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Kolumne

Zwischen pappigen Spaghettis und blonden Pigmenten

Montag, 13. Juni 2011 | Text: Kathrin Rindfleisch

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Paul hat einen Wunsch. Und zwar denselben. Seit Wochen. Haare wie Rapunzel. Die Freunde der guten alten Geschlechtermerkmale unter uns horchen jetzt auf: „Paul?

Paul hat einen Wunsch. Und zwar denselben. Seit Wochen. Haare wie Rapunzel. Die Freunde der guten alten Geschlechtermerkmale unter uns horchen jetzt auf: „Paul? Sicher hat sie sich verschrieben, ihre Tochter heißt doch Smilla!“ Alex, die Mutter von Paul, weltoffen und das Prinzessin-Piraten-Konstrukt der westlichen Hemisphäre immer gerne auf die Schippe nehmend, nimmt den Wunsch ihres Sohnes ernst, gesteht ihn ihm zu und lässt der Natur ihren Lauf (der Einsatz von künstlichen Haarteilen ist dabei indiskutabel. Sie ist weltoffen, nicht wahnwitzig). Und der Wunsch hält an. Über Wochen. Und erreicht so die berüchtigte Phase. Durch die jeder, der sein Haupthaar lang trägt, durch muss. Auch Rapunzel. Die Übergangsphase. Und, Prinzessin hin, Pirat her, die einzig wahre Übergangsphasen-in-den-Griff-Krieger ist die Haarklammer. Und weil auch in der Haarschmuck-Branche dieses Geschlechterding hoch im Kurs ist, gibt´s Haarklammern in rosa. Und in Glitzer. Und genau an dieser Stelle endet die Rapunzel-Toleranz von Mutter Alex. Ab sollen sie, die Haare. Damit der Jung wieder was sieht.
 
Der Anruf kam um drei. Paul muss nicht zum Friseur, der Friseur kommt zu ihm, genauer zu uns. Alex kündigt „Den Fliegenden Friseur“ Holger für 17 Uhr zu Paul`s Privat-Styling an. Zehn Minuten Haareschneiden am Küchentisch, kein Problem, am Ende kehren wir´s dann weg. Ich Naivling, ich. Dank nervresistentem (Kita-mit-Vater-)Holger kann Paul zwar wieder gucken, schwitzt nicht unter Rapunzel-Behaarung wenn’s warm wird, und die Prozedur hat sich nicht drei Stunden hingezogen. Aber das Geschrei, die Haare des Umhangs und die am Beruhigungslolli, die Paul irgendwann auf der Zunge hatte, ließen zwischenzeitlich kurze Zweifel aufkommen darüber, ob Rapunzel nicht doch der Boys-Look 2015 wird und hier nicht ein kapitaler Fehler an einem vermeidlichen Trendsetter geschieht. Diese Frage wird wohl erst in vier Jahren wirklich beantwortet werden können. Und so lange trägt Paul sein Haar nun kurz und adrett.
 
Von Paul inspiriert – allerdings mit Lolli, aber ohne Geschrei – erhält auch Smilla im Anschluss ein Private-Styling, und eh ich mich versehe, kippe ich am Herd Nudeln ins Wasser, während unter den Alustreifen auf meinem eigenen Kopf die Haare in Nuancen zeitgleich bleichen. Holgers Farben und Mischtöpfchen, Pulver und Tuben haben mittlerweile den halben Esstisch okkupiert, aus der Anlage verkünden „Die Helden“, dass wir alles schaffen können, und Smilla und Paul, die beiden Frischgestylten, sitzen wenig später dazwischen und mampfen Spaghetti mit den Fingern. Leicht verkochte Spaghetti, um genau zu sein, bei den Hinterkopfsträhnen war ausgerechnet während Nudelwasserkochminute zehn höchste Konzentration gefragt. Aber hey, trocken, verkocht und mit bloßen Händen? Was soll´s? Dafür sehn‘ sie gut aus, die Kids! Und ich erst!

Text: Kathrin Rindfleisch

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