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Gesellschaft

Setz Dich mit auf den Chlodwigplatz

Freitag, 9. September 2022 | Text: Elke Tonscheidt

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

„Wir müssen mehr ins Gespräch kommen!“ Davon ist Andrea Lohmann, überzeugt. Deshalb wird sie am 14. September 2022 auf dem Chlodwigplatz sitzen und hofft, dass viele Passant*innen stehen bleiben, sich zu ihr setzen und: zuhören, sprechen, Fragen stellen, Anteil nehmen. Wer ist Andrea Lohmann und was macht sie da?

Das Beitragsbild zeigt Andrea Lohmann mit dem „Kleinen Günther“, wie er sich selbst nennt. „So kennen mich alle.“ Er ist einer der Bewohner der DRK-Einrichtungen und wird am kommenden Mittwoch am Chlodwigplatz auch dabei sein.

Andrea Lohmann leitet die Abteilung Psychiatrie beim Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Köln e.V., und ist eine von vielen, die derzeit den Kölner Aktionstag gegen Wohnungslosigkeit vorbereiten. Unter anderem sollen an verschiedenen Orten im Öffentlichen Raum Sofas aufgestellt werden. In der Südstadt eben am Chlodwigplatz.

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Warum? Weil man mit Bürger*innen in den Austausch kommen möchte – darüber, was Wohnungslosigkeit bedeutet.
Berührungsängste überwinden, das wünschen sich die Träger der Wohnungslosenhilfe. Und sie bereiten sich darauf vor, am 14. September 2022 beim Aktionstag genau das zu forcieren: „Wir brauchen den Dialog. Informationen zu geben, ist wichtig. Aber der Austausch würde noch mehr bringen. Deshalb sind wir“, sagt Andrea Lohmann, „die Mitarbeitenden aus unseren Projekten „Hotel Plus Mobil“ und „Streetwork+“ vor Ort und bringen Menschen mit, die ihre Geschichte erzählen. Wir hoffen auf Bürger*innen, die sich Zeit nehmen zuzuhören“.

Gespräche über den Lebensalltag

Auch Deborah Blum, Sozialarbeiterin beim Diakonischen Werk Köln und Region, freut sich auf den Aktionstag. Sie hebt zudem hervor, wie wichtig es sei, wohnungslosen Menschen gegenüber Wertschätzung für deren verschiedenen Lebenslagen zu zeigen. Das könne in einem Gespräch über den Lebensalltag gut geschehen. Sie ist gespannt, wer sich aufs Sofa traue: „Wenn bekannte Streetworker*innen dabei sind, müsste es gut gehen“, sagt sie, denn: „Man kennt sich ja.“

Insgesamt sollen an acht Plätzen in Köln Sofas stehen. Sie sind nur ein Teil der Aktionen, das gesamte Programm umfasst Theateraufführungen, Kunstausstellungen oder Straßensingen. Auch Beratungsbusse oder Lastenfahrräder sind unterwegs. Viele Einrichtungen haben auch Offene Türen, so dass man sich vor Ort erkundigen kann. In der Südstadt ist das Johanneshaus Köln von 13 – 17 Uhr für interessierte Bürger*innen geöffnet.

Der Aufenthaltsraum in einer der Hotel+-Einrichtungen des DRK

Mehr als 7.000 Wohnungslose in Köln – Tendenz steigend

Der Sozialdienst Katholischer Frauen e.V. Köln spricht in einer Pressemitteilung, die er im Auftrag der Träger der freien Wohnungslosenhilfe zum Aktionstag herausgegeben hat, von rund 7.100 wohnungslosen Menschen allein in Köln. Die Tendenz sei weiter steigend, gerade weil sich die Situation wohnungs- und obdachloser Menschen aufgrund der Pandemie nochmals verschlechtert habe. Die Zahlen beziehen sich auf die Wohnungslosenstatistik des Landes NRW aus dem Jahr 2020 und erfassen auch nur die Menschen, die tatsächlich untergebracht sind bzw. als Wohnungsnotfall registriert wurden. Das Dunkelfeld der verdeckten Wohnungs- und Obdachlosigkeit ist leider größer und schwieriger zu erfassen.

Mehr über das Programm am Aktionstag findet man hier.

►Wer sich für ein Gespräch auf dem Sofa am Chlodwigplatz interessiert, kann einfach vorbeikommen – eine Anmeldung ist nicht nötig und die Themen sollen sich ganz spontan ergeben.

Übrigens: Der Tag der Wohnungslosen findet jährlich am 11. September statt. Da dieses Datum 2022 auf einen Sonntag fällt, hat man sich in Köln entschieden, die Aktionen gebündelt besser an einem Werktag stattfinden zu lassen, um mehr Menschen zu erreichen. Grundsätzlich möchte der Tag der Wohnungslosen auf all die Menschen aufmerksam machen, die am Rande der Gesellschaft leben.

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Ende Januar 2022 waren in Deutschland laut Statistik des Statistischen Bundesamtes 178.000 Personen wohnungslos. Diese Zahl bezieht sich jedoch speziell auf die institutionell untergebrachten Wohnungslosen. Das bedeutet: Diese Zahl bildet nicht alle Menschen ab, die wohnungslos sind. Laut der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. wurden all jene nicht gezählt, „die ganz ohne Unterkunft auf der Straße, auf Dachböden, in Kellern oder in sonstigen Provisorien leben. Ebenfalls nicht mit der aktuellen Stichtagserhebung erfasst wurden die wohnungslosen Personen, die ohne eigene Wohnung vorübergehend bei Freunden und Bekannten oder bei der Familie unterkommen.“

Text: Elke Tonscheidt

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