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Umwelt

Sieben Jahre sind genug – Raum für Neues

Mittwoch, 25. Juli 2018 | Text: Susanne Wächter

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Doro Hohengarten hat den Vorstand des Vereins NeuLand nach sieben Jahren verlassen. »Meine Südstadt« sprach mit ihr über die Gründe und die Zukunft des Vereins.

Einen Verein mit aufzubauen ist sicherlich viel Arbeit und man steckt sehr viel Herzblut hinein, warum jetzt der plötzliche Ausstieg aus der Vereinsspitze?

Von plötzlich kann nicht die Rede sein. Ich habe mindestens ein Jahr lang überlegt, ob ich den Verein als erste Vorsitzende weiter leiten kann oder nicht. Ich bin kaum noch vor Ort gewesen, habe aber einen Garten vertreten, den ich schon lange nicht mehr betreten habe. Ein Ehrenamt wie diesen Verein zu leiten, einen solchen Garten aufzubauen, hinter dem ich nach wie vor zu Hundertprozent stehe, ist super. Aber es frisst auch Zeit, die für die Familie fehlte.

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Das heißt jetzt nur noch, den Garten und die Familie genießen?

Auch, aber eben auch andere Dinge. Ich werde nach wie vor in den Netzwerken, die ich mit aufgebaut habe aktiv sein. Der Garten ist mein Baby. Aber ich habe eben auch noch drei Kinder und noch einen Job. Die Kinder sind in der Zwischenzeit vom Kindergartenalter ins Schulalter gewachsen. Es ist viel passiert in den sieben Jahren. Ich schaffe den Spagat zwischen Job, Familie und Ehrenamt nicht mehr so. Da bleibt zuviel auf der Strecke. Eben das Private. Mal ein Wein mit einer Freundin trinken und dabei nicht immer politisch zu reden, das werde ich künftig genießen.

Wie wird die künftige Arbeit für den Garten denn genau aussehen?

Ich habe an dem Urban Gardening Manifest der Gemeinschaftsgärten mitgearbeitet, NeuLand mit anderen Urban Gardening Projekten vernetzt, deutschlandweit. Wir haben versucht politisch mitzureden. Wir versuchen Stadtentwicklung mitzugestalten. Dazu sind wir sind im Ernährungsrat der Stadt. Darum werde ich mich auch weiterhin kümmern.

Wie steht NeuLand heute nach sieben Jahren da?

Wir gehören zu den fünf großen und bekanntesten Urban Gardening Projekten in Deutschland. Das ist schon großartig. Wir haben andere Projekte unterstützt, ihnen Anstöße gegeben. Mir ist es wichtig, jedem in der Stadt die Möglichkeit zu geben, zu gärtnern und Gemüse anzubauen und zu ernten. Es gilt, solche Gärten zu bewahren und neue zu gestalten. Nachhaltig und völlig frei von Kommerz.

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Die Vorstandsarbeit war schon immer auf meheren Schultern verteilt, wer führt jetzt den Verein?

Stefan Rahmann und Judith Levold sind aufgerückt, dafür zwei neue Leute hinzugekommen. Die Arbeit ist nun auf vier Schultern verteilt. Und es gibt Raum für Neues.

Text: Susanne Wächter

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