ergebnis konnte einer Überprüfung aber nicht standhalten, wie Schürmann weiter sagt.

„Zurzeit wird das Angebot aktualisiert, da kürzlich von der Vorhabenträgerin vorgelegte Vermessungsunterlagen einen neuen Flächenzuschnitt ergeben“, teilt das zuständige Amt mit. Daraus ergebe sich ein anderer Verkehrswert. Mit einem Abschluss sei Anfang Juni zu rechnen. Im Juli 2019 hatte das Liegenschaftsamt der Mietergenossenschaft zwei Varianten des Flächenerwerbs vorgeschlagen. Entweder können sie das Grundstück käuflich erwerben oder per Erbbaurecht die Fläche bebauen.

Fläche von Bewuchs befreit – Klo im Grünen noch da!

Erste Vorbereitungen am Kalscheurer Weg erfolgt

Derweil waren die Genossen schon fleißig auf dem Gelände. Einiges an Bewuchs wurde beseitig und die Häuser eines angrenzenden Kleingartens bereits in Eigenleistung abgerissen. „Die Stadt hatte den Gärtnern rechtzeitig gekündigt“, sagt Brombach dazu und zeigt am geschlossenen Zaun auf das Gelände, auf dem schon bald die Bagger anrollen können, wenn alle politischen Gremien dem vorhabenbezogenen Bebauungsplanentwurf zugestimmt haben und man sich natürlich mit der Stadt über den Erwerb des Grundstücks einig wird. Bei letzterem Punkt blicken die Genossen zuversichtlich in die Zukunft.

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Viel Geld hat es sie bereits gekostet, das Projekt zu stemmen. Leppin spricht von rund 500.000 Euro, die für die Vorarbeiten bereits finanziert werden mussten. Dazu gehören nicht nur die Architektenentwürfe, sondern auch die verschiedenen Gutachten zu Lärm, Baum- und Artenschutz. Auch für die Ausgleichsmaßnahmen müssen die Genossen aufkommen. Weil sie eine bislang grüne Fläche versiegeln, muss Grünausgleich geschaffen werden. Dafür seien zwei Flächen in Longerich gefunden worden, auf denen dann aus Ackerland, Wald und Grünfläche wird. Hierzu wurde eine Pflegevereinbarung für 30 Jahre abgeschlossen, die etwa 133.000 Euro kostet.

Bis Ende des Jahres, davon gehen Leppin und Brombach aus, werden sie wohl den Bauantrag und die Wohnbauförderung stellen können.

Text: Susanne Wächter

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Kommentare

  • Hildegard sagt:

    Erstaunlich dass von dieser scheinbar so sozialen Siedlung keine Rücksicht auf die alten Leute die seit über 40 Jahren in ihrem schrebergärten waren ,Rücksicht genommen wurde. Eine menschliche lösung wäre gewesen die schrebergärten zu räumen wenn der Baubeginn feststeht. Dann hätten die alten Leute sicher noch den Sommer ihre Oasen nutzen können. Aber Herr brombach interessiert sich nicht für Menschen.. Leider. Selber haben die Siedler es geschafft nicht geräumt zu werden mit der Siedlung am kalscheurer weg .Damals 2001 .Dann aber selber für die eigenen Interessen andere räumen zu lassen ohne wirkliche Notwendigkeit. Jetzt kann man gespannt sein wie ohne finanzielle Mittel ein 30 Mio Projekt umgesetzt werden soll. Soweit ich weiss haben der Sohn und der Schwager von Herrn brombach einen gutbezahlten Job mit der Räumung der schreber Gärten bekommen.

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