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Kultur

Das spannendste Festival des Jahres – die Crime Cologne

Freitag, 6. September 2013 | Text: Jasmin Klein | Bild: Redaktion

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Was letztes Jahr auf Initiative von Hejo Emons (Verleger), Edgar Franzmann (Sprecher der Krimi-Autorenvereinigung „Syndikat“) und Achim Mantscheff (Chef des Cafés im Museum Ludwig) begann, geht mit einem erfolgsversprechenden Kartenvorverkauf in die zweite Runde: Dieses Wochenende findet zum zweiten Mal das Kölner Krimi-Festival „Crime Cologne“ statt.

Erfolgreiche Krimiautoren, aber auch neu entdeckte Talente lesen an vielen verschiedenen Orten der Stadt aus ihren Werken: Im Rheinauhafen auf dem Krimi-Schiff „Pure Liner“, an der Rheinpromenade vor dem Schokomuseum im Lesezelt, in Kinos, Restaurants, dem Melatenfriedhof, dem Polizeipräsidium etc.

50 Veranstaltungen, 5.000 erwartete Besucher, und das alleine nur für Krimis. Nahezu jedes dritte verkaufte Buch in Deutschland letztes Jahr war ein Krimi. Wir haben uns unter Südstädter Buchhändlern umgehört und wollten wissen, warum die Menschen so verrückt nach Krimis sind.

Hans Schumandl von der Buchhandlung am Chlodwigplatz hält Krimis für das Handlungsgenre Nr.1, egal ob im Film oder in der Literatur. „Inhalte kann man mit Spannungselementen besser transportieren. Aber das Phänomen konnte noch niemand wirklich ergründen. Vielleicht ist es eine Flucht aus der eigenen Realität.“
Ursula Jünger von der Maternus-Buchhandlung auf der Severinstraße glaubt, dass auch die Lust an der Aufklärung eine Rolle spielt, „das Durchstehen von verzwickten und aussichtlosen Situationen und die Neugierde, warum Menschen zu Tätern und Opfern werden.“
Für Kai Maß vom „Anderen Buchladen“ löst das Böse eine gewisse Neugier im Leser aus: „Wir sind ja im Durchschnitt eher friedliebende Menschen. Ist ein Krimi hinsichtlich des Plots und der Charaktere gut aufgebaut, ergibt sich somit die Möglichkeit, in einen eher unbekannten Teil der Gesellschaft Einsicht zu nehmen.“

Was braucht denn ein guter Krimi?
Hans Schumandl: „Einen überzeugenden, guten Plot, der die Spannung bis zum Ende halten kann.“
Ursula Jünger: „Die Geschichte ist wichtig, aber sie muss in ein interessantes Milieu platziert werden, und natürlich muss die Sprache ausgefeilt sein.“
Kai Maß: „Ein guter Krimi lebt von einer ersichtlich penibel durchgeführten Recherche des Autors. Bietet die Geschichte zudem noch lebendig gezeichnete Protagonisten bzw. Antagonisten an, findet der Leser Identifikationsfiguren – sei es im guten oder schlechten Sinne. Wenn dann der Krimi noch vor einem ungewöhnlichen Hintergrund spielt, ist die Mischung gelungen.“

Welchen guten Krimi haben Sie zuletzt gelesen?
Hans Schumandl (Foto): „“Ein seltsamer Ort zum Sterben“ von Derek B. Miller. Das ist ein skandinavischer Krimi, ein bißchen politisch, ein bißchen historisch und unglaublich spannend.“
Ursula Jünger: „Ich liebe die kulinarischen Krimis von Tom Hillenbrand und seinen  neuesten Krimi „Letzte Ernte“.
Kai Maß empfiehlt gleich drei Krimis: „Cay Rademacher lässt seinen Kommissar Frank Stave im Hamburg der Jahre 1947 bis 1949 ermitteln. In seinem letzten Fall „Der Fälscher“ gewinnt man Erkenntnisse über die Irrungen und Wirrungen kurz vor der Einführung der Deutschen Mark. Ferner hat mich Carsten Stroud mit seiner „Niceville“-Trilogie gefesselt. Hier verbindet sich Horror mit Elementen aus dem Hardboiled – Genre: sowohl der bzw. die Ermittler sind ebenso harte Jungs wie die Bösewichte. Dass über ihnen eine unfassbar grausame Macht wirkt, wird im Laufe der Story immer klarer.
Der teilweise lakonische Stil tut dann sein Übriges.
Besonders auf eine Neuerscheinung gegen Ende September freue ich mich. Massimo Carlotto zeigt in „Die Marseille – Connection“, dass die Polizei nicht immer fair sein muss und Gangster auch ein Herz haben. Ein Wirtschaftskrimi, der dem Leser ob der globalen Verwicklungen die Haare zu Berge stehen lässt.“

Warum braucht Köln eine Crime Cologne?
Schumandl: „Sie ist eine wunderbare Ergänzung zur lit.cologne. Wenn man sich die Verlagslandschaft in Köln anguckt, gibt es drei große Verlage in Köln, die alle Krimis verlegen: Emons, die den Heimatkrimi populär gemacht haben, DuMont und KiWi. Und es leben viele Kriminalautoren in Köln. Da bietet sich ein Krimi-Festival einfach an. Es ist eine richtige Idee.
Jünger: „Köln ist eine Medienstadt, dazu gehört auch die Literatur. Die lit.cologne zeigt, wie man Menschen für Bücher und Lesungen fasziniert. Ich bin davon überzeugt, dass es dem Team der Crime Cologne gelingen wird, ein ebensolches Festival zu etablieren.“
Maß: „Ohne eine Leistungsschau der deutschen Krimiautoren entgeht dem Publikum womöglich noch, dass der Markt hervorragende Titel zu bieten hat!“

Welche Veranstaltung möchten Sie unseren Lesern empfehlen?
Schumandl: „Am Samstag liest um 15 Uhr der Italiener Marcello Simoni aus seinem Mittelalter-Thriller „Der Händler der verfluchten Bücher“ in der Buchhandlung Ludwig im Hauptbahnhof. Simoni ist in Italien sehr populär, aber von uns noch zu entdecken.“
Jünger: „Tom Hillenbrands liest am Samstag um 19:30 Uhr im Café Ludwig im Museum aus „Letzte Ernte“. Und für kleine Krimifans „Mathias Wünsche: Die Südstadtdetektive“ am Sonntag um 14 Uhr im Lesezelt. Schon wegen des Viertelbezug ein Muss, aber auch, weil er ein faszinierender Autor ist, der gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin eine perfekte Performance aus Lesung und Musik liefert.“
Maß: „Am Sonntag liest um 16 Uhr Jörg Juretzka aus „Freakshow“ im Deutschen Sport & Olympia Museum. Sein Ermittler Kristof Kryszinski ist ein Typ, den man einfach kennen muss.“

Tickets gibt es hier, das Programm der Crime Cologne finden Sie hier.

Alle von unseren Buchexperten empfohlenen Krimis und die der Crime Cologne können Sie hier finden:
Bei Herrn Schumandl in der Buchhandlung am Chlodwigplatz
Bei Frau Jünger in der Maternus-Buchhandlung, Severinstraße 76
Bei Kai Maß im „Anderen Buchladen“, Ubierring 42.
 

Text: Jasmin Klein

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