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Parkstadt Süd: Vorhaben gewinnt Preis.

Montag, 10. September 2018 | Text: Judith Levold | Bild: Stadt Köln

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Die Parkstadt Süd ist Kölns größtes Stadtentwicklungsprojekt. Südlich des Eisenbahnrings wird der Innere Kölner Grüngürtel bis zum Rheinufer vollendet, außerdem entstehen dort rund um den Großmarkt neue Quartiere für Wohnen und Arbeiten.

Preis für den Plan

Das Europäische Gartennetzwerk (EGHN) hat die Stadt Köln für „die langjährige und konsequente gesamtstädtische Grünordnungskonzeption und die Weiterentwicklung der beiden Grüngürtel und der radialen Grünverbindungen“ mit dem „Europäischen Gartenpreis“ ausgezeichnet. Brigitte Scholz, Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik, und Dr. Joachim Bauer, stellvertretender Leiter des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen, haben den Preis am vergangenen Freitag, 7. September 2018, in Schloss Nordkirchen im Münsterland entgegengenommen. Frühere Preisträger waren unter anderen die Städte Kopenhagen und Malmö sowie der Emscher Landschaftspark im Ruhrgebiet.

Grün bewahren und ausbauen

Die Freiraumentwicklung überall in der Stadt steht vor großen Herausforderungen, die sich unter anderem aus Klimawandel und Stadtwachstum ergeben. In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Flächen versiegelt, statt entsiegelt und die landwirtschaftlichen Flächen gehen bundesweit zurück. Es sei daher unverzichtbar, so die Stadt Köln, den Verbund von Frei- und Grünflächen zu fördern, in dem man das gewachsene Grünsystem, das sich in Köln durch die Grüngürtel auszeichnet, sichere und weiterentwickle.

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Klimawandelanpassung

Mit der anstehenden Verwandlung von Brachflächen zur Parkstadt Süd bietet sich 100 Jahre nach Anlage des Inneren Grüngürtels die Chance zur Verlängerung dieses grünen Ringes bis an den Rhein. Vor drei Jahren haben Planungsteams, die Stadtgesellschaft, Experten und politische Vertreter in einem kooperativen Verfahren ein freiraumplanerisches und städtebauliches Bild für die Entwicklung der Parkstadt Süd entworfen. Der aktuell in den Gremien zur Abstimmung vorliegende Entwurf zur Grüngürtelgestaltung stammt vom Landschaftsarchitekurbüro Stephan Lenzen, Partner in einem der fünf gesetzten Teams, die 2015 im kooperativen Verfahren Ideen für die Parkstadt Süd entwickeln sollten. Der Entwurf nimmt den gestalterischen Duktus des vorhandenen Grüngürtels auf und bindet neue Anforderungen wie ein integriertes Regenwassermanagement und Maßnahmen zur Klimawandelanpassung ein.
Wildkräuter im Neuland
Andere Anforderungen bzw. auch Forderungen aus der Stadtgesellschaft nach modernem Grün, wie teilweise bürgerschaftlich gestaltete und essbare Parks in dessen Randbereichen, sind derzeit noch umstritten, seit Ende 2016 ruht die für die Parkstadt-Süd-Entwicklung umfänglich angesetzte Bürgerbeteiligung.

2019 wird das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen die europaweite Ausschreibung für die Planung der Wege im neuen Grünzug einleiten, der bereits 2016 angekündigte, Nutzungsimpulse gebende, städtische Pionierpfad lässt bislang auf sich warten.

Text: Judith Levold

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