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Gesellschaft

CHAIRity – die Kölner Gastronomie durch virtuelle Barhocker stärken

Dienstag, 23. März 2021 | Text: Gaby DeMuirier | Bild: IG Gastro e.V.

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Vor genau einem Jahr führte der erste coronabedingte Lockdown zur Stillegung eines ganzen Landes. Neben Kultur und Einzelhandel hat seinerzeit auch die Gastronomie besonders unter den Schließungen gelitten, bis dann ab Frühsommer wieder einiges an Öffnung möglich war. Doch inzwischen sind die Kneipen, Cafés, Restaurants und Clubs bereits wieder seit fast fünf Monaten geschlossen, Clubs und Bars ohne Speisenangebot teilweise sogar seit mehr als 12 Monaten. Noch nie sah die Gastronomielandschaft in unserer Stadt so traurig aus. Und die anfangs noch kämpferische Moral der Gastwirte weicht mehr und mehr einer pandemüden Bitterkeit.

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Monetäre Unterstützung in Zeiten von social distancing

Um die Kölner Gastronomen zu unterstützen, hat die IG Kölner Gastro e.V. am 9. März, genau ein Jahr nach ihrer Gründung, die Aktion CHAIRity ins Leben gerufen. Bei der Spendenaktion können Freunde der professionellen kölschen Gastlichkeit virtuelle Plätze in ihren Lieblingslokalen kaufen.

Noch stehen die Stühle seit Monaten auf den Tischen – Jetzt können sie Stammplätze werden

Einfach einen symbolischen Stammplatz im Lieblingslokal sichern!

Ein Bronze-Platz ist schon für 4,50 Euro zu haben. Der Silber-Chair kostet 11,11 Euro und für 47,11 Euro könnt Ihr Euch einen Gold-Platz ergattern. 50% der Gelder gehen direkt an Eure Lieblingsgastronomen, die andere Hälfte der Spendergelder werden auf alle, inzwischen fast 300 Mitglieder der IG Kölner Gastro e.V., verteilt. Die Namen der Unterstützer erscheinen auf Eurem gewählten Platz. Damit zeigt Ihr allen: Ihr seid nicht allein!

Spendenziel 111.111,00 Euro

Neben der finanziellen Unterstützung werden sich die Geschäftsinhaber aber besonders über Euer Zeichen der Solidarität freuen. Außerdem sichert die Aktion, dass auch nach der Pandemiezeit die für Köln typische Kneipen- und Cafélandschaft wieder aufleben kann. Besonders Gastronome, die nicht durch einen Außer-Haus-Verkauf einen, wenn auch begrenzten Kontakt zu ihren Gästen haben, sind besonders gebeutelt und benötigen Extra-Unterstützung.

In Erwartung auf solche Szenen: Schon mal den Stammplatz buchen und die Lieblingskneipe unterstützen.

Entstanden ist dieses Projekt mit großer Unterstützung von Herrn Westermann, der mit viel Geduld und Detailverliebtheit die Idee zur Spendenplattform programmiert und umgesetzt haben. Nach knapp 2 Wochen haben fast 2000 UnterstützerInnen bereits an der CHAIRity-Aktion teilgenommen, die Hälfte des Spendenziels von kölschen 111.111,00 Euro ist schon zusammengekommen. CHAIRity – Sichere deinen Stammplatz. Auf der Homepage der Aktion könnt Ihr aus der Liste der teilnehmenden Betriebe Euren Lieblingsladen auswählen und Euren symbolischen Stammplatz kaufen.

Gemeinsam für die Kölner Gastronomie

Die IG Kölner Gastro e.V. wurde am 9. März 2020 gegründet, um durch den Zusammenschluss Kölner GastronomInnen – immerhin dem drittgrößten Arbeitgebenden der Stadt – ein besseres Standing innerhalb amtlicher und politischer Entscheidungsprozesse zu haben. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es noch nicht einmal feste Ansprechpartner bei der Stadt für amtliche Belange. Die GastronomiebetreiberInnen fühlten sich oft hilflos und unverstanden von der Politik. Für ihre inzwischen 289 Mitglieder hat die IG Gastro schon einige Meilensteine setzen können. Nach intensiv geführten Gesprächen mit VertreterInnen der Kölner Politik sowie Kölner Organisationen wurde unter anderem eine gesonderte Stelle im Gewerbeamt geschaffen. Gleich drei Gastrobeauftragte der neu gegründeten Gaststättenabteilung sorgen so für einen lange fälligen direkten Draht zwischen Gastronomen und Stadt. Durch die nun drei festen Anlaufstellen in der Kölner Stadtverwaltung können amtliche Probleme mit Hilfe des Vereins schnell und unkompliziert gelöst werden.

Interessenvertretung vieler
Kölner Gastronomen – um besser mit städtischen Behörden zu verhandeln.

Das starke ehrenamtliche Engagement der IG sorgt täglich dafür, dass Brauhäuser, Restaurants, die kleinen Cafés, Bars und Clubs der Stadt Gehör finden. Noch ist viel zu tun. Gerade in Zeiten von Corona kämpft der Verein dafür, dass finanzielle Hilfen der Stadt verbessert und schneller ausgezahlt werden.

„Es geht um Existenzen, es geht um alles“

Wie sehr der andauernde Shutdown an der Psyche der GastronomInnen sowie der Existenz einzelner Teams kratzt, betont Vereinsvorsitzende Maike Bock (Management Die Fette Kuh), die gemeinsam mit Guido Bungart, Mit-Geschäftsinhaber von „die wohngemeinschaft“, die Idee für die CHAIRity-Aktion hatte. „Nach einem Jahr Pandemie knappsen fast alle“, so Maike. Auch Die Fette Kuh, die Nr. 1 der Kölner Burgerläden, musste kreativ werden, um nicht unterzugehen. So entwickelte das Team neben Take-Away und Lieferservice auch Soßen und andere Produkte, die inzwischen im Einzelhandel oder über den eigenen Online-Shop verkauft werden. Das Ziel, keinen der 40 MitarbeiterInnen in die Kurzarbeit zu schicken, konnte auf diese Weise erreicht werden. Maike weiß aber auch, dass andere Lokale die Möglichkeiten, sich ständig wieder ins Gedächtnis der Gäste zu bringen, nicht haben.

Die Jungs von Bambule´s Chili-Stube – Nicht kleinzukriegen von Corona, bislang!

Andere Gastrononomiebetriebe fielen komplett durchs Raster der vom Bund offerierten Hilfen. So auch die Bambule´s Chilistube – Lukas Heimbach und Jacques Weis kämpfen fast ein Jahr nach Gründung der Stube in der Alteburger Straße darum, ihre laufenden Rechnungen zu zahlen. Trotz Take-Away und fleißigen und treuen Chililiebhabern müssen sie oft auch noch auf Gespartes oder Geliehenes zurückgreifen. Ohne Foodtruck und Caterings hätten Lukas und Jacques ihre Stube sicherlich schon schließen müssen. Doch die beiden Chilibotschafter haben in den letzten Monaten immer wieder neue Wege probiert, um nicht müde zu werden. Nachdem ihr Chilikurier einige Monate lang im Rheinland Chili nach Hause geliefert hat, sind sie aktuell kurz davor, einen Online-Shop mit bundesweitem Versand für ihre Chilis im sterilisierten Einmachglas an den Start zu bringen. Ohne Corona würde es den höchstwahrscheinlich nicht geben. Ihre Motivation wird durch viele positive Feedbacks gestärkt.

Noch ist es finster in unseren Lieblingslokalen – Wir können mithelfen, dass sie überleben.

„Wir hoffen, dass die Aktion vor allem den zahlreichen Bars und Kneipen, und auch den Restaurants, die zwingend auf verweilende, Getränke konsumierende Gäste angewiesen sind, unter die Arme greifen kann. Unser Laden läuft glücklicherweise weiter und wir können Chili verkaufen. Falls jemand uns einen Stuhl spenden sollte, spenden wir diese gerne weiter an die Kneipen in unserer Ecke“, so Lukas Heimbach. Jetzt also an alle: Unterstützt Eure Lieblings-Gastro, denn: Chairing is Caring!

Text: Gaby DeMuirier

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