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Kölner Design Preis geht in die Südstadt

Donnerstag, 25. Oktober 2018 | Text: Jörg-Christian Schillmöller | Bild: Jakob Kilian

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Inklusion mit einem intelligenten Handschuh: das ist heute möglich. Der Kölner Design Preis geht dieses Jahr an ein Projekt aus der Südstadt. Der Erfinder ist Jakob Kilian von der KISD (Köln International School of Design), und sein Projekt „Unfolding Space“ richtet sich an blinde und sehbehinderte Menschen. Die Idee dahinter nennt die Jury „vorbildlich und bestechend“. Denn der Handschuh macht Bilddaten der Umgebung spürbar. Genauer gesagt: Die Umgebung wird als wahrnehmbares Muster per Vibration auf den Handrücken übertragen. Das Ziel ist eine neue Form der Orientierung, zum Beispiel im städtischen Raum. Was der Jury besonders gefällt: Der Prototyp von Jakob Kilian ist nicht nur voll funktionsfähig. Er ist auch niederschwellig geplant, sprich: er ist ein Open-Source-Projekt, das jeder zur Weiterentwicklung nutzen kann. Und er ist mit weniger als 500 Euro pro Stück auch nicht sehr teuer, vor allem im Vergleich zu anderen Hilfsmitteln für Menschen mit Handicaps. Meine Südstadt trifft Jakob Kilian in den kommenden Tagen für eine Reportage über ihn und seine Idee des „Unfolding Space“.

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Der Kölner Design Preis wird dieses Jahr zum elften Mal vergeben. Insgesamt waren 28 Arbeiten von Nachwuchsdesignern aus der Stadt nominiert. Dieses Jahr haben fünf Hochschulen teilgenommen. Neben der KISD sind das die Internationale Filmschule ifs, die Rheinische Fachhochschule, die Hochschule Macromedia und die ecosign – Akademie für Gestaltung. 2018 trägt der Preis erstmals einen erweiterten Namen, er heißt nun „Kölner Design Preis/Toby E. Rodes Award“. Damit wird der gleichnamige Deutsch-Amerikaner und Designer geehrt. Die Neumann Hug SA, die das Erbe verwaltet, unterstützt den Preis mit 10.000 Euro im Jahr.

Die weiteren Gewinner neben Jakob Kilian sind Mick Mahler von der ifs, Nadja Schulz von der KISD und Ina Busch von der ecosign. Der Design Preis wurde soeben im Museum für Angewandte Kunst MAKK verliehen, alle Arbeiten sind dort noch bis zum 18. November in einer Ausstellung zu sehen.

Text: Jörg-Christian Schillmöller

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