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Kultur

Neue Besen, alte Bekannte und Spaß am Theater

Dienstag, 25. Juni 2013 | Text: Susanne Finken | Bild: Dieter Hartwig

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

„Impulse“, das Festival der freien Theater,  steht in der Startlöchern

Vier Städte, ein Anliegen:  Die Impulse Theater Biennale, eine Werkschau der freien Theaterszene, steht in den Startlöchern. Am 27.6. geht es zeitgleich los in Mülheim, Bochum, Düsseldorf und natürlich auch in Köln.


Für manche sind sie eine Bestenschau der freien Szene der deutschsprachigen Länder. Auch deswegen ist den „Impulsen“, veranstaltet vom NRW Kultursekretariat und den vier ausrichtenden Städten, kritische Aufmerksamkeit sicher. Zumal das Festival in diesem Jahr einen neuen Leiter hat: Florian Malzacher. Seine Vorgänger, die Herren Tom Stromberg und Matthias von Hartz, seit 2006 im Amt, traten gerne gutgelaunt im Doppelpack auf und spielten einander die Bälle zu. Kein Wunder also, dass die Veranstaltung gelegentlich den Charakter eines Schul-Ausflugs annahm. Festivalatmosphäre durch und durch, auch, weil Hardcore-Theatergänger komplett in die Kunst abtauchen und sich per Bus mit auf Theaterreise nehmen lassen konnten, beispielsweise von Köln nach Düsseldorf und zurück pendelten, dazwischen drei Inszenierungen „mitnahmen“, ein Abendessen und einen Mitternachtssnack. Ein Angebot, das besonders gerne von anderen Festivalmachern und Theaterleuten genutzt wurde, die so in wenigen Tagen komprimiert sehr viele Produktionen aus verschiedenen Städten sehen und für ihre eigenen Festivals einkaufen (oder verwerfen…) konnten. Und auf den beliebten täglichen Parties Kontakte knüpfen und Gespräche führen konnten.

Florian Malzacher
Foto: Wolfgang Silveri

 

Malzacher, der neue künstlerische Leiter, zuvor Leitender Dramaturg und Kurator beim „steirischen herbst“, gibt sich inhaltsschwerer. Als sichtbares Zeichen der Neuausrichtung hat er den Namen variiert (von „Theater Festival Impulse“ zu „Impulse Theater Biennale“) und das ganze Festival unter das Motto „under the influence“ gepackt. Womit gemeint sein soll: „Die Frage nach kultureller Identität, der Rolle von Sprache und sozialen, aber auch finanziellen Kontexten“. Vielleicht werden die Busfahrten jetzt nicht mehr ganz so lustig. Jedenfalls gibt es dabei was auf die Ohren: Die Reise wird um ein „Diskursprogramm“ erweitert, auf der Fahrt von Düsseldorf nach Köln beispielsweise ist der bildende Künstler Phil Collins (aktuelle Ausstellung im Museum Ludwig bis 21.7.) dabei und hat etwas zu sagen. Auf anderen Touren stehen Literaturwissenschaftler, Dramaturgen, Philosophen und Autoren als Begleiter bereit.

Vielleicht will Malzacher ja auch nur, dass die „Impulse“ in Zeiten knapper öffentlicher Kassen nicht frivol wirken. Von einem Bruch im Programm kann jedenfalls nicht wirklich die Rede sein: Mit „SheShePop“ , „Showcase Beat Le Mot“ oder dem belgischen Choreographen Jérome Bel sind unter den 14 eingeladenen Produktionen auch alte Bekannte aus Stromberg-Zeiten. Statt auf den Parties trifft man sich jetzt allerdings „Chez Icke“: Das eingeladene Gastspiel wird zum Festivalzentrum, die „Barfactory“ zum offiziellen Programmpunkt. Trinkkultur im wahrsten Wortsinn. Und Musik spielt, wie bei vielen Produktionen, dabei eine wichtige Rolle.

Viel Aufmerksamkeit bereits im Vorfeld hat das Projekt „Zwei Minuten Stillstand“ von Yael Bartana erfahren, das am 28.6. um 11 Uhr die Stadt zwei Minuten stilllegen will, um der Holocaust-Opfer zu gedenken und um die Frage nach einer zeitgemäßen Art des Sich-Erinnerns zu stellen – so kurz kann Theater also auch sein. Die Rhein-Neckar-Region mit den Städten Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg hat sich angeschlossen.

Mehr weiß man dann erst, wenn´s gelaufen ist. Das vollständige Impulse-Programm steht unter: www.festivalimpulse.de. Jetzt aber erst mal viel Spaß im Theater, ein Bericht über die Impulse in der Südstadt folgt natürlich: Am FWT geht es der Choreografin Cecilie Ullerup Schmidt um „Schützen“ in mehr als nur einer Bedeutung…

 

Text: Susanne Finken

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