Raum für Workshops & Ausstellungen in der kölner Südstadt anmieten

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Südstadt

Südstadt-Lobhudelei

Freitag, 28. Mai 2010 | Text: Sonja Alexa Schmitz | Bild: Sonja Alexa Schmitz

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Nachdem ich bei meinem letzten Streifzug der Südstadt untreu gewesen bin, werde ich ihr nun ganz besonders huldigen.
Warum mache ich Streifzüge durch die Südstadt (und nicht durch Lindenthal, Ehrenfeld, das Agnesviertel)? Warum gibt es ein Portal, das „meine Südstadt“ heißt? Warum werden die Mieten hier immer teurer? Warum suchen sich die Promis besonders gerne den Kölner Süden aus?
Bekomme nur ich ein warmes Gefühl, wenn ich am Chlodwigplatz aussteige? Mache nur ich vor dem Fonda einen Rundumpanormamablick und freue mich? Nehme nur ich den Umweg vom Barbarossaplatz rechts rein, durch den Volksgarten, an der Martin-Luther-Kirche vorbei, bis zum Zugweg, um dort an der Kaffeebrause und dem Formula Uno vorbeizukommen, um  letztlich in die Alteburger zu gelangen?
Wenn ich frei habe und Zeit, dann denke ich: Südstadt! Wenn ich Lust auf einen Kaffee habe, dann denke ich: Südstadt! Wenn ich Lust habe auf einen Spaziergang, dann denke ich: Südstadt! Wenn ich Biomarkt will, (und gerade zufällig Dienstag oder Freitag ist, dann nehme ich: Südstadt! Wenn ich Eis essen gehen will, dann fällt mir nur Südstadt ein. Kurz: Wenn ich die Dinge tun möchte, die ich tun muss, dann mache ich die dort, wo es am Schönsten ist.
 
Und nun kommt mein Coming out: Ich wohne nicht in der Südstadt. Meine Streifzüge sind tatsächlich touristischer Natur. Ich mache bei jedem Besuch meine kleine Reise von Ehrenfeld hin in mein Flaneurparadies. Und warum??
 
Es ist, was es ist, sagt die Liebe… (und Erich Fried).
Das sollte ich jetzt einfach so stehen lassen. Geht aber nicht. Der Text ist noch zu kurz. Darum noch ein paar schöne Worte. Noch eine kleine Episode, die mir erklären, warum ich die Südstadt eben so mag:

Neulich bei Paul`s Schwester: Eine Frau kommt rein, sagt zu Ruth (Paul`s Schwester): „Ich möchte etwas essen.“ Ein Mann, der alleine am Tisch sitzt sagt spontan: „Dann setzen sie sich doch zu mir!“ Nicht blöde, nicht aufdringlich, nicht gewollt witzig, sondern als sei es das Natürlichste, dass man, wenn man etwas isst, nicht alleine an einem Tisch sitzt, sondern gesellig ist. Das scheint die Frau auch so zu sehen, und setzt sich zu ihm. Sie isst ihre Suppe, er trinkt Kaffee, und die beiden unterhalten sich eine halbe Stunde lang. Ich lausche immer mal wieder rüber, und höre interessante Gesprächsthemen. Gespräche von Menschen, die interessiert an der Welt, offen, natürlich und positiv sind. Irgendwann ist die Suppentasse leer und die Frau bezahlt. Verabschiedet sich und geht, so als sei es das Natürlichste, mit einem fremden Menschen eine halbe Stunde intensiv gesprochen zu haben, um dann wieder auseinander zu gehen. Das geht. Nicht oft. Aber wenn nicht in der Südstadt, wo dann?!?
 
Wenn ich in der Alteburger Strasse vor dem Weinladen auf der Bank sitze, die Menschen vorüber spazieren, oder auch herein kommen, besonders an Samstagen beladen mit vollen Einkaufstaschen, aus denen der Porree herausguckt, Körbe, in denen ich Spargel und Äpfel liegen sehe, Bäckereitüten, aus denen das Baguette ragt, dann denke ich: Wie schön!!
In der Südstadt scheint alles schöner zu sein. Auf der Venloer Strasse nehme ich die Einkaufstüten gar nicht wahr. Die Südstädter sind schön. Ihre Einkäufe sind schön. Ihre Wochenenden sind so gefüllt wie ihre Einkaufskörbe. Ihr Leben ist so lecker wie frischer Spargel. Ich lese in ihnen wie in dem Reiseteil der „Brigitte“.  Die Protagonisten sind immer schön, die Gaststätte immer ein Geheimtipp, das Wetter immer gut. Die Rama-Familie lebt in der Südstadt. Ich bin naiv und verrückt. Gebe ich zu. Bin ich gerne. Versteht mich jemand…?

Text: Sonja Alexa Schmitz

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