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Kolumne

Gekonnt ist gekonnt

Mittwoch, 9. Februar 2011 | Text: Kathrin Rindfleisch

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Die Windel-weg-Phase geht in die vierte Runde – Rom ist schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden! Smilla erhebt aber auch anscheinend überhaupt nicht den Anspruch, Rom auch nur im Entferntesten in Produktivität und Effektivität den Rang abzulaufen.

Die Windel-weg-Phase geht in die vierte Runde – Rom ist schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden! Smilla erhebt aber auch anscheinend überhaupt nicht den Anspruch, Rom auch nur im Entferntesten in Produktivität und Effektivität den Rang abzulaufen. „Ich will nicht ohne Windel!“ Ja, aber… „Neeeeiiiin!!!“ Super allerdings dann immer die Frage „Bin ich mit Windel?“, 10 Minuten nachdem ich ihr eine frische angezogen habe. Ihr Kopf ist scheinbar schon weiter (eigentlich hat sie keine mehr an, ist ja auch schon groß), einzig Wille und die nichtvorhandene Harnsteuerungsfähigkeit sind stärker. Und weiter bleibt die Frage im Raum: Kann ich sie zum Töpfchen zwingen?! (eine rein rhetorische Frage, versteht sich, würd‘ ich sie doch niemals zu was zwingen – nur: Wie krieg ich sie denn bloß trocken???!!!)

 

Paul ist, wie auch schon beim Laufen, Milchflasche-Aufgeben und Radfahren, ein Stück weiter. Wobei „weiter“ auf keinen Fall leistungsbezogen gemeint ist, sondern lediglich die Tatsache umschreibt, dass er eben schon trocken ist (ich setz niemanden unter Druck…NIEMANDEN…!). Nun ja, zumindest pipitechnisch ist er trocken. So gut wie. Tagsüber. Nachts ist klar, das dauert, da wird eben lieber schön geträumt, verständlich. Die Pipi-Kacka-Problematik tagsüber allerdings ist zwar wohl als nötiges Übel im Zuge der ganzen Geschichte allseits zu ertragen, aber ganz ehrlich: bäääähhhhh!!!!

Die Windel macht Sinn, hält beisammen, wird zur praktischen Mülltasche, einmal zip-zap, abgewischt ist alles gut! Paul sitzt im Kinderzimmer auf dem Boden und verkündet „Ich hab Pipi in der Hose.“ Ich schaue, denke alles klar, schnell frische Hose, will schon mit ihm ins Bad gehen, da kommt dieser gefürchtete, kurz prägnante Nachsatz, der in seiner Schlichtheit so überraschend mörderisch stinkt: „Und Aa.“ Es ist ja nicht so, als würde ich von diesem kleinen Hosenscheißer (und dem anderen gleich mit dazu) schon seit nunmehr drei Jahren und vier Monaten die Scheiße entfernen wie Stadtsoldaten den Kot von der Hundewiese. Aber der Hundekot liegt auf der dafür vorgesehenen Wiese, die Baby-Scheiße in der ebenfalls dafür vorgesehenen Verpackung, hier sprechen wir aber von neuen Dimensionen. Scheiße, die am Bein herunterläuft. Kacke, die sich plattgesetzt geruchstechnisch noch besser verbreiten kann, Socken, die auch dran glauben müssen, sprich Füße, die beschissen sind.

 

„Alex! Paul hat Aa!“ Soll sie das doch wegmachen, ist doch schließlich ihr Kind! Paul springt auf und hüpft eifrig ins Bad „Aber mit Abduschen!“ und Alex schwant, dass sie nun für den kleinen Abwaschtrick, den sie seit dem Aa-in-der-Hose-Nightmare anwendet, bitter bezahlen muss. Tonlos teilt sie mit, dass Pauls Vorliebe fürs Abduschen wohl nicht gerade förderlich sei, die Sauerei in geordnete Klobahnen zu leiten. Und Paul versucht sie mit der, wie ich finde, äußerst attraktiven Aussicht auf Abduschen auch ohne brauner Beinschmiere zu ködern – das gelingt zu meinem aufrichtigen Bedauern nicht ganz. Also weiter Aa in die Hose.

 

Meine große Hoffnung ist ja (ich alte Phantastin!), dass Smilla wie schon zuvor beim Laufenlernen, Milchflasche-Aufgeben und Radfahren, sich einfach mental lange genug darauf vorbereitet, um dann von jetzt auf gleich zu Können. Quasi Braintrain, das Mädchen mit der Mentalbegabung. Sie braucht sich auf eine Sache nur lange genug zu konzentrieren, sie nur lange genug im Kopf hin und her zu denken, und schon schafft sie in der Praxis mühelos, wofür andere ganze Waschladungen Hosen und Socken vollscheißen müssen.

 

Ja, ich gebe zu, es ist nicht immer leicht, das Leben mit einer Ausnahme-Begabten. Was würde ich manchmal darum geben, einfach nur ’ne bekackte Hose waschen zu dürfen, oder Fahrradfahr-Lern-Schrammen verarzten zu können. Aber nichts dergleichen. Wenn sie’s kann, dann kann sie´s einfach. Von wem sie das wohl hat…?!

Text: Kathrin Rindfleisch

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