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Kultur

Das Haus für die Glücklichmacher – 20 Jahre Schokoladenmuseum

Montag, 4. November 2013 | Text: Andreas Moll

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Anfang der 90er Jahre waren eigentlich alle gegen die verwegene Idee von Hans Imhoff, der Schokolade in der Köln ein Denkmal zu schaffen – selbst seine Frau Gerburg Klara Imhoff wollte den Kölner Ehrenbürger von der Idee eines Schokoladenmuseums abbringen. Doch er ließ sich lediglich darauf ein, vorab einen Testballon steigen zu lassen und organisierte im Kölner Gürzenich eine sechswöchige Schoko-Ausstellung: sollten in der Ausstellungszeit weniger als 50.000 Besucher gezählt werden, würde er von seinem Vorhaben ablassen. Gerburg Klara Imhoff erklärte gegenüber „Meine Südstadt“ stolz: „Die Menschen waren verrückt, standen in langen Schlangen einmal um den gesamten Gürzenich herum, und in sechs Wochen wurden über eine Viertelmillion Besucher gezählt!“ Die Gattin des Kölner Schokoladenkönigs suchte dann den heutigen Standort für das Museumsprojekt aus und war somit die erste Mieterin im Rheinauhafen.

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Kaum jemand kannte sich in Deutschland so gut aus mit dem süßen „Glücklichmacher“ wie der Mann, der nach dem Krieg an der Mosel eine Schokoladen- und Zuckerfabrik mit einer Schokoladenmaschine vom Schwarzmarkt gründete. In Köln erstand er Anfang der 70er Jahre die marode Schokoladenfabrik Stollwerck, die er im Handumdrehen sanierte und zu einem europaweit agierenden Konzern entwickelte. Sprengel und Sarotti waren damals nicht nur sprichwörtlich in aller Munde. 1993 eröffnete er schließlich aus privaten Mitteln das Schokoladenmuseum, das am 31. Oktober 2013 sein 20-jähriges Jubiläum feierte.

Heute zweifelt niemand mehr an dem Museum, das zu den zehn erfolgreichsten und meistbesuchten in Deutschland gehört. Seit Bestehen sind mehr als elf Millionen Menschen durch die Ausstellung zur 4000-jährigen Geschichte des Kakaos und der Schokolade gegangen – allein 2012 waren es beinahe eine Dreiviertelmillion. Über 80.000 Führungen und Workshops fanden bisher statt, um den Menschen des Museums die Geschichte des Kakaos erlebbar zu machen.

20 Jahre Schokoladenmuseum Köln

Der Nachwuchs bildet dabei die breite Basis – über 4000 Schulklassen passieren jedes Jahr die Kassen des Hauses und machen sich auf die Schokoladentour, nehmen an Workshops teil, lassen sich durch die Sonderausstellungen leiten, erfahren spielerisch etwas über den Weg von der Kakaobohne zur Praline und erforschen hautnah ein Stück Regenwald im Tropenhaus, ganz nah am Rhein. Und natürlich schlendert jeder Besucher durch den naheliegenden Shop, um wenigstens einen der Schoko-Dom-Lutscher zu ergattern und seinen Lieben in der Heimat einen süßen Gruß zu besorgen.

Hoher und vor allem zahlreicher Besuch war zu Gast beim offiziellen Geburtstagsfest im Museum, das aus diesem Anlass seine Pforten bis 21 Uhr öffnete. Die 18 Konditoren der Meisterschule der Kölner Handwerkskammer hatten in  dreiwöchiger Arbeit eine imposante Torte kreiert, die von Bürgermeisterin Angela Spitzig, dem deutschen Lindt & Sprüngli Geschäftsführer Dr. Adalbert Lechner (Partner des Museums), Museumsdirektorin Maria Mrachacz und Gerburg Klara Imhoff angeschnitten und an die 500 eingeladenen und sehnsüchtig wartenden Kölner Kids verteilt wurde.

20 Jahre Schokoladenmuseum Köln

Schwach werden die jährlich 650.000 Besucher des Schokotempels regelmäßig am Schokoladenbrunnen, in den man am liebsten eintauchen möchte. Zufrieden geben muss man sich allerdings mit dem herrlichen Geruch und der in die Schokolade getauchten Miniwaffel, die von der Mitarbeiterin verteilt werden wie der Kardinal die Hostien im Dom den katholischen Gläubigen reicht. Nichts mehr zu tun mit den Imhoff’schen „Sarottis“ haben die Schokoladentafeln, die von den Besuchern selbst gestaltet werden können. Diese werden im „Schokoladen-Atelier“ innerhalb von 35 Minuten handgefertigt, bestehen aus Vollmilch-, Edelbitter- oder weißer Schokolade und können mit vier von insgesamt 40 Zutaten versehen werden. Soviel Individualität hat natürlich ihren Preis: stolze 4,95 Euro muss man für das besondere Objekt „berappen“. Aber natürlich gibt man für Glücklichmacher der süßen Art gerne ein paar Cent mehr aus.

Mehr Informationen unter www.schokoladenmuseum.de

Text: Andreas Moll

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