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Gesellschaft

Brandstiftung im Baui

Dienstag, 8. Mai 2018 | Text: Judith Levold

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Am Sonntag, dem 6. Mai, haben Unbekannte auf dem Gelände des Jugendzentrums Bauspielplatz („Baui“) im Friedenspark mehrfach Feuer gelegt. Dabei brannte die gerade neu gebaute große Grillhütte komplett ab, diverse andere Sachen wie Schlauchschaukeln und Stützbalken zwischen einzelnen Bauhütten wurden mutwillig zerstört und stellen nun wegen ihrer Beschädigung teilweise große Gefahr dar. Das Bauspielplatz-Außengelände muss deshalb bis auf weiteres geschlossen bleiben.

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„Das ist allein ein Materialwert von mehr als 3000€, der hier vernichtet wurde, von den Arbeitsstunden und dem Herzblut der Kinder gar nicht zu reden.“ sagt Baui-Leiterin „MT“ Marietheres Waschk. Das Bauplatzgelände war -wie immer außerhalb der Öffnungszeiten- ordnungsgemäß verschlossen, aber es komme häufiger an sommerlichen Tagen vor, dass Leute über das hohe Metalltor oder die Zäune kletterten, um sich dann innerhalb des Geländes aufzuhalten. Dabei handele es sich nicht nur um Jugendliche, die sich zu „Trinkgelagen“ träfen, auch Familien mit kleinen Kindern seien schon dabei erwischt worden. Gegen 11h am Sonntagvormittag sei die Feuerwehr von Anwohnern alarmiert worden und gemeinsam mit der Polizei angerückt. Damit aber nicht genug: Um 16h wiederholte sich der Vorgang, die Verursacher blieben bislang unentdeckt. „Das Überklettern der Tore und Zäune ist klar Hausfriedensbruch“ so Waschk weiter und sei kein Kavaliersdelikt. Man habe das Gelände vor Jahren umzäunen müssen, um der Verkehrssicherungspflicht nachkommen zu können, dieser Vandalismus treffe den Baui hart, besonders die Kinder.

Unter anderem Stützbalken auf dem Baui zerstört

Stützbalken zwischen einzelnen Bauhütten mutwillig zerstört

„So ein Benehmen ist ehrenlos!“ habe eines der Baui-Kinder gesagt, und „Treffender kann man es nicht ausdrücken.“ bestätigt Marietheres Waschk. Was sie persönlich aber am meisten verstöre, sei die Tatsache, dass der Park an sonnigen Tagen voller Menschen sei, allein schon die vielen Boulespieler in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gelände, und trotzdem niemand etwas bemerkt haben will. Oder: zwar bemerkt, aber nicht weiter beachtet. „Da wünsche ich mir mehr Aufmerksamkeit und Arsch huh, Zäng ussenander, auch bei Vandalismus!“.

Text: Judith Levold

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