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Gesellschaft Verkehr

Komm auf’s Rad…

Mittwoch, 17. Juni 2015 | Text: Judith Levold | Bild: Tamara Soliz

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

…statt auf den Hund, in einer autoverstopften und abgasstinkenden Stadt, die laut, umweltbelastet und auch unattraktiv und langsam ist, wenn sich zu viele mit zu vielen PKW durch die Straßen stauen und der öffentliche Raum voller Blechkisten steht.

Am Samstag steigt, organisiert von der Kölner Ratsgruppe ‚Deine Freunde‘ in der Karl Rahner Akademie nahe dem Aggrippabad, erstmals die Radkomm – Kölner Forum Radverkehr. Das ist ein interaktiver Kongress rund um das Thema Radmobilität und Verkehrswende in der Großstadt, der Impulse geben will in Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung, um die anstehende Verkehrswende zu befördern.

Die Erkenntnis, dass sich mit dem Rad auch größere Strecken bewältigen und größere Sachen befördern lassen, setzt sich nur langsam durch – die beiden Südstädter Sabine Röser und Wilfried Nißing, die ihre Schreinerwerkstatt an der Koblenzer Straße haben, sind jedoch schon lange auf dem Rad-Trip. Sie stehen vor allem auf Lastenräder, und: eins davon verleihen sie auch!

„Ich habe die WESPA recht günstig bekommen, aus dem WDR-Fundus.“ erzählt Sabine Röser. „Und ich dachte dann: das Rad muss ja nicht rumstehen, nur weil ich es grad nicht brauche“, beschreibt sie ihre nahe liegende Sharing-Idee. „Erst mal habe ich das nur privat verliehen, an Freunde. Aber dann haben wir uns dem Kasimir-Lastenrad-Verleih angeschlossen, das funktioniert super mit der Verwaltung und den Buchungen.“

Im Internet sind bei Kasimir, einem Projekt von wielebenwir.de, die einzelnen Stationen für Lastenräder im Kölner Stadtgebiet verzeichnet und die Regeln zur Ausleihe erklärt – das Ganze kostet für die Ausleiher nix, aber Spenden sind durchaus erwünscht. Schließlich fallen auch Kosten an für Wartung und Reparaturen.

„Ich find gut, dass die Leute mal kennen lernen können, dass man durchaus Sachen mit dem Rad transportieren kann – ich fahre auch mit jeder Menge Zeugs in meinen Schrebergarten am Wochenende oder abends und für einen Umkreis von drei bis fünf Kilometern ist die WESPA optimal. Es müsste viel mehr Lastenradstationen geben, praktisch quartierbezogene Fuhrparks. Denn es müssen ja nicht alle so ein Rad besitzen, aber eben nutzen können sollten es viel mehr Menschen“, findet Sabine Röser, und ihr Mann Wilfried fügt hinzu „Man muss das einfach differenzieren und wirklich schauen, welches Rad man für welchen Einsatz benutzt. Wenn ich sehr schwere Sachen habe oder mehr als sechs Kilometer fahren will, dann sollte man durchaus über ein bisschen Elektro-Unterstützung nachdenken, sonst kommen viele nach einer Tour frustriert zurück und sagen: nee, also Lastenrad ist nix für mich. Und das ist schade, denn es ist allemal umweltschonender und oft echt schneller, als im Stau zu stehen.“

 

Für längere Strecken sind dann eben eher Lastenräder gut, die sich wie ein schnelleres Tourenrad fahren lassen, etwa das Prana-Lastenrad, das Wilfried Nissing oft nimmt, obwohl es keinen Lasten-Kasten hat, sondern er erst alles verpacken und befestigen muss. Ganz was Besonderes ist natürlich das vom Schreiner selbst gebaute Transportrad, aus, na was wohl, Holz. Seit zwei Jahren feilt Wilfried Nissing an immer verbesserten Prototypen „Das habe ich so konzipiert, dass da meine Kisten drauf passen und ich im Umkreis von zehn Kilometern mit einer mobilen Werkstatt unterwegs sein und die Kunden bedienen kann.“ Noch dauert es allerdings, bis dieses Rad voll fahrtauglich ist und zum gewünschten Einsatz kommt.

 

„Bis zum Lastenrad-Forum bei der Radkomm am Samstag wollte ich es eigentlich fertig haben.“ Sagt Wilfried, und seine Frau grinst ein bisschen in sich rein – das wird wohl nicht mehr so ganz klappen.  „Wenn ich es noch nicht fahren kann, nehme ich es eben nur dahin mit, zum Zeigen.“ In der WESPA? Oder dann vielleicht doch ausnahmsweise mal mit der Bahn!

 

Mehr im Netz
www.radkomm.de
www.kasimir-lastenrad.de

 

Text: Judith Levold

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