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Sport

Trauerspiel

Sonntag, 15. März 2015 | Text: Gastbeitrag | Bild: Ernesto Solis

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Eine gespenstische Stille herrschte im Südstadion kurz vor Anpfiff des Spiels der Fortunen gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund. Klaus Ulonska war in der Nacht zuvor einem Herzinfarkt erlegen. Auch den Dormunder Fans war nach der beklemmenden Schweigeminute klar, dass dieses Spiel kein normaler Dritt-Liga-Kick sein würde. Betroffenes Schweigen auf den Rängen allerorten. Nach zehn Minuten aber löste sich die Gegengerade aus ihrer Schockstarre, anfangs eher verhaltene „Klaus Ulonska“-Rufe wurden immer lauter, und auch die Haupttribüne setzte ein. Trotzdem ließ keinen der 1800 Zuschauer an diesem kalten, feuchten Nachmittag das Gefühl los, dass das Spiel eigentlich nebensächlich war. Man hätte es absagen sollen.

 

Der mächtige DFB hatte den Antrag der Fortunen auf Verschiebung allerdings abgelehnt. Also musste die Mannschaft auflaufen. In Kürze: Es war ein ganz schlechter Kick mit lediglich drei, vier nennenswerten Torraumszenen. Beide Teams probierten es mit weiten Bällen, die regelmäßig beim Gegner landeten und wie eine Mischung aus Verzweifelung und Befreiungsschlägen wirkten. Das 0 : 0 war völlig gerecht. Am Ende schienen Spieler und Fans froh, als der Schiri das Spiel abpfiff.

Mit dem gleichen Ergebnis fuhr das FC aus dem Dortmunder Fußballtempel nach Hause. „Wir sind stolz, dass wir vor einer solchen Kulisse auflaufen dürfen“, hatte Trainer Stöger im Vorfeld erklärt. Mutig war er auch und stellte mit Ujah und Deyverson eine Doppelspitze vor zwei tief stehende Viererketten. Und los ging die wilde Jagd. Nach fünf Minuten hätte es 2 : 2 stehen können, hieß es hinterher. Das ist natürlich Quatsch, denn wenn einer so früh trifft, wird es ein ganz anderes Spiel. Chancen für den Führungstreffer hatten in der Anfangsphase beide. Deyverson hätte schon in der ersten Halbzeit das Spiel für die Gäste entscheiden können. Und erst recht kurz nach Wiederanpfiff, als Ujah mit Hummels und Subotic die hochdekorierte Dortmunder Innenverteidigung stehen ließ wie hüftsteife Salzletten und auf den Brasilianer querlegte, der  aus acht Metern freistehend verzog. Danach stand immer öfter Timo Horn im Mittelpunkt. Klasse-Spiel des Keepers, der von den 8000 mitgereisten FC-Fans gefeiert wurde.

 

Den Schlussansturm überstanden die Geißböcke mit Geschick und hin und wieder Glück. Aber wer vor 82.000 den Gastgebern so gut wie keine Chance erlaubt, hat vor allem in der Defensive alles richtig gemacht. Vielleicht nicht schön gespielt, aber richtig. Weder richtig noch schön war die Aktion einiger Fans, die mit Glück und Geschick ein Plakat auf die Tribüne geschmuggelt hatten, das meterbreit entrollt wurde: „Hurensöhne DFB“ war zu lesen. Ob die wohl glauben, Pastorentöchter hätten nach dem Platzsturm auf dem Bökelponyhof milder geurteilt? 200.000 Euro Geldstrafe, drei Heimspiele ohne die Fans aus den Stehplatzblöcken S3 und S4 sowie personalisierte Auswärtstickets kann man nach allem, was sich die Boyz und andere geleistet haben, durchaus akzeptieren. Man stelle sich vor, die hätten dem FC sechs Punkte abgezogen. Haben sie nicht, die Jungs haben statt dessen aus den letzten zwei Spielen vier Punkte geholt. Prognose: In diesem Jahr braucht man 35 Punkte, um die Klasse zu halten. Der FC hat 29, und es sind noch neun Spiele. Da geht auf jeden Fall was. Come on, FC.

Der Wolf
 

Text: Gastbeitrag

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