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Kultur

Kunst in drei Akten

Mittwoch, 12. Dezember 2018 | Text: Elke Tonscheidt | Bild: Marc Loecke

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Was ist Schönheit? Erliegt die Liebe der Schönheit? Fragen, die sich die Kölner Künstlerin und Designerin Ela Mergels nicht erst seit gestern stellt. Und sie hat eine sehr eigene, plakative Sprache dafür gefunden: Ihre BEAUTIES – Eine Serie mystisch anmutender Figuren mit schönen und reinen Seiten, aber auch ganz dunklen und geheimnisvollen. Ela Mergels ist eine von sechs Künstler/innen, die mit der Ausstellung „Laut und Leise“ ab dem 14. Dezember im Kunstraum grevy gastieren.

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Sechs, je nach Perspektive laute und leise Künstler und Arbeiten. Neben Ela Mergels stellen auch die Kölner Andreas Bausch, Malte Lück, Jens Emde und R.J. Kirsch aus. Außerdem eine Frau, die dafür extra aus Istanbul in die Kölner Südstadt reist: Damla Yalcin. Sie alle haben zusammen gefunden, weil Sven Nowak sie zusammen gebracht hat. Der künstlerische Leiter von Jack in the Box an der Koblenzer Straße ist 14 Jahren als Kunstberater unterwegs ist und freut sich, dass sie alle sofort zusagten, an seiner in drei Akten konzipierten Kunstausstellung mitzuwirken.

Schnitzen, sprühen, stapeln.

Und die verspricht einen spannungsreichen Mix: Von Malen, Schnitzen, Sprühen, Stapeln, Träumen, Falten bis hin zum Knüpfen und Sticken. Inklusive Interventionen – und auch ein Adventtalk darf, der Jahreszeit angemessen mit Glühwein, nicht fehlen. Verteilt auf eben genau drei Akte der einwöchigen Ausstellung: Vernissage (14.12., ab 18 Uhr), Midissage (16.12., ab 16 Uhr) und Finissage (21.12., ab 18 Uhr).

o.l. Sven Nowak, o.r. Arnd Schäfer, u.l. Jens Emde, u.m. Ela Mergels, u.r. R. J. Kirsch

Sechs Künstler mit sechs Ansichten

Sechs Künstler zeigen sechs Positionen und bringen so sechs Ansichten ein. So wird der Maler und Konzeptkünstler R.J.Kirsch barocke Falt-Entwürfe präsentieren, die den Betrachter „in eine Topographie komplex verfalteter Oberflächen entführen“. In seiner „Soft Impact“-Serie zelebriert Kirsch, der sein Atelier in Sülz hat, die Verformung als Gestaltprinzip. Stets geht es ihm um Energie und die Spuren einwirkender Kräfte.

Ist seine Kunst nun „laut“ oder doch „leise“? Schnell wird klar: Die Zuordnung, wer zu „laut“ bzw. „leise“ passt, ist nicht einfach. Regt aber die Fantasie an! Und vielleicht kommt es Sven Nowak auch genau darauf an. Denn natürlich möchte er als Kunstberater dazu beitragen, dass Arbeiten verkauft werden – und dabei ist die Kommunikation rund um die Kunst nicht unwichtig.

„Hunderte von Modezeitschriften zerschnipselt“

Zurück zu Ela Mergels und ihren BEAUTIES, die Kunstberater Nowak schon lange begeistern. Sie sind bereits 2004 entstanden und die Künstlerin erinnert daran, dass gerade zu Beginn des 21. Jahrhunderts das Thema Schönheit stark mit der modernen Chirurgie verknüpft war: „Immer mehr Frauen und Männer begannen, sich ihrem Idealbild gemäß optisch anzugleichen, eben durch chirurgische Eingriffe.“ Und so fing auch Ela Mergels an zu schneiden. „Für meine BEAUTIES habe ich Hunderte von Modezeitschriften zerschnipselt, neu zusammengeklebt und am Computer nachbearbeitet.“ Mit den neu entstandenen Wesen transportiert Mergels mythologische Darstellungen ins Jetzt. Vielleicht auch neue Leitfiguren? Rätselhaft und schillernd erscheinen sie allemal. Und bald im richtigen Licht: Eine Schreinerei in Rodenkirchen baut gerade die passenden Leuchtkästen, um Mergels Werke noch wirkungsvoller erscheinen zu lassen.

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Viel Energie kommt also zusammen. Den Kunstraum grevy hat sich Nowak, der in Bonn lebt, sehr bewusst ausgesucht: „Die Kölner Südstadt stellt mit diesem Kunstraum einen ganz besonderen Ort für die Ausstellung dar, da die Kunstnavigation, vor langer Zeit, ihren Ursprung in der Südstadt fand.“

Das hört grevy-Gründer Arnd Schäfer gern, der mit „Laut und Leise“ die nun 15. Ausstellung vor Ort gestaltet: „Ich freue mich auf diese Premiere unter Federführung von Sven Nowak, der erstmals externe Künstler zu uns in die Rolandstraße bringt. Wir kooperieren gern und sind mehr als gespannt!“

Text: Elke Tonscheidt

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