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Wer hat die kleine Glocke aus dem Herz-Jesu-Heim geklaut?

Dienstag, 3. Juli 2018 | Text: Susanne Wächter | Bild: Susanne Wächter/Privat

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Seit dem 14. Juni ist es still geworden am Herz-Jesu-Heim. Die Glocke, die jeden Sonntag, um 9.45 Uhr zum Gottesdienst läutete, ist gestohlen worden. „Wer macht sowas?“, fragt Einrichtungsleiter Kristof Klitza. Auch Schwester Stefanie ist ganz geknickt, dass die aus Messing gefertigte Glocke einfach gestohlen wurde. „Sie ist 1930 von Kardinal Karl Joseph Schulte geweiht worden“, sagt Schwester Stefanie ganz betreten und unterstreicht damit die Wichtigkeit der kleinen Glocke für das Herz-Jesu-Heim.

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Wie ein Polizeisprecher bestätigt, ist der Diebstahl am Morgen des 14. Juni gemeldet worden. Laut Zeugenaussage sei sie am Abend des 13. Juni noch an Ort und Stelle gewesen. Morgens war sie weg. Im Glockenstand im Innenhof des Hauses direkt am Fenster der Hauskapelle in einer Nische hing sie zwischen zwei Holzpfählen. „Das muss jemand gewusst haben“, mutmaßt Schwester Stefanie. In der Tat handelt es sich um einen Ort, der von außen nicht frei zugänglich, sondern nur über den Haupteingang zu erreichen ist. Außerdem können alle durch die große Fensterfront des Speisesaals auf die Terrasse blicken.

herz-jesus-glocke
Mitarbeiter gucken regelmäßig bei ebay und anderen Portalen, ob die Glocke dort zum Kauf angeboten wird. Bislang aber seien sie noch nicht fündig geworden, sagt Einrichungsleiter Klitza. Die kleine Glocke befand sich ursprünglich in dem Herz-Jesu-Kloster an der Mainzer Straße. Sie hing viele Jahre in dem Glockenturm des Hauses. Von einer Schwester sei sie von der Kapelle aus mit einem Seil jeden Morgen um 7 und jeden Mittag um 12 sowie am Abend um 18 Uhr geläutet worden. Verstummte sie mal, hätten die Nachbarn sorgenvoll nachgefragt. Erst als das Gebäude Ende der 80er Jahre abgerissen und neu errichtet wurde, fand die kleine Glocke einen neuen Platz.

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Nun wünschen sich Klitza und Schwester Stefanie Hinweise aus der Nachbarschaft, ob jemand etwas Auffälliges gesehen hat. Die Glocke sei feinsäuberlich abgeschraubt worden, wie die Polizei sagt. „So ein 25 Kilo schweres Teil schleppt man nicht so einfach weg“, so der Sprecher. Auch mache man dies nicht in wenigen Minuten.

Der ideelle Wert ist unbezahlbar

Die Heimleitung und die Mitarbeiter haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Glocke gefunden oder gar zurückgebracht wird. Auf der anderen Seite beläuft sich ihr Materialwert auf einen vierstelligen Betrag. Was dies bedeutet, möchten sich weder Klitza noch Schwester Stefanie ausmalen. Der Glockenklau ist jedoch nicht das einzige, was die Ordensschwester festgestellt hat. Auch der Opferstock im Seitenflügel der Kapelle ist geplündert worden. „Gott sei Dank war nicht viel Bargeld darin“, sagt Schwester Stefanie. Täglich leert sie den kleinen Behälter. Neuerdings wird deshalb die Kapelle abgeschlossen. „Das ist traurig“, sagt Klitza. Normalerweise konnten bislang die Bewohner aber auch Besucher des Hauses immer die kleine Kapelle auch außerhalb der Gottesdienste besuchen. Damit ist nun Schluss.

Text: Susanne Wächter

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