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Kultur

Zum 83sten – Happy Birthday, Trude.

Mittwoch, 5. Mai 2010 | Text: Gastbeitrag | Bild: Chargesheimer

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Der Filmemacher Dieter Oeckl, der bildende Künstler Cornel Wachter und das Team des Odeon-Kino zeigen für alle Freunde der Kölschen Theaters Trude Herrs Erfolgstück „Scheidung auf Kölsch“ in der Aufzeichnung des WDR am 12. Mai, um 19.30 Uh im ODEON.

Wir erinnern uns gerne an Trude Herr und bemühen uns das Gedächtnis an diese große Autorin und Schauspielerin wach zu halten. Wer weiß heute schon noch, dass Trude mit ihrem Erfolgsstück „Scheidung auf Kölsch“, seinerzeit uraufgeführt und zwei lange Jahre vor ausverkauftem Haus im Millowitsch-Theater gespielt und dieses vor der Schließung bewahren konnte. Gerade Trude Herr, die ein neues, revolutioniertes Volkstheater propagierte und sich mit Willi Millowitsch so über Kreuz legen musste, rettet dem großen Volksschauspieler die traditionsreiche Spielstätte.

 

Trude wurde am 4. Mai 1927 in Köln-Kalk geboren und wuchs in Mülheim auf. Ihr Vater Robert wurde wegen seiner Mitgliedschaft in der KPD ins Gefängnis und später in ein Konzentrationslager verschleppt. Das Elternhaus und dessen Schicksal prägten Trude Herr als politischen, sich einmischenden Menschen. So entwickelte Trude eine intelligente Form des provokanten „Spiegel vorhalten“, ohne je ihre Zielpersonen, z.B. die spießigen Bürger, vorzuführen oder gar zu verunglimpfen. Sie wollte keine Fluchten anbieten und Auswege aufzeigen.
 

Als Ende 1986 Trude Herr ihr „Theater im Vringsveedel“ wegen zunehmender gesundheitlicher Probleme schließen musste, schrieb kein geringerer als Jürgen Flimm, der ehemalige Intendant des Kölner Schauspielhauses: „Elend und Trauer, halbmast die Fahne, die drei Könige wandern aus nach Düsseldorf, Aufruhr und Scham; das heilige Köln ist aus den Fugen ……Trauer muss das Veedel tragen! O weh!…..Der halve Hahn kräht dreimal, das Kölsch verwandelt sich zu Wasser. Ratlos starren 11.000 Jungfrauen und prozessieren traurig durch das Vringsveedel: Trude lässt den Vorhang runter und nimmer kehrt sie wieder !“
 

Zum Glück irrte Flimm mit seinem letzten Satz gewaltig. „Trude Herr kehrt zurück ins Vringsveedel“ – jedes Jahr möchten der Filmemacher Dieter Oeckl, der bildende Künstler Cornel Wachter und das Team des Odeon-Kino unsere Trude auf die Bühne ihres ehemaligen Theaters, dem heutigen Odeon-Kino zurückholen.

  Das durch den WDR aufgezeichnete Stück „Scheidung auf Kölsch“, am Ort der Aufzeichnung auf die Leinwand gelegt, schafft einen „magischen Moment“, da ist Trude nicht kopiert, nicht imitiert, ungeschminkt mit den ihr wichtigen Aussagen unverfälscht, echt, auf Ihrer Bühne und für diese Momente vielleicht sogar lebendig.

 

Text: Gastbeitrag

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