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Kultur Neuigkeiten

Geheimes Wohnzimmerkonzert – BAP im Chlodwig Eck

Dienstag, 31. Mai 2011 | Text: Gastbeitrag | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Es war ein streng gehütetes Geheimnis. Wolfgang Niedecken und BAP spielten nach 32 Jahren wieder im Chlodwig Eck in der Südstadt, dort, wo alles angefangen hatte. Damals, erklärte „der Wolfjang“ auf der Bühne, hatte BAP das letzte Mal hier eingeheizt, und nach dem Gesetz der Serie „treten wir im Jahr 2043 hier wieder auf“.

Chlodwig Eck / Foto: Dirk Gebhardt

 

Zum 60. Geburtstag hatten BILD und Wolfgang Niedecken ein Wohnzimmer-Konzert für die wahren Fans ausgeschrieben. Jeder Fan konnte sich bewerben, indem er seine Geschichte, die ihn mit der Südstadtband verband, einreichte. Hunderte von Einsendungen wurden ausgewertet, und letztlich entschied man sich für den „1. Kölner BAP-Stammtisch“.

Dylan, Stutti, Hummel und BABsi sind absolute Hardcore-Fans und haben diesen am 26. November 2006 gegründet. „Für uns war klar, dass der natürlich in der Keimzelle der Band stattfinden musste“, erklärte BABsi vor dem Wohnzimmerkonzert in der berühmt-berüchtigten Eckkneipe. Gemeinsam mit Wirt Robert laden sie alle drei Monate alle Fans aus Nordrhein-Westfalen ein, trinken, quatschen und tauschen Erfahrungen aus – im Schnitt kommen zwischen 30 und 50. Regelmäßig dabei sind auch Stefan und seine Freundin, die der „starke Mann“, wie ihn Niedecken nennt, bei Liveauftritten der Band stets auf seine Schultern hebt, wenn „Rita“ gespielt wird. Bis auf das Geburtstagskonzert auf der „MS Rheinenergie“, auf dem der sich ein Bein brach, abtransportiert und zwangsläufig der Tradition untreu werden musste.

 

BAP Konzert im Chlodwig Eck / Foto: Tobias Theill

 

Um kurz vor acht, nachdem sich die Band bei einem ausgiebigen Mahl in der „Opera“ gestärkt hatte, machten sich die Jungs auf. „Wir müssen uns jetzt noch in Schale schmeißen“, erklärte der Meister, „dann gleich geht’s los“. Die Küche des Chlodwig Eck wurde kurzerhand zur Umkleide erklärt – hier findet die letzte Besprechung statt, und das Chlodwigplatz-Shirt wird übergestreift. Unter großem Jubel kommt die Band auf die Bühne – die Menge ist begeistert. Dem Bandleader (Jahrgang 1951) selbst sieht man sein Alter nicht mehr an – mit Betreten der Bretter, die die Welt bedeuten, wirkt der Mann eher wie ein Mittvierziger, der die Atmosphäre hier sehr zu genießen scheint. Innerhalb nur weniger Minuten gleicht die Eckkneipe einer Mischung aus Tollhaus und Sauna. Die gut 100 Menschen fühlen sich in ihrem Wohnzimmer für diesen Abend extrem wohl. Mittlerweile haben sich auch vor dem „Eck“ noch einmal gut hundert Menschen angesammelt, die glücklich mitfeiern, und auch die Terasse der „Opera“ ist bis auf den letzten Platz gefüllt.

 

Hauptsächlich spielt BAP an diesem Abend die Songs der neuen CD „Halv su wild“, die traumwandlerisch sicher von den Fans begleitet werden. Niedecken erzählt wie eh und je vor den Nummern über Geschichte und Inhalt der Lieder, doch im Laufe des Abends hören ihm seine Fans einfach nicht mehr zu. Mit einem „Ach, Ihr wisst ja sowieso alles“ singt er vom Chlodwigplatz, von Babylon und Karl-Heinz, die alle auf der neuen Scheibe zu finden sind. Wirt Robert flippt bei der „Rut-wieß-blau, quer jestrievten Frau“ aus und greift automatisch zum Schnaps, als Niedecken singt „Robert, jiv uns zwei ’n Schabau!“. Stefan nimmt Rita unter riesigen Applaus auf die Schultern und bei „Verdamp lang her“ ist schließlich die Stimmung auf dem Siedepunkt.

 

Wer gedacht hätte, die Jungs würden ein kleines Pseudokonzert hinlegen, sah sich getäuscht. Zweieinhalb Stunden lang gaben die Musiker ihr Bestes – und die Fans wussten das mehr als zu schätzen. Glücklich entlassen sie schließlich die Band nach Hause – aber natürlich wird noch bis in die Nacht weiter gefeiert!

 

 

Robert, der Wirt vom Chlodwig Eck / Foto: Tobias Theill

 

Bevor Niedecken mit seiner Band geht, schenkt er Robert noch eine signierte Ausgabe seines neuen Buches „Für ne Moment“, schreibt vor der Tür fleißig Autogramme „un is fott“ – aber in 32 Jahren findet ja auf jeden Fall das nächste Wohnzimmerkonzert im „Eck“ statt. Versprochen ist versprochen!

Text: Gastbeitrag

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