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Südstadt

„Alle Dinge, die ich finde, müssen spannend sein“

Dienstag, 27. August 2019 | Text: Markus Küll | Bild: Markus Küll

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Benjamin Leo wurde in Berlin, Prenzlauer Berg geboren, hatte eine Werbeagentur, kam wegen der Liebe nach Köln und betreibt seit „etwas mehr als 620 Tagen“ seinen Laden für das ungewöhnliche Wohnen am Ubierring 41. Meine Südstadt sprach mit Leo Leo über die Liebe zu Buchstaben, Einrichtungsgegenständen mit Geschichten und seinem Laden, der neben den Kernöffnungszeiten „offen ist, wenn offen ist.“

Zeitzeugen im Panoptikum

Benjamin Leo Leo, genannt Leo, kommt aus Berlin. Das hört man, wenn man mit ihm spricht. Ansonsten ist Leo und sein Laden in den Kellerräumen am Ubierring 41 seit fast zwei Jahren Bestandteil des Veedels – mit seinem Angebot an besonderen Einrichtungsgegenständen für die Wohnung und den Geschichten, die dazugehören .

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„Hier kommen zwei Typen von Leuten rein,“ erzählt Leo im Gespräch mit Meine Südstadt:“ Die einen, für die ist das ein Panoptikum. Die kaufen eher im Möbelhaus, kommen hier ein und sagen: Mensch, das ist lustig! Wie ein Museum. Das haben wir auch im Keller.“ Die anderen, so Leo, wissen die Besonderheit der Möbel und der anderen Wohnobjekte, die er persönlich in Frankreich, Belgien und auf Flohmärkten in Deutschland gefunden hat, zu schätzen und suchen ausgewählte Stücke, die eine Geschichte zu erzählen haben. Wichtig ist Leo dabei, dass jedes Möbelstück, jeder Gegenstand ein Zeitzeuge ist: die Stahlrohrstühle, die er um einen französischen Gartentisch gruppiert hat, verweisen unmittelbar in die siebziger Jahre. Zu dieser Zeit – so manche/r erinnert sich – waren die Tapeten zwar bunt, die Designs aber waghalsig und von der Lust an neuen Materialien und Formen geprägt.

Kriterium: Leos Geschmack

Solche Möbel mit Geschichte findet man in den Kellerräumen von Leo Leo ebenso wie Kunst, Kirmes-Figuren und gelegentlich Gegenstände, bei denen es Leos Erfahrung und Hintergrundwissen braucht, um deren Funktion zu verstehen. Das einzige Kriterium, nach denen Leo seine Stücke aussucht, ist sein persönliches Empfinden: „Alle Dinge, die ich finde, müssen spannend sein und müssen durch mein Geschmacksmuster durch.“ Design-Klassiker wie Eames- oder Thonet-Stühle oder USM-Haller-Regale, so erzählt Leo, sucht man in seinem Laden vergebens: „Das kannst Du im Internet überall finden und da findet dann ein Austausch Geld gegen Ware statt. Da gibt es aber selten eine Geschichte drüber, die man erzählen kann.“

Neben den Möbeln mit Geschichte sind Buchstaben eine zweite Leidenschaft für Leo. „Vielleicht weil ich früher in der Werbung war“, sagt Leo und verweist auf Regale voller Buchstaben aus Leuchtreklamen und Ladenschildern von den Fünfzigern bis zu den achtziger Jahren. Besonders fasziniert ihn dabei die Vielfalt der Buchstaben-Typen, die wie alle Gegenstände Zeugen vom Stilempfinden besonderer Epochen sind.

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Auf die Idee, einen eigenen Laden zu machen, kam Leo nach seiner Agenturzeit. Da war er 40 und hatte schon immer privat gesammelt und besondere Stücke gefunden. „Mein Vater hat gesammelt, meine Mutter hatte eine Galerie“, erzählt Leo, „da lag es nahe, aus dem Hobby ein kleines Geschäft zu machen und es als „One Man Show“ zu betreiben.“

Seine Räume am Ubierring, einem ehemaligen Antiquitätenhandel mit Restaurierungswerkstatt, vermietet Leo auch für Events. Ansonsten hat er donnerstags und freitags ab 15 Uhr bis 20 Uhr und Samstags ab 14 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Und eben zusätzlich, wenn er da ist. Denn bei Leo, dem Entdecker und Sammler von Gegenständen und Geschichten gilt: „Offen ist, wenn offen ist.“ Angebote findet Ihr hier.

Text: Markus Küll

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