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Lükes Liebes Leben

Moulin Rouge kauft Stadt-Anzeiger

Montag, 7. November 2022 | Text: Reinhard Lüke

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Ich habe ganz vergessen, ein paar städtische Bedienstete zu loben.

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Ist schon ein paar Wochen her, da erschien eine Truppe von Stadtgrün, um den Spielplatz An der Eiche vom lästigen Laub zu befreien. Also wurde wieder über mehrere Stunden geräuschvoll gepustet und am Ende lagen da mehrere Haufen mit ordentlich aufgetürmtem Blattwerk. Diese Aktionstage veranstalten die Jungs in jedem Herbst. Mehrfach. Wäre also eigentlich nicht der Rede wert. Hätten die Grünen diesmal nicht etwas getan, was sie in all den Jahren noch nie geschafft haben. Kaum hatten sie ausgepustet, begannen sie damit, das Laub auf zwei Kleinlaster zu laden und brausten schließlich mit ihnen davon. Hatte ihnen irgendwer gesteckt, dass es keinen Sinn macht, die Haufen einfach liegen zu lassen, bis sie vom Winde verweht wurden? Oder waren sie da selbst drauf gekommen? Egal, soviel Einsicht bei städtischen Bediensteten gehört gelobt. Was hiermit erledigt ist.

Nix gegen Werbung, aber…

War irgendwer gestern Abend bei der Premiere von Moulin Rouge? Es gab ja vermutlich eh keine Tickets mehr. Bei dem Werberummel, den die Macher im Vorfeld veranstaltet haben, war der Blaue Sack wahrscheinlich seit Wochen ausverkauft. Woran auch unsere Kölner Tageszeitungen ganz gut verdient haben dürften. Letzten Freitag hatten Stadt-Anzeiger und Rundschau ihre Titelseiten an das Musical verkauft und insgesamt summierten sich die Anzeigen in beiden Blättern an diesem Tag auf jeweils vier ganzseitige Inserate. Die werden ein überaus erkleckliches Sümmchen in die Verlagskasse gespült haben. Nun habe ich ja überhaupt nichts gegen Werbung in Zeitungen. Ohne sie müsste man für die Printausgaben locker zehn Euro pro Stück ausgeben. Was ja vermutlich niemand tun würde. Ordentlich gekennzeichnete Anzeigen sind also okay. Bisweilen scheinen mir allerdings Werbung und Journalismus bedenklich nahe zu kommen. So veröffentliche Kulturchefin Anne Burgmer bereits im September im Stadt-Anzeiger einen überaus wohlmeinenden Vorabbericht zu Moulin Rouge in Köln und für die Ausgabe vom letzten Samstag hatte sie ein langes Interview mit den beiden Hauptdarsteller:innen geführt, das auch nicht eben von bohrenden Fragen belastet war. Man hätte ja beispielsweise mal fragen können, ob ein Musical mit Songs von Elton John bis Nirvana nicht per se gruselig ist. Aber egal. Gestern gab´s in der Online-Ausgabe unter dem Titel „Moulin Rouge in Köln“ nochmal eine lange, als redaktionell gekennzeichnete (diesmal verfasst von Jan Gebauer) Vorschau zum Event.

Trödel und kurze Röcke

Die ausführliche Kritik zur Premiere wird vermutlich heute im Blatt sein und dürfte geradezu hymnisch ausfallen. Ich weiß natürlich nicht genau, wie sowas läuft, aber ich vermute mal, dass es da mit der Unabhängigkeit, die der Stadtanzeiger stolz unter seinem Logo aufführt, womöglich nicht sonderlich weit her ist. Klingelt der Chefredakteur da mal kurz durch? „Liebe Anne, wir haben da einen satten Werbedeal mit Moulin Rouge. Könntest du das in deiner Berichterstattung vielleicht irgendwie berücksichtigen?“ Ich weiß es nicht. Aber vielleicht bin ich ja auch naiv und sowas ist im Zeitungswesen längst gang und gäbe.

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So wird in den Boulevard-Blättern wie dem Express nahezu täglich über die Trödelshow „Bares für Rares“ im ZDF und das Sat1-Frühstücksfernsehen berichtet. Beides TV-Formate ohne jeden Nachrichtenwert. Beim MoMa (die von ARD, ZDF und RTL kommen da nie vor) erfährt man regelmäßig, welche Moderatorin mit tiefem Dekolleté oder kurzem Rock „die Zuschauer um den Verstand gebracht“ hat und beim ZDF wird nacherzählt, wer da was zu welchem Preis verhökern konnte. Solch eine Dauerwerbung gibt’s ja nicht umsonst. Ich denke nicht, dass da seitens der Sender Geld fließt. Das werden die Produktionsfirmen schon richten.

Schwacher Geist durch Pornos

Der Papst hat sich unlängst mal wieder zm Thema Sex geäußert. Hat er die Missbrauchsfälle innerhalb der Kirche und den Umgang der Würdenträger mit den Verbrechen angeprangert? Nicht direkt. In Rom hat der Mann angehende Priester aufgefordert, jeder solle mal „nachdenken, ob er schon einmal in die Versuchung der digitalen Pornografie geraten“ sei. Was gibt’s da groß nachzudenken? Zumindest hegt Franziskus offenbar den Verdacht, seine Zöglinge könnten da durchaus mal reingeschaut haben. So empfahl er ihnen, entsprechende Filmchen von ihren Handys zu löschen, so sie die Möglichkeit dazu hätten. Hätten sie. Wollen sie aber vielleicht nicht. „Ich sage euch, das ist eine Sache, die den Geist schwächt“, hat der Heilige Vater dann noch hinzugesetzt. Woher er das weiß, hat er nicht gesagt.

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