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Bürgerbeteiligung Parkstadt Süd Kultur

Parkstadt Süd: Es geht hoch hinaus

Freitag, 11. September 2015 | Text: Stefan Rahmann | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Wir setzen die Berichterstattung über die Pläne für die Parkstadt Süd fort. Stefan Rahmann fasst zusammen und zieht ein Fazit.

Das Büro ASTOC  hat im Plangebiet sozusagen Heimspiel. Die Planer sitzen mit ihrem Büro in der Maria-Hilf-Straße. Als Südstädter haben sie für ihre Vorschläge einige Ankerpunkte ermittelt. Dazu zählen das neue Stadtarchiv, das Südstadion, die Markthalle, die so genannte Lange Halle, das Bolder-Gebäude, der Alteburger Biergarten und das Urban-Gardening-Projekt NeuLand. Das Wäldchen hinter der Sitzplatztribüne der Fortuna soll bleiben, die Fortuna sich ausbreiten dürfen. Im Bereich Gleisdreieck sollen sich Gewerbe und Kreativwirtschaft ansiedeln. ASTOC hat den verlängerten Inneren Grüngürtel in die Mitte des Plangebietes gelegt.

 

Gegenüber der Großmarkthalle sehen die Kölner fünf Hochhäuser für Dienstleisterbüros und direkt davor stellen sie sich eine Wasserfläche vor. Wohnen und Mischnutzung ist rund um die Großmarkthalle und zwischen Koblenzer Straße und Alteburger Straße vorgesehen. Einen Schulstandort plant ASTOC östlich der Alteburger Straße.  Auffällig an diesem Entwurf ist, dass der Innere Grüngürtel östlich der Bonner Straße wegen der geplanten Wohnbebauung ziemlich schmal wird. Der Grüngürtel reduziert sich in diesem Entwurf auf die Brachfläche, die es derzeit zwischen der Bonner und der Alteburger Straße nach Abschluss der U-Bahn-Bauarbeiten gibt. Dafür ist der Park an der Großmarkthalle dann sehr großzügig.

Albert Speer und Partner orientieren sich – wenig überraschend – an ihrem eigenen städtebaulichen Masterplan, den man im Frankfurter Büro schon vor vielen Jahren für Köln geschrieben hatte und dem die Stadtverwaltung mit ihrer eigenen ESIE-Nutzungsplanung im wesentlichen folgte und aus dem das so genannte Drei-Zonen-Modell hervor ging, also: Bebauung parallel zu den Bahngleisen, südlich davon Grüngürtel, davon südlich nochmals Bebauung. Dieser Entwurf ist möglicherweise der investorenfreundlichste: Ein Kilometer Wohnraum gegenüber der Großmarkthalle bedeutet einen Kilometer Parkadresse, die sicher exzellent zu vermarkten ist. Oder „1 Kilometer Sonnenseite“, wie die Speer-Planer schreiben. Da geht es dann auch mal über die üblichen Kölner vier Geschosse plus Staffelgeschoss hinaus. Gegen den Lärm geschützt werden die Parkanwohner durch Gewerbebauten direkt an der Bahntrasse. Westlich der Markhalle plant Speer Wohnen, östlich Gewerbe. Den Schulstandort hat das Büro hinter dem Bolder-Gebäude geplant, von Koblenzer Straße zum Rhein hinunter geplant. Inmitten des Gleisdreiecks wollen die Frankfurter Kreative ansiedeln. In ihrem Entwurf stapeln sie dort Container in erstaunliche Höhen. Und urban gegärtnert werden soll da auch.

Das Büro West 8 aus Rotterdam gliedert den Inneren Grüngürtel in mehrere Parks. Da sind der Park am Duffesbach am Eifelwall, der Sportpark rund um die Fortuna, der Rayonpark vor der Großmarkthalle und der Alteburger Park zwischen Koblenzer Straße und Rheinufer. Auffällig ist die „Achterbahnbrücke“, die West 8 als Auf- und Abgang für die Südbrücke vorschlägt. Auch in diesem Entwurf erscheint der Grüngürtel zwischen Bonner Straße und Rheinufer nicht besonders großzügig. Der Rayonpark dagegen soll ein Wasserspiel, Liegewiesen, viele Bäume und etwa 200m Breite bekommen.

 

 

Die Gemeinschaft wird dem Entwurf zufolge rund um die Markthalle gepflegt. Östlich ist ein Marktplatz geplant, westlich wird gegärtnert. Auch West 8 plant eine zumindest teilweise Bebauung direkt parallel zum Bahndamm, gegenüber der Markthalle: Die dort stehende Lange Halle soll erhalten bleiben. Es wird ein Boulevard vorgeschlagen, auf dem man den Inneren Grüngürtel von der Luxemburger Straße zum Rheinufer durchqueren kann. „Trittsteine“ wie Zebrastreifen sollen das Kreuzen der großen Straßen erleichtern. West 8 schlägt auch eine zeitliche Abfolge der Entwicklung der Parkstadt Süd vor. Phase 1 heißt „Quartiermachen – sofort“. Darin ist vorgesehen, mit dem Inneren Grüngürtel vom Rhein in Richtung Bonner Straße zu beginnen. Auch die ersten Wohnhäuser sollen in diesem Bereich entstehen.

Wagen wir ein erstes Fazit: Es bleibt noch viel zu tun. Die Ideen für die Überquerung der großen Straßen wie Luxemburger, Vorgebirgs- und Bonner Straße sind noch nicht ausgereift. Vor allem der Übergang über die Bonner ist problematisch. Dort stehen dem Grün die Wohn- und Geschäftshäuser entgegen. Wie sich die Politiker vor Jahren abzocken ließen, kann man an dem 30 Meter breiten Grünstreifen zwischen der Randbebauung Koblenzer Straße und der autofreien Siedlung dahinter erkennen. Dieses Abstandsgrün wurde damals als „Grüngürtel“ beschlossen. Die Investoren freuen sich heute noch.

Das Gleisdreieck bleibt ein Problem. Überbrücken oder unterqueren? Will man den Eifelwall für den Autoverkehr sperren? Die zentrale Frage, ob der Innere Grüngürtel randständig am Bahndamm oder in der Mitte durch das Gesamtgebiet geführt werden soll, ist noch nicht beantwortet. Beide Lagen haben Vor- und Nachteile. Liegt der Gürtel an der Bahn, wird es im Park laut werden, weil der Bahnverkehr zunehmen wird. Wird am Bahndamm gebaut, müssen Lärmschutzlösungen für die Anwohner her. Eine Durchmischung von Wohnen und Arbeiten ist für ein lebendiges Viertel so notwendig wie belebte Erdgeschosse. Der Grüngürtel zwischen Bonner Straße und Rheinufer wird von einigen Büros zu schmal geplant. Das wiegt die Großzügigkeit der Grünanlagen im Bereich Markthalle nicht auf. Es bleibt spannend. Die nächste Möglichkeit, sich einzubringen, hat man am Freitag, 23. Oktober. Dann werden die Planungsteams erläutern, wie sie die Anregungen der Bürger aus der September-Veranstaltung aufgenommen haben. Ort und Uhrzeit für dieses „Offene Atelier“ werden an dieser Stelle rechtzeitig bekanntgegeben.
 

 

 

Text: Stefan Rahmann

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